Ich habe das Buch “Schiffbruch mit Tiger” von Yann Martel zufällig bei Amazon gefunden. Das gibt es in so einer niedlichen kleinen Version, DinA 6 mit Lesebändchen. Da gibt es mehrere (u.a. Die Liebe in Zeiten der Cholera – coming soon
) und ich fand die so toll als Reiselektüre. Ich hab ja diverse Amazongutscheine gehabt und davon eben diese beiden Bücher gekauft. Im Urlaub letztens habe ich die dann gelesen.
Schiffbruch mit Tiger – Genau darum geht es in dem Buch. In kurz: Ein indischer Junge reist mit Familie und einem aufgelösten Zoo (bzw den Tieren) von Indien nach Kanada. Mitten im Pazifik sinkt das Schiff und irgendwie landet er auf einem Rettungsboot – mit einem Zebra, einer Hyäne, einem Orang Utan und eben einem Tiger. Ich glaube ich brauche nicht zu erwähnen, dass irgendwann nur noch er und der Tiger übrig sind…
Auf der Amazonseite steht als Kurzbeschreibung folgendes:
Schiffbruch mit Tiger? Diese Geschichte würden Sie nicht glauben? Kein Wunder. Fantastisch. Verwegen. Atemberaubend. Wahnsinnig komisch. Eine Geschichte, die Sie an Gott glauben lässt. Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoobesitzers und praktizierender Hindu, Christ und Muslim erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Tiger namens Richard Parker Schiffbruch. Bald hat der Tiger alle erledigt- alle, außer Pi. Alleine treiben sie in einem Rettungsboot auf dem Ozean. Eine wundersame, abenteuerliche Odyssee beginnt. Martel schreibt wie ein leidenschaftlicher Paul Auster. Times Literary Supplement Eine Reminiszenz an Italo Calvino. Independent on Sunday
Also, ich muss sagen: Die Sache mit Gott stimmt nicht. Ich glaube nicht mehr oder weniger an Gott, seit ich dieses Buch gelesen habe. Anfangs ist die Geschichte von Pi sehr zentriert auf Gott. Es wird beschrieben, wie er erst zum Hinduismus, dann zum Christentum und schließlich zum Islam findet und versucht, alle Religionen unter einen Hut zu kriegen. Im Verlauf des Buches übernimmt der Tiger die zentrale Rolle. Und grade der letzte Abschnitt des Buches lässt einen doch… anders auf die Geschichte blicken.
Das Buch ist so geschrieben, als gäbe es wirklich einen Pi Patel der in den 70igern Schiffbruch erlitten hat. Ich dachte es handelt sich um einen Roman über einen gläubigen Jungen dem sein Glaube hilft, diese furchtbare Sache zu überleben. Dem ist nicht so. Das Büch steckt voller Überraschungen, die einen erstaunen und verwirren.
Das zuerst beschriebene Leben von Pi ist nicht so spannend, aber man sollte unbedingt weiterlesen. Ist ja klar, dass ein Buch über einen Schiffbruch im Teil mit dem Schiffbruch spannend wird. Ich finde die Geschichte außergewöhnlich. Dieses Buch ist etwas besonderes und ich mag gar nicht so viel über den Inhalt sagen.
Man lernt als Leser übrigens auch einiger Überlebenstipps, für einen etwaigen eigenen Schiffbruch! Zum Beispiel, dass man sich nicht in die Hose pinkeln sollte. Das ist zwar erst schön warm, aber hält nicht lange und ist die anschließende Wundheit nicht wert. Schildkrötenblut ist sehr nahrhaft. Jedes gute Buch hat eine Überraschung am Ende.
Viel Spaß beim lesen!

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