Herr Vakilando hat mich auf ein Blog über Bonsai-Bäume aufmerksam gemacht, das ich euch nicht vorenthalten will. Ich habe ja zu Bonsai-Bäumen eine ganz spezielle Beziehung..

Ich glaube ich war etwa 12 oder 13 als ich von meinen Eltern einen wirklich schönen Bonsai geschenkt gekriegt habe. Es handelte sich um eine Ulme (leider weiß ich nicht, was für eine..) in einer hübschen, petrolblauen Schale. Der auf dem Bild auf der Bonsai-Seite nicht unähnlich. Ein richtig schöner Baum.
Ich weiß noch, ich habe den Bonsai in den Sommerferien gekriegt und er stand die meiste Zeit auf meiner Fensterbank. Drinnen. Böser Fehler…

Im Herbst hat er leider die Blätter nicht verloren und auch so sah das Bäumchen nicht froh aus. Habe ihn dann im nächsten Frühjahr nach draußen gestellt. Da hat er sich schön weiterentwickelt. Und dann war der Sommer vorbei, es kam der Frost und in dem Bonsai war kein Leben mehr… Ich war wirklich traurig, aber ich glaube ich war mit der Pflege einfach überfordert.

Ich hatte zwar ein Buch über Bonsais, allerdings so gesehen keine Ahnung. Ich glaube hätte ich damals “Bonsai als Hobby” gefunden, wäre ich ganz anders an die Sache rangegangen.

Denn gleich nach ein paar Klicks bin ich bei einem Beitrag darüber gelandet, dass man Bonsai-Bäume doch bitte bitte nicht das ganze Jahr im Zimmer halten soll. Auch die sog. “Zimmer-Bonsais” sollten eigentlich im Sommer draußen stehen.
Das wirft meine Gedanken, es nochmal mit einem Minibaum zu versuchen zwar in weite Ferne (ich habe ja weder Balkon noch Terrasse), aber für´s nächste mal bin ich definitiv schlauer.

Bonsais sind wirklich keine Pflanzen, die man einfach so dekorativ hinstellen kann. Sie brauchen wirklich viel Pflege.
Grade wenn die Bäume austreiben hat man helle Triebe mit recht großen Blättern und ich musste anfangs gar nicht, wie ich da schneiden soll. Und kann. Und darf. Das Schneiden ist essentiell für die Gestaltung eines Bonsais – aber man kann den Baum damit auch ziemlich verhunzen.
Wenn ich was abgeschnitten habe, dann meist mit einer normalen Schere, und auch nie Äste, nur an den Trieben.

Wenn man niemanden hat, der einem Hilft oder nicht weiß, wo man die richtigen Informationen herkriegt, sollte man sich das mit der Bonsai-Anschaffung noch mal überlegen.
Bonsais sind keine Bäume, die man einfach hinstellt und alle paar Tage gießt. Damit was daraus wird, muss man sich schon wirklich mit der Materie auseinandersetzen und vor allem eine Idee davon haben, wie der Baum mal aussehen soll.

Für einen echten Bonsaifan ist – glaube ich – die Möglichkeit den Baum zu Gestalten und zu verändern der richtige Spaß mit den Bäumchen.

Sollte sich jemand mal ein paar schöne Bonsais anschauen wollen, findet ihr auf der Seite natürlich auch Hinweise auf Ausstellungen und Ausflugsziele. Für Laien ist es vielleicht für den Anfang einfach schöner, sich die Bäume anzusehen und so eine Vorstellung von der Pflege und dem Aufwand zu kriegen, die ein Bonsai benötigt.

(Ja, gut… okay… es gibt auch ein Amazongutschein-Gewinnspiel. Aber ich hätte den Beitrag auch so geschrieben. Ich finde Bonsais ganz toll, auch wenn es mit der Ulme und mit nicht funktioniert hat)


1 Kommentar zu “Tipps und Tricks für die Pflege von Bonsais”

  1. Die Sieger des Gewinnspieles! said:

    [...] alles-ueber.com schreibt Ronja Hollstein einen sehr ausführlichen Artikel über die Bonsaikultivierung und Pflege. Sehr schön [...]

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