Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!

?Warum??, wimmerte ich, die Hände vorm Gesicht.

Dann nahm er mich endlich in den Arm. Ich fühlte seine warme Haut an meinen Schultern, spürte seinen Atem und seinen Herzschlag. Ich wusste, er lebt, er ist hier bei mir. Es ist nicht alles verloren. Ich fühlte wieder etwas. Die Nähe zu ihm war genau das, was ich jetzt brauchte. Und doch war sie unerträglich.

?Ich wünsche, ich wüsste das…?, antwortete er verzweifelt, ?Ich wünschte fast wir hätten nie zusammengefunden…?

?Das wäre wohl das beste. Denn was macht es für einen Unterschied? Ich könnte in Japan sein oder tot, wir hätten keine Zukunft…?

?Weil du lebst und atmest, weil du mich dazu bringst an mich zu glauben wenn niemand helfen kann?, flüsterte er leise, strich mir übers Haar. ?Weil du lebst ist da ein Grund warum ich weitermachen kann wenn ich diesen Kampf verliere!?

?Ich liebe Dich, Draco Malfoy?, war das einzige, was mir dazu noch einfiel. Dann lagen wir uns nur in den Armen, ich weinte stumm. In der Gewissheit, dass ich ihn in wenigen Stunden für immer verlassen würde.

?Ich glaube du solltest dich waschen und umziehen, bevor du zu Dumbledore gehst?, meinte Draco, als die ersten Sonnenstrahlen zwischen den Vorhängen hindurch schienen. Er sah auf seine Uhr. ?Es ist schon fast zehn.?

?Ich will nicht gehen?, antwortete ich. Das war die Wahrheit. Ich wollte nirgendwohin. ?Ich will bei dir bleiben.?

Draco stand auf und nahm meine Hand, zog mich auf die Beine.

?Wie gehen ins Vertrauensschülerbad und während du dich wäscht hole ich saubere Klamotten, okay??, er lächelte, doch er konnte nicht verbergen was er wirklich fühlte… Er wollte ebenso wenig, dass ich ging.

Also schlichen wir durch die Korridore zum Vertrauensschülerbad, in der Hoffnung dass uns niemand sah. Draco hatte seinen Festumhang wieder angezogen, doch der war ganz zerknittert und hatte auch einige Blutflecken. Wir sahen aus wie nach einer Schlacht, die Haare zersaust und total übernächtigt. Zum Glück lief uns niemand über den Weg, im fünften Stock konnten wir gerade so vor Peeves in das Bad flüchten.

Draco schloss leise die Tür hinter uns, dann ging er zum Becken und drehte einige Wasserhähne auf. Ich streifte die Träger des Kleides von den Schultern und versuchte, den Reißverschluss zu öffnen.

?Soll ich dir helfen??, fragte Draco schüchtern, als er meinen ungelenken Versuch bemerkte.

?Ähm, ja gerne?, ich war froh, dass ich mit dem Rücken zu ihm stand und er meine roten Wangen nicht sah. Ein Schauer lief meinen Rücken hinunter, als er den Verschluss öffnete. Ich hielt das Kleid fest, damit es nicht runterfiel… Doch als er einige Schritte zurückgetreten war, überkam es mich. Ich ließ das Kleid fallen und stand in Unterwäsche vor ihm. Langsam drehte ich mich um und sah in seine Augen.

Er schaute mich überrascht an, musterte mich kurz. Lächelte mich an.

?Du bist wunderschön!?, sagte er nur. Kam er zu mir, küsste meine Wange, wobei er eine Hand vorsichtig in meine Taille legte, und dann ging er.

Ein bisschen verwirrt, aber auch mit einem Glücksgefühl in der Brust, zog ich auch die Unterwäsche aus und ließ mich vom Beckenrand ins heiße Wasser gleiten. Tat das gut!

?Tut mir leid für Dich! Aber ich hätte mich ja bei nem Verführungsversuch nicht so plump angestellt?, plapperte die Nixe auf dem Bild plötzlich. Ich bewarf sie mit Schaum, so dass sie schimpfend im Meer ihres Gemäldes abtauchte.

?Wenn ich ihn wirklich verführen wollte, hätte das anders ausgesehen…?, murmelte ich eine Antwort in den Schaum.

Wollte ich das denn? Ihn verführen? Mit ihm schlafen?

Nein, wollte ich nicht. Ich hatte es gewollt, ja irgendwie. Als ich noch nicht wusste, dass er ein Todesser war. Jetzt wollte ich nur aus diesem Alptraum aufwachen und mich noch mal neu in ihn verlieben können. Ohne diesen verdammten Krieg, der uns trennen würde. Ich schloss die Augen und tauchte unter. Ich wollte die Erlebnisse der letzten Nacht ganz abwaschen. Die Tränen, das Blut.

Als ich wieder auftauchte saß Draco am Beckenrand, die Beine im Wasser baumelnd. Die schwarze Hose klebte nass an seinen Waden. Ich hingegen trug nichts außer das Amulett meiner Großmutter und die Kette mit seinem Ring. Zum Glück war genug Schaum auf dem Wasser…

?Ich habe Frühstück mitgebracht. Diese Hauselfe war so freundlich…?, sagte er leise. Der Ausdruck von Schmerz uns Trauer hatte sich fast in sein Gesicht gegraben. Als er auf die Uhr sah wusste ich, dass er nur wissen wollte wie viele Stunden uns blieben.

?Deine Hose ist ganz nass?, stellte ich nur fest. Ich sollte einfach gar nichts sagen… Doch Draco grinste.

?Ach ehrlich? Vielleicht sollte ich sie ausziehen…?, meinte er schelmisch.

?ääähm, oder ich komme aus dem Wasser, dann kannst du sie trocken zaubern…?, wich ich aus. Das ging mir etwas zu weit… Doch Draco stieß sich einfach vom Becken ab und tauchte ins Wasser. Ich sah ihn als Schatten auf mich zu schwimmen, ein Stück vor mir tauchte er wieder auf.

In der Hand hatte er ein vor Nässe triefendes Handtuch, dass er mir liebevoll um die Schultern wickelte, darauf bedacht mich nicht dort zu berühren, wo es nicht angebracht war. Dann hob er mich hoch und trug mich auf den Armen an den Rand, auf den er mich mit Schwung setzte.

So auf ihn herabzublicken, wie er da nass wie ein Pudel vor mir stand… Mit den grauen Augen und den hellblonden, nassen Haaren… Und einem Oberkörper, der von diszipliniertem Training zeugt… Ich schwang meine Beine elegant aus dem Becken, hielt das Handtuch fest und stand auf. Auf einer der Rattanliegen lagen meine Lieblingsjeans und ein warmer Pullover sowie ein Wäschebeutel. Ich musste lächelnd, Padma hatte ihm meine Unterwäsche wohl nicht einfach so in die Hand drücken wollen…

Ich hörte, wie er aus dem Wasser stieg und zu mir kam. Er legte die Hände auf meine Schultern und kam näher, bis sein Mund neben meinem Ohr war.

?Ich warte draußen auf dich, lass dir Zeit?, flüsterte er, küsste mich auf die Wange und ging raus. Er hatte keine Anstalten gemacht, irgendetwas zu versuchen… Trotz allem war er einfach darauf bedacht, sich anständig und normal zu verhalten.

Ich nahm ein frisches, trockenes Handtuch aus dem Regal und trocknete mich ab. Dann beeilte ich mich mit dem Anziehen, kämmte mein Haar und trocknete es mit meinem Zauberstab.

Als ich das Bad verließ, wartete Draco im Korridor und hielt mit ein Toast mit Kiwimarmelade entgegen. Schweigend und essend gingen wir nebeneinander her. Ziellos schlenderten wir umher, einfach nur um niemandem zu begegnen und nicht ankommen zu müssen. Jede Minute, die wir miteinander verbrachten war eine Minute, die mich weiter von hier fortbrachte, irgendwie.

Schließlich standen wir vor dem Wasserspeier, hinter dem sich die Treppe zu Dumbledores Büro verbarg.

?Du muss jetzt gehen?, sagte Draco, ?Zu Dumbledore, meine ich.?

?Ja, das muss ich…?, antwortete ich traurig. Ich wollte nicht!

?Aber wenn du einen Grund findest zu bleiben… Ich werde tun was immer notwendig ist, um das Blatt zu wenden. Ich weiß was der Einsatz ist… Ich weiß, dass ich dich im Stich gelassen habe. Und wenn du mir eine Chance gibst… glaub mir ich kann mich ändern! Ich halte uns zusammen, was auch immer es kostet…?, flüsterte er und streichelte über meine Wange.

?Ich kann nicht bleiben, das weißt du?

?Ich weiß, du verdienst etwas viel besseres. Erinnere dich immer daran, wie es war als ich dir gestanden habe was ich fühle. Und dass ich verloren wäre ohne dich und mich nicht finden würde. Lass uns aneinander festhalten, trotz allem. Lass uns von vorn anfangen!? Er sah mir in die Augen.

?Irgendwann können wir das vielleicht?, flüsterte ich nur und wandte mich von ihm ab. ?Der Professor erwartet mich?, sagte ich zu dem Wasserspeier.

Die Wendeltreppe erschien und ohne zurückzublicken stieg ich die Stufen empor. Ich hoffte inständig, Draco vor meiner Abreise nicht mehr zu sehen. Das würde ein zu großes Loch in mein Herz reißen. Und für ihn wäre es vermutlich noch schwerer.       Oben angekommen klopfte ich zaghaft, Dumbledore bat mich sofort herein. Ich war einige male hier gewesen, in seinem Büro. Hatte vor seinem Schreibtisch gesessen, hatte all den kleinen rauchenden, wirbelnden, zauberhaften Gegenständen zugeschaut, die Portraits der vergangenen Schulleiter betrachtet…

?Guten Morgen, Miss Edoki. Und ein Frohes Neues Jahr!?, begrüßte mich der alte Zauberer, er saß hinter seinem Schreibtisch, ?Setzen Sie sich doch!?

?Ähm… Ihnen auch ein Frohes Neues Jahr!?, antwortete ich schüchtern und nahm auf einem der Stühle platz. Irgendwie fühlte ich mich unwohl…

?Schade, dass Sie die kleine Feier gestern so früh verlassen haben. Aber sie hatten sicher wichtiges zu klären…?, meinte Dumbledore freundlich. Er wusste genau, wo ich gewesen war. Sollte ich ihm von Dracos Geheimnis erzählen?

?Ja…?, ich sah zu Boden, ?Ich glaube ich sollte Ihnen…?

?…etwas erzählen? Ja, das denke ich auch?, meinte er nun ernst, ?Nämlich wie es Ihnen gestern gefallen hat! Vergessen Sie nicht, ich bin der Schulleiter und über alles andere bestens informiert.? Also wusste er es…

?Es hat mir wirklich sehr gut gefallen! Eigentlich möchte ich Hogwarts gar nicht mehr verlassen?, ich dachte an Dracos Worte… Aber wenn du einen Grund findest zu bleiben… Natürlich hatte ich einen Grund!



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