Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!
Es war etwas geschehen. Filch nahm einen Schrankkoffer entgegen und nachdem Snape einige Worte mit Dumbledore gewechselt hatte, schob er die andere Gestalt vor sich her, aus unserem Blickfeld. Dann drehte sich der Direktor zu uns um, sah uns an und kam dann herüber. Mit langsamen, fast bedächtigen Schritten durchquerte er die Große Halle. Wir sagten kein Wort. Es war still.
?Mr. Zabini, würden Sie ihr Spiel unterbrechen? Ich würde Sie gern auf ein Wort sprechen?, sagte er freundlich, als er unseren Tisch erreicht hatte.
?Ähm.. natürlich, Professor?, antwortete Blaise erstaunt, er war grade dabei Terry beim Schach zu schlagen. ?Tschüss dann, Leute. Bis Morgen!?
Er stand umständlich auf, zuckte mit den Schultern und folgte Dumbledore.
?Ob das mit dem geheimnisvollen Gast zu tun hat??, fragte Roger leise, als die beiden außer Hörweite waren.
?Na ja, es war Snape… er ist der Hauslehrer von Slytherin. Ist Blaise nicht Vertrauensschüler? Vielleicht war das eben irgendein Sly, bei dem zu Hause was passiert ist…?, überlegte Padma.
Meine Gedanken waren sofort bei Draco. Aber wenn bei den Malfoys was passiert war, dann hätte mich schon jemand informiert. Narzissa war immerhin früher mal eine Freundin meiner Mutter.
?Konnte denn jemand sehen, wer das war??, fragte Mandy neugierig und schaut zu Tür, als ob sie jetzt noch etwas erkennen könnte.
?Nein, Snapes Gast hatte ja die Kapuze auf…?, seufzte Lisa und lehnte sich an die Schulter ihres Freundes. Sie war wohl schon etwas genervt, da Mandy ihr in den letzten Tagen ziemlich hinterher hing.
?Das habe ich auch gesehen?, motze Mandy, ?Roger, kommst du mir in den Gemeinschaftsraum? Hier ist´s so kalt!? Sie stand auf und sah ihn herausfordernd an. Roger zurückte mit den Schultern, gucke etwas genervt, stand aber auf und folgte Mandy aus der Großen Halle.
?Also, eigentlich könnten wir genau so gut auch hoch gehen. Hier ist ja nichts mehr los. Ich glaube nicht, dass Blaise wiederkommt.?, meinte Padma resigniert. Also machten auch wir uns auf den Weg in den Gemeinschaftsraum. Ich ging neben Padma, Lisa und Terry liefen kuschelnd hinter und her und waren irgendwann verschwunden.
?Zum Glück kommt Anthony morgen wieder…?, meine Padma nur, als sie das Fehlen der beiden bemerkte. ?Oh, ´tschuldige, ich hatte es vergessen…?, fügte sie schnell hinzu, als sie meinen traurigen Blick bemerkte. Alle hatten mal wieder jemanden, nur ich nicht. Ab morgen war ich wohl wieder die einzige ohne Anhang…
Der Gemeinschaftsraum war wie immer total ausgestorben. Weiß der Geier wohin sich Mandy und Roger verzogen hatten. Padma und ich gingen schlafen.
?Kaida, du solltest GANZ dringend mal in die Große Halle gehen?, hörte ich eine Stimme an meinem Bett. Ich wollte doch ausschlafen!
?W-was? Wohin??, verschlafen rieb ich mir die Augen. Verdammt, war das hell hier!
?Kaida, du errätst nie, wer unten bei Blaise am Frühstückstisch sitzt?, rief Padma, immer noch überzeugt ich würde schlafen.
?Schrei nicht so… Ich bin nicht taub. Und ich möchte nicht raten, wer da unten am Frühstückstisch sitzt!?, nölte ich und drehte mich um. Grade als ich die Decke über den Kopf ziehen wollte, sagte sie das einzige, was mich vom einschlafen abhalten konnte.
?Draco ist wieder da!?
Ich war hellwach.
?Wieso? Was macht Draco hier? Wann ist er gekommen??, fragte ich hastig. Ich wollte es nicht glauben. Er war doch bei seiner Mutter!
?Gestern Abend, erinnerst du dich nicht? Ich weiß nicht warum. Anthony kommt erst später, durchs Flohnetzwerk nach Hogsmeade?, antwortete Padma, sie hielt mir mein Waschzeug entgegen, ?Möchtest sicher frühstücken gehen….?
Selten war ich so schnell gewaschen und angezogen. Mit Kuschel in der Tasche stürmte ich die Treppe hinunter, wäre fast gestolpert. In der Eingangshalle hielt ich einige Momente inne, um wieder zu Atem zu kommen. Ich strich meine Haare glatt, zupfte nervös an meinem Pullover herum. Was sollte ich sagen? Konnte ich überhaupt etwas zu ihm sagen? Ich atmete tief durch. Hoffentlich war er überhaupt noch da!
Äußerlich ruhig, aber innerlich total angespannt betrat ich die Große Halle. Meine Augen suchten den Tisch ab. Dracos Blondschopf musste doch auffallen! Doch ich sah ihn nicht. Ich ging weiter, vielleicht hatte ich mich ja geirrt! Doch er war nicht da. Enttäuscht ließ ich die Schultern hängen. Sollte Padma mich etwa reingelegt haben?
?Guten Morgen Kaida?, sagte jemand im Vorbeigehen. Im Augenwinkel sah ich etwas Blondes. Draco!
Er ging an mir vorbei, zum Tisch. Snape folgte ihm. Der Professor nickte mir kurz zu, als er an mir vorüber ging. Am Tisch nahm Draco neben Blaise platz, Snape ihm gegenüber. So sehr ich mich freute, ihn wiederzusehen, so sehr erschreckte mich sein Anblick. Er sah schlecht aus, als hätte er Tage nicht geschlafen. Sein Haar war zerwühlt und seine Augen waren gerötet. Er hatte eine verheilende Schramme auf der Stirn. Was war nur geschehen? Warum war er schon wieder zurück?
Verwundert setzte ich mich zu Lisa und Terry. Sie saßen ? anders als die letzten Tage ? recht weit weg von Blaise. Roger war bei ihnen und las grade den Tagespropheten. Mandy war nicht da.
?Sieht aus, als würde der Prinz seine Prinzessin vor ihrer Reise noch mal sehen wollen?, murmelte Roger leise beim lesen.
?Eifersüchtig??, fragte ich ebenso leise zurück. Blödmann…
Die restliche Zeit schwiegen wir uns an. Das Liebespärchen neben uns turtelte unverblümt, doch sonst war es recht still. Nur Kuschel quiekte freudig, als ich ihn auf den Tisch setzte und fütterte. Ab und zu meinte ich, dass Draco zu uns rübersehen würde, doch immer wenn ich den Kopf drehte unterhielt er sich mit Blaise oder sah woanders hin. Aber gut, spätestens heute Abend bei der Gala würde er seine Augen nicht von mir wenden können… hoffte ich wenigstens. Vielleicht hatten wir sogar die Gelegenheit, ungestört zu reden.
Den ganzen Vormittag war ich total aufgedreht und hibbelig. Ich freute mich so auf den Abend! Aber bei dem Gedanken, diese Schule morgen vielleicht für immer zu verlassen wurde mir schlecht. Beim Mittagessen kriegte ich keinen Bissen herunter, also ging ich, noch bevor Blaise und Draco auftauchten.

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