Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!
Firenze überlegte einen kurzen Moment, doch dann sah er auf die Flasche in seiner Hand. ?Na gut, weil Weihnachten ist. Wenn ich es erst mal in Dumbledores Büro geschafft habe, komme ich so bald eh nicht mehr runter…?, meinte er schulterzuckend und scharrte mit einem Huf über den Boden, ?Aber stellt keinen Unfug an!? Dann trabte er in die Eingangshalle und stolperte die Treppen hoch.
?Das scheint echt nicht einfach zu sein…?, meinte Roger und schaute dem Zentauren verwundert hinterher.
?Du würdest mit vier Beinen auch stolpern!?, sagte Mandy grinsend.
?Geht ihr schon mal vor! Mir ist da grad was eingefallen!?, platzte Blaise plötzlich heraus, wirbelte herum und rannte auch zurück.
Wir machten es uns in dem Raum von Firenze gemütlich. In einer Ecke lag ein Stapel Kissen, die wir auf dem Gras ausbreiteten. Zum Glück hatte Dumbledore den Raum nicht nur wie eine Waldlichtung eingerichtet, der Wald richtete sich auch nach den Jahreszeiten. Die Bäume waren Blattlos und die Tannen verbreiteten einen Weihnachtlichen Duft. Nur das weiche Gras blieb, aber wie sollte man es sich auch sonst auf dem Boden gemütlich machen?
Nach einer Weile kam Blaise mit seiner Büchertasche wieder.
?Willst du uns ne Geschichte vorlesen??, spottete Roger. Doch Blaise schüttelte den Kopf. Mit einem verschmitzten Grinsen zog er eine Flasche Wein, einige Flaschen Butterbier und diversen Süßkram heraus. ?Bedient euch!?
?Das ist wirklich nett, Blaise, Danke!?, sagte Padma und griff nach der Weinflasche.
?Aber lasst das bloß nicht die anderen Slytherins wissen!?, antwortete dieser. Und er meinte das tatsächlich ernst. Ich weiß ich wiederhole mich, aber die Slytherins haben einen an der Waffel…
?Keine Angst, wir verraten niemandem, dass du in Wirklichkeit recht nett bist und deine geheimen Vorräte mit Schlammblütern teilst?, Roger verdrehte die Augen.
?Es ist schließlich Weihnachten?, Blaise zuckte mit den Schultern und nahm sich eine Flasche Butterbier.
Ich wusste wirklich nicht, was ich von ihm halten sollte. Er war wirklich nett und zuvorkommend wenn er bei uns war, konnte aber ein echt gemeiner Mistkerl sein wenn er unter Slytherins war. Was er mit Pansy gemacht hatte, war so unfair… Dazu kam, dass er es nicht lassen konnte, die Liebe seines Freundes anzugraben! Elender Opportunist! Blaise hat einfach nichts als seinen Vorteil im Kopf…
Aber Dank Blaise saßen wir an diesem Weihnachtsabend lange in einem magischen Zimmerwald, tranken, aßen und waren einfach nur Freunde. Erst als Firenze um halb eins wiederkam und uns herauswarf gingen wir in die Gemeinschaftsräume. Blaise allein in die Kerker und wir in den Turm. Im Schlafsaal wartete Kuschel schon darauf, endlich an mich gekuschelt einschlafen zu können. Auch ohne meine Familie und den Jungen, dem mein Herz gehörte, war es ein schöner Abend, ein schöner Weihnachtstag. Was wollte man mehr?
Am nächsten Tag ging ich wie verabredet mit Roger spazieren. Was gab es in den Ferien sonst in Hogwarts zu tun? Zum lernen war die Zeit wirklich zu schade, Hausaufgaben musste ich auch nicht mehr machen. Also suchte ich meine wärmsten Winterklamotten und ging mit Roger runter zum See.
Der Schnee hatte die Landschaft in ein Wintermärchenland verwandelt, die Bäume bogen sich unter seiner Last, Eiszapfen hingen von den Zweigen.
?Es freut mich, dass du mitgekommen bist, Kaida?, sagte Roger zögerlich, wir schauten beide aufs Wasser hinaus.
?Ja klar. Es ist nicht alles optimal gelaufen, aber ich bin nach wie vor gern mit dir zusammen. Also, freundschaftlich!?, antwortete ich. Ich fühlte mich nicht wohl, aber da musste ich durch. Roger sah mich an.
?Ich habe dich für etwas gehalten, das du nicht warst. Im Endeffekt hatte ich ja sogar mit der Vermutung mit dir und Malfoy Recht?, meinte er resigniert, ?Ich fand und ich finde dich unheimlich toll. Du bist zwar nicht immer ehrlich, aber du bist lieb und gibst dir Mühe, es allen Recht zu machen. Es war schön, mit dir befreundet zu sein.?
?Wieso war??, fragte ich unsicher. Ich fummelte an den Fransen meines Schals herum.
?Du gehst nach Japan, und ich denke nicht, dass wir den Kontakt erhalten können. Aber es reicht mir auch, zu Weihnachten und zum Geburtstag eine Karte zu kriegen…?, Roger seufzte und fuhr sich mit der Hand durchs Haar.
Der See war am Rand zugefroren, nur in der Mitte, dort wo der Riesenkrake seine Bahnen zog, war statt weißem Eis schwarzes Wasser. Wie ein schwarzes Loch sog es das Licht ein…
?Du weißt, dass ich nicht freiwillig gehe. Und ich werde mein Bestes versuchen, um euch so oft es geht zu schreiben!?, versprach ich, vielleicht etwas zu energisch.
?Du weißt doch selbst, dass es schwer genug wird, Padma und Lisa regelmäßig zu schreiben. Dann vielleicht noch Draco…?
?Draco und ich haben nichts mehr miteinander zu tun!?, protestierte ich.
?Zwischen euch ist mehr. Und damit meine ich auch mehr als zwischen normalen Pärchen. Ich denke nicht, dass ihr euch wirklich aus den Augen verlieren werdet…?, meinte Roger und lächelte, doch seine Augen waren traurig. Er wich meinem Blick aus.
?Meinst du??, ich war verunsichert. Warum sollte er sehen, was ich nicht sah?
?Vertrau mir. Wenn jemand zusammengehört, dann ihr!?, bekräftige er seine Meinung. Dann nahm er mich in den Arm, hielt mich fest. ?Versprich mir, dass du uns hier nicht vergisst. Mich und die anderen…?, flüsterte er mit gebrochener Stimme.
Die ganze Zeit war mir nie SO bewusste gewesen, dass ich gehen würde. Ich konnte mir die Tränen nicht mehr verkneifen. Heiß rannen sie über meine Wangen, kalt war der Winterwind. Irgendwie erschien mir das alles so.. sinnlos. Warum sollte ich denn hier weg? Was sollte ich zur Hölle noch mal in JAPAN? Das war am anderen Ende der Welt. Die letzten Wochen hier waren nicht einfach gewesen, aber hier war alles was ich kannte, alles was ich wollte… alles was ich liebte.
Den Arm um mich gelegt ging Roger mit mir am Ufer des Sees entlang. Es würde schwer werden, das alles hier zurückzulassen. Nur, um einem Krieg zu entfliehen dem man eigentlich nicht entkommen konnte. Einem Krieg, der die Welt spaltete und der mich von ihm trennte… Einem sinnlosen Krieg, denn niemand ist besser oder schlechter durch seine Herkunft! Wer weiß, vielleicht würde das ja alles in einigen Jahren vorbei sein, und wir konnten zurück nach England. Er hatte ja in dem Brief geschrieben, er würde auf mich warten…
Ich verbrachte die nächsten Tage auch mit warten. Natürlich verbrachte ich viel Zeit mit meinen Freunden. Ich nahm mir für jeden einige Stunden allein, einfach um noch mal ungestört zu reden. Ich sprach Mandy auf Michael und Roger an, doch sie wich aus. Man konnte ihr ansehen, dass das ganze sie verwirrte. Lisa, die sich die ganze Zeit zurückgehalten hatte, brach in Tränen aus, als wir zusammen in der Bibliothek saßen und redeten. Es war schlimm… ne näher die Silvestergala rückte, auf die sich alle so freuten, ne näher rückte auch der Abschied.
Am Abend vor Silvester saßen wir zusammen an der Tafel und aßen schweigend. Morgen würden Anthony und einige andere Schüler für die Gala zurückkommen. Dumbledore erzählte Blaise grade eine sehr erheiternde Geschichte über einen Kniesel irgendeiner Bekannten, als Snape mit wehendem Umhang in die Große Halle gestürmt kam. Er sah besorgt aus, alle schauten ihm fragend hinterher. Mit finsterer Mine beugte er sich zum Direktor herunter und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Dumbledores Lächeln erstarb. Er stand auf und verließ die Halle, Snape folgte ihm.
Kaum waren sie zur Tür hinaus, brach ein Tuscheln und Munkeln aus.
?Was ist passiert??
?Hast du verstanden, was Snape gesagt hat, Blaise??
?Nein, hoffentlich nichts schlimmes…?
?Vielleicht wird Dumbledore im Kampf gegen ihr wisst schon wen gebraucht. Ich habe gehört…?
Aber als Dumbledore zurück kam, war er wieder gut gelaunt und tat, als ob Snape nie hier gewesen wäre. Dieser ließ sich jedoch den ganzen Abend nicht mehr blicken. Aus gemeinschaftlichen Gründen saßen wir mit Blaise noch den ganzen Abend in der Großen Halle, spielten Schach und Koboldstein und unterhielten uns. Es war unser letzter Abend so zusammen. Morgen würden dann noch Anthony und Morag zu uns stoßen, dann waren wir wieder komplett. Nur dass Blaise vermutlich dann nicht mehr bei uns sein würde.
Um kurz vor zehn hörten wir ein Poltern aus der Eingangshalle. Jemand war hatte das Eingangsportal geöffnet, jemand anderes kam mit lauten Schritten die Treppe herunter. Neugierig unterbrachen wir Spiel und Gespräch und schauten durch die offen stehende Tür. Dumbledore stand am Treppenabsatz, Filch war auch dazugestoßen. Dumbledore sagte etwas, er begrüßte die Neuankömmlinge. Zwei Personen, beide in langen schwarzen Reiseumhängen an denen noch Schnee hing. Die größere von beiden streifte die Kapuze ab. Es war Snape. Also doch!

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