Die Liebe in Zeiten der Cholera von Gabriel Garcia Márquez. Auch hier habe ich so eine kleine DinA 6-Miniausgabe mit Lesebändchen. Das Buch habe ich bestellt, weil es ja quasi ein “Muss” ist. Ich glaube das ist doch auch auf dieser Spiegel-Liste der 100 wichtigsten Bücher. Ich habe viel davon gehört, fand das schon den Titel total spannend und habe es ebenfalls von einem Amazongutschein bestellt. Von diesen Minoausgaben werde ich mir übrigens auch noch andere holen… ich find die süß und die machen sich sicher gut im Regal. Außerdem sind viele Bücher von der Thematik so ganz anders, als das was ich sonst lese. Ich will mal meinen Literarischen Horizont erweitern!

Die Liebe in Zeiten der Cholera ist in meinen Augen ein ganz besonderes Buch, noch besonderer als Schiffbruch mit Tiger.  Die Geschichte liegt zeitlich etwa zwischen 1875 und 1935, Handlungsort ist Südamerika.

Das Buch beginnt mit dem Tod eines alten Mannes. Irgendwie fängt alles eher an wie ein Krimi, es wird ermittelt ob es Selbstmord oder doch ein Mord war. Die Geschichte des Mannes wird erzählt, vor allem die Geschichte seiner Liebe. Wieder in der “Gegenwart” der Erzählung angekommen begleitet der Leser den Arzt, Dr. Juvenal Urbino, nach Hause.  Dort stirbt er bei einem ziemlich tragischen Unfall.

Der Leser erfährt einen Teil seiner Lebens- und Liebesgeschichte. Und lernt seine Frau  Fermina Daza kennen, und ihre Geschichte… Denn nach der Beerdigung ihres Mannes steht ihre Jugendliebe Florentino Ariza im Raum und erklärt ihr erneut seine Liebe. Nun beginnt die eigentlich Geschichte: Der Erzähler spult quasi zeitlich zurück und erklärt, wie es dazu kommen konnte. Das ganze Leben der beiden. Zwischenzeitlich wird immer mal abgebogen, zu anderen Charakteren.

Es gibt mehrere also Personen, von deren Liebesgeschichten erzählt werden. Irgendwie sind die Personen und auch die Geschichten miteinander verwoben. Man verliert nie wirklich den Überblick, aber man verliert sich selbst in der Zeit bzw. den Zeitsprüngen des Autors. Es wird komplett unwichtig, “wann” die Geschichte grade ist.

“Die Liebe in Zeiten der Cholera” ist wie ein Teppich aus verwobenen Einzelschicksalen.  So geschickt verwoben, dass die Übergänge fließend sind und den Lesefluss in keinster Weise beeinträchtigen. Die Liebesgeschichten der Charaktere werden meist auch nur aus deren Perspektive geschildert. Erst langsam werden die Erzählungen ein Großes ganzes, in dessen Zentrum das (Ehe-)Leben der Fermina Daza steht. Ebenso die Liebesgeschichten von Florentino Ariza. Schließlich laufen die Fäden wieder bei dem Augenblick zusammen, an dem er nach der Beerdigung ihres Mannes vor ihr steht und ihr seine Liebe erklärt.

Wikipedia sagt, “Die Liebe in Zeiten der Cholera” ist eins der bedeutendsten Werke des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Und auch ich kann nur sagen: Ich bin froh es gelesen zu haben und auch froh, es im Regal zu haben. Das Buch sollte man sich wirklich näher anschauen und bei gefallen unbedingt lesen!



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