Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!
?Ich weiß. Und ich habe so gehofft, dass du zurück kommst und mir zuhörst… Auch wenn das der Moment ist, vor dem ich im Bezug auf uns die meiste Angst hatte und habe?, sagte er, ohne aufzusehen. Mir fiel auf, dass er ein Stück schwarzen Stoff um seinen Unterarm gewickelt hatte, so dass man das Mal nicht sah. Es schimmerte nass. In einer Ecke des Raumes erspähte ich einen dunklen Stoffhaufen ? vermutlich der Rest seines Hemdes, denn er hatte es nicht wieder angezogen. Nur eine dünne Decke hatte er sich um die Schultern gelegt.
?Ich werde dir zuhören. Und ich werde dich nicht verurteilen und nichts sagen, bis du fertig bist. Ich habe dir vor einigen Monaten gesagt, ich bin für dich da. Das hat sich nicht geändert!?, ich versuchte zu lächeln.
Draco lächelte dankbar, auch wenn es ein wirklich schmerzvolles, trauriges Lächeln war. Er spielte nervös mit einem langen Ende des Stofffetzens an seinem Arm.
?Du weiß ja sicher, was im Sommer geschehen ist… Mein Vater?, er schluckte, sah sich hilflos um, ?Er sollte etwas für Du-weißt-schon-wen stehlen, doch das ganze ging furchtbar schief. ER gab meinem Vater die Schuld… Und wie du mal richtig vermutet hattest… Meine Mutter und ich sollen es ausbaden. Besser gesagt, nur ich.?
Draco schloss die Augen und presste die Hände vors Gesicht, als wolle er eine Erinnerung verdrängen. Dann atmete er tief durch und fuhr fort.
?Ich habe eine Aufgabe, und wenn ich ebenfalls versage, wird er mich und meine Eltern töten. Auch wenn ich sie nicht angenommen hätte, dann… Die Verletzungen sind eine kleine Erinnerung daran…? Er biss sich auf die Unterlippe. ?Du siehst, ich hatte eine Wahl, aber keine gute..?
Ich setzte an etwas zu sagen, doch Draco schüttelte den Kopf.
?Ich kann dir nicht sagen was es ist. Allein das Wissen, dass du jetzt hast reicht Du-weißt-schon-wem als Grund, dich zu töten. Es wäre mir egal, wenn es nur um mich ginge… aber du wärst einfach in zu großer Gefahr, wenn bekannt würde, dass ich etwas für dich empfinde. Du weißt jetzt schon viel zu viel….? Seine Hände krallten sich regelrecht in die Armlehnen des Sessels. Dann sah er mich erwartungsvoll an, immer noch mit Tränen in den Augen.
Er war nichts als ein Spielzeug in diesem Krieg, eine Laune. Was immer ihm alles angetan wurde ? seine Wunden von Weihnachten sprachen für sich ? psychisch und physisch, hatte ihn zerbrochen. Er würde Narben aus einem Krieg davon tragen, bei dem niemand ihn wirklich gefragt hatte, auf welcher Seite er stehen wollte und ob er überhaupt auf irgendeiner Seite stehen und kämpfen wollte.
?Was soll ich darauf antworten??, fragte ich resigniert, ?Was willst du von mir hören?? Ich schüttelte den Kopf und sah auf meine Füße. Sie waren wunderbar warm im Wasserbad. Doch das war auch das einzig angenehme in dieser Situation.
?Um ehrlich zu sein.. Ich dachte, ich hoffe du verstehst mich. Aber das ist nicht so. Du bist anders als ich?, antwortete er schulterzuckend. Dabei lösten sich einige Tränen aus seinen Wimpern. Mir wurde nur langsam klar, dass er in gewisser Weise das Leben seiner ganzen Familie auf den Schultern trug. Doch wie hätte ich gehandelt? Ich wäre vermutlich eher gestorben, als etwas für den Dunklen Lord zu tun..
Als Draco die Arme vor seiner Brust verschränkte, vermutlich weil ihm kalt war, entdeckte ich einen dunkelrot schimmernden Fleck auf der linken Armlehne. Er wollte nicht das Dunkle Mal mit den Stofffetzen verbergen, das war ein Verband!
?Du… du blutest ja!?, platze ich heraus ohne groß nachzudenken.
?Ich hasse es… aber es geht nicht weg, es lässt sich nicht zerkratzen, nicht zerschneiden. Die Haut dort kann man nicht verletzen…?, murmelte er und starrte angeekelt auf seinen Unterarm.
?Was hast du getan?? Als ob ich das nicht wusste… Hoffentlich hatte er sich nicht zu schwer verletzt! ?Layla, bitte bring mir irgendwas Wundheilendes aus der Krankenstation! Aber lass dich nicht erwischen!?, flüsterte ich heiser. Die würde mich schon hören…
Ich stand auf, stolperte fast über die Fußwanne und eilte zu Draco. Ich kniete mich vor den Sessel und griff nach seinem Arm. Er machte keine Anstalten, zu widersprechen als ich versuchte die Knoten in dem dürftigen Verband zu lösen. Es ging nicht, der Stoff war vom Blut durchtränkt und die Knoten hatten sich festgezogen. Suchen sah ich mich um.
Mein Blick blieb auf dem Stoffhaufen in der Ecke hängen. Daneben lag ein Messer… Ich wollte gar nicht drüber nachdenken, was er damit getan hatte. Ich holte es und schnitt den Verband auf. Währenddessen kam Layla, stellte einige Flaschen neben mir ab und verschwand wieder, ohne Fragen zu stellen.
?Was genau hast du dir dabei eigentlich gedacht??, fragte ich entsetzt, als ich die Schnitte auf Dracos unterarm sah. Der Stofffetzen, den er als Verband benutzt hatte, war blutdurchtränkt, einige Wunden hatten bereits begonnen, sich zu entzünden, Stofffasern hatten sich festgesetzt. Nur die Haut um das Dunkle Mal war unversehrt.
?Ich weiß auch nicht. Ich dachte wenn ich es loswerden kann….?
?…kannst du auch deine Probleme loswerden??, beendete ich seinen Satz skeptisch. Ich hatte begonnen, die Schnitte mit einem Wolberts Wundreiniger getränkten Stück Seide von meinem Kleid abzutupfen. Draco verzog das Gesicht, das Zeug musste brennen wie Feuer.
?Du musst das nicht machen?, meinte er schließlich kleinlaut, ?Ich komme schon klar.?
?Ich weiß. Aber zu Madam Pomfrey wirst du wohl kaum gehen, oder??, fragte ich skeptisch. ?Ich kenn mich ein bisschen mit Heilzeug aus, von meiner Mutter her. In ein paar Tagen sieht merkst du da nicht mehr viel von!?
?Danke, Kaida?, Draco seufzte, ?Es ist unglaublich, dass du nach allem was ich dir angetan habe jetzt auch noch hier sitzt und Wunden versorgst, an denen ich selbst Schuld trage.? Er lächelte mich liebevoll an. Sein Blick versetzte meinem Herzen einen Stich…
Als ich die verschiedenen Essenzen durchsah, entdeckte ich, dass Layla auch meinen Zauberstab mitgebracht hatte… so eine kluge kleine Elfe. Ich würde sie sehr vermissen… Ich murmelte Episkey und strich mit der Stabspitze über die Wunden. Zum Glück verschlossen sie sich!
?Ich weiß selbst nicht, was ich noch hier mache?, gab ich zu und stand auf. Zufrieden begutachtete ich meinen Heilerfolg. Dann sah ich mich im Raum der Wünsche um. In dem Raum, in dem alles angefangen hatte, in dem wir zwei so viele Stunden verbacht hatten… Auf einmal kam er mir kalt und unwirklich vor. Ich sah Draco an und fühlte… nichts.
Ich sah ihn da sitzen, mit furchtbaren Schnitten auf der Brust, gebrochen durch die Erlebnisse der letzten Monate, das Dunkle Mal auf dem Arm. Fast höhnisch grinste der Totenschädel mich an: Jetzt gehört er UNS.
Ich sah, wie ihm die hellblonden Haare ins Gesicht fielen, wie die grauen Augen mich ansahen, erwartungsvoll und doch unendlich traurig. Ich sah, wie er die Taschenuhr von mir in der Hand hielt und sich daran festklammerte, wie an einem Rettungsanker. Es roch nach dem Rauch der abgebrannten Kerzen und nach Blut. Ich sah an mir herunter, Blutflecken im teuren Seidenkleid, keine Schuhe mehr, Kleid zerrissen. Als ich meine Hände betrachtete, entdeckte ich einen blutenden Schnitt auf der Innenfläche meiner linken Hand. Ich hatte mich wohl verletzt, als ich den Verband zerschnitten habe…
Ich ging zurück zu dem Sessel und ließ mich fallen. Ich konnte den Blick nicht von meiner Hand wenden. Draco sagte etwas, doch ich verstand ihn nicht. Ich wollte weg von hier. Weit weg..
Wollte ich wirklich?
Nein. Doch es war so schlimm, kalt und düster… Dieser Krieg hatte noch gar nicht richtig begonnen und hatte beinahe alles zerstört, was mir am Herzen lag. Ich starrte weiter auf meine Hand. Blut tropfte auf mein Kleid. Doch dann schloss sich die Wunde. Draco stand bei mir, sah mich an, den Zauberstab in der Hand.
?Danke?, hauchte ich kraftlos. Was war nur passiert?
Dann brach ich in Tränen aus. Wie Sturzbäche rannen sie meine Wangen hinunter, tropften von Nase und Kinn, benetzten meine Lippen. Ich bebte.

Deiner auch?
^^ Unsere Geocaching-Statistik
AHHHH….!
Ich freu mich so auch die nächsten Kapitel 
Schreib schnell weiter ich halt es fast nicht mehr aus…!
Das wird ja immer und immer spannender
Ich freu mich sooo…. aber iwi traurig für Kaida und Draco :’(
Das ist sooo Sünde *1000 tränen vergieß*
Och menno ….
xD zur Erholung für so eine lange tolle wunderbare einzigartige geschichte der Welt:
*Schoko Kuchen geb*
Viel Spaß noch beim Schreiben x)
Liebe Grüße
Ahra