Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!
Erschöpft und durcheinander ließ ich mich auf einen Sessel am Kamin fallen und starrte in die Flammen. Kuschel saß auf meinem Schoß, ich kraulte ihn. Dann schlief ich ein. Ich musste lange geschlafen haben, denn erst als ich Hände auf meinen Schultern spürte, wurde ich wach. Es war Roger.
?Kaida, aufwachen! Das Festessen fängt gleich an!?, sagte er fast liebevoll und lächelte mich an, ?Du siehst aus wie ein Engel, wenn du schläfst!?
?Lass das nicht Mandy hören…?, murmelte ich, nahm Kuschel auf den Arm und stand auf. Ich hatte mir noch gar keine Gedanken gemacht, was ich anziehen sollte… Immer noch etwas durcheinander stieg ich die Treppe zu den Mädchenschlafsälen hoch. Padma kam mir entgegen.
?Ich wollte dich grade wecken! Ich war mal so frei, den dunkelroten Festumhang rauszulegen. Den grünen willst du ja sicher Silvester anziehen!?, sagte sie fröhlich. Sie trug schon einen türkiesfarbenen Sari mit Blütenmuster.
?Ja, danke, das ist lieb!?, antwortete ich hastig, ?Ich muss übrigens mit dir reden…!? Padma sah mich fragend an, folgte mir dann aber in den Schlafsaal.
?Lisa und Mandy sind übrigens schon unten, sie, Roger und Terry warten auf uns?, meinte Padma und zwinkerte mir zu. Ich konnte also ungestört mit ihr reden.
?Ich war eben mit Blaise im Slytherin Gemeinschaftsraum… Nein, es ist nichts zwischen uns. Er hat mir nur sagen wollen, dass Draco die Uhr gekriegt hat und mich vermisst…. und dass er ? Blaise ? ja ein viel besserer Freund für mich wäre?, erzählte ich ihr, während ich mir den Pullover über den Kopf zog. Kuschel hatte ich auf´s Bett gelegt, er würde nicht mitkommen.
?Bitte was? Das ist ja wohl die Höhe! Ich dachte er und Draco sind befreundet…!?, sagte Padma erstaunt. Sie legte meine abgelegten Klamotten zusammen und hielt mir den Festumhang hin.
Seufzend nahm ich ihn entgegen. Ich zog mich an, kämmte mir die Haare und tuschte mir die Wimpern. Es war ja niemand da, der mich nicht schon ungeschminkt gesehen hatte. Wozu also der Aufwand? Padma versuchte, mich etwas aufzumuntern. Sie zog die Kette meiner Großmutter aus meinem Ausschnitt und grinste mich an.
?Du solltest anfangen, das Teil offen zu tragen. Sieht ja keiner, wenn du es immer unter den Klamotten trägst!?, meinte sie neckisch und kniff mir in die Seite.
?Ey! …ja du hast Recht mit der Kette?, ich betrachtete das Schmuckstück, ?Aber lass uns gehen, sonst kommen wir zu spät!?
Die anderen warteten schon im Gemeinschaftsraum.
Das Festessen war gigantisch! Es gab Wildschweinbraten, Rehrücken, Truthahn, Ente, Gans, Lachs, Barsch, Rinderfilet und alles an Gemüse und Beilagen, was man sich wünschen konnte. Von irgendwo klangen leise Weihnachtslieder und die 12 riesigen Weihnachtsbäume erstrahlen in ganzer Pracht! Je drei waren in den Farben eines Hauses geschmückt, also gab es Slytherin-Bäume, Ravenclaw-Bäume, Gryffindor-Bäume und Hufflepuff-Weihnachtsbäume. Die Kerzen über den Tischen verströmten warmes Licht und eine gemütliche Atmosphäre. Und die berühmten Knallbonbons waren einfach genial. In meinen waren ein Schwarm Feldermäuse mit Weihnachtsmannmützen, ein Stoffrentier und ein Schneeflockenkristall aus Glas.
?Hey Kaida, hast du Lust morgen ne Runde mit mir um den See zu gehen? Ich brauche mal wieder etwas Bewegung…?, fragte Roger während er sich Plumpudding auf den Teller schaufelte.
?Also… Mir fällt nichts ein was dagegen sprechen würde…?, antwortete ich, aber nicht ohne skeptisch zu Mandy herüber zu sehen. Die unterhielt sich angeregt mit Blaise und nahm keine Notiz von Rogers Angebot. ?Ich komme gerne mit.?
?Das ist schön. Danke übrigens noch mal für das tolle Quidditchbuch!?, Roger lächelte mich an. War das zwischen ihm und Mandy nur vorrübergehende Sympathie?
?Keine Ursache, das Armband ist auch wunderschön!?, sagte ich und lächelte zurück, ?Ich werde es an Silvester tragen!? Das Armband würde sicher unheimlich gut zu meinem neuen Kleid passen… ich freute mich schon, es den anderen zu zeigen! Es würde sicher ein schöner Abend werden…
?Nun, Miss Edoki, wann genau werden Sie uns denn jetzt verlassen??, fragte mich plötzlich jemand. Es war Snape. Er saß mir schräg gegenüber.
?Hat sich das noch nicht herumgesprochen? Am ersten Januar, so gegen Mittag. Ich nehme an, Sie sind Silvester auch hier, Sir??, antwortete ich höflich.
Snape verzog sein Gesicht, ihm passte die Silvestergala wohl nicht…
?Ja, wie es aussieht gibt es kein Entrinnen…?, sinnierte er abwesend, doch dann fasste er sich, ?Aber natürlich!? Der verächtliche Unterton war nicht zu überhören.
?Severus, nun ziehen Sie doch nicht so eine Miene! Es wir schon genug Wein geben damit Sie sich die gute Laune antrinken können?, plapperte Slughorn freudestrahlend dazwischen und stieß Snape mit dem Ellenbogen an. Dieser verschüttete darauf sein Butterbier und starrte mit säuerlicher Miene auf einen Punkt an der gegenüberliegenden Wand.
?Snape und sich betrinken, dass will ich sehen!?, kicherte Lisa neben mir leise. Ein Blick des Professors ließ sie jedoch verstummen. Grade bevor dieser etwas sagen konnte, erhob sich Dumbledore und schlug kurz mit der Gabel an sein Glas.
?Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kollegen! Ich hoffe, dass Sie alle ihr Lieblingsgericht unter den vortrefflichen Speisen gefunden haben! Ich wünsche Ihnen noch einen schönen und frohen Weihnachtsabend. Das Kollegium ist herzlich zu einem Feuerwhiskey bei mir eingeladen und für die anwesende Schülerschaft gilt heute eine Sonderregelung. Da ihr euch alle so gut verstanden habt? ? sein Blick schweifte umher und blieb einen Augenblick auf Blaise und den Jungs hängen ? ?Dürft ihr euch heute bis ein Uhr außerhalb der Gemeinschaftsräume aufhalten. Genießt das Weihnachtsfest!?
Seine wenigen Worte wurden mit tosendem Applaus von den Schülern prämiert. Auch einige Lehrer, darunter Sprout, Slughorn und Flitwick, applaudierten mit einem Grinsen im Gesicht. Feuerwhiskey war anscheinende beliebt im Kollegium…
Nach und nach zerstreute sich unsere Gesellschaft. Die jüngeren Schüler verschwanden recht schnell in Richtung ihrer Gemeinschaftsräume, die Lehrer verabschiedeten sich Grüppchenweise und gingen hoch in den siebten Stock und schließlich waren nur noch wir sieben übrig.
?Also, was machen wir noch schönes??, fragte Terry in die Runde.
?Hmmm… ich hätte Lust dich zu küssen?, meinte Lisa schelmisch und setzte sich auf seinen Schoß. Terry grinste verlegen.
?Küssen hört sich sehr gut an, meldet sich jemand freiwillig??, sagte Blaise mit gespielter Begeisterung, ?Man, man, man… als ob hier nur Pärchen wären…?
?Wir könnten uns zusammen in die Bibliothek setzten. Oder in einen leeren Klassenraum… der von Firenze würde sich da anbieten. Hier ist es doch recht ungemütlich…?, meinte Mandy und guckte sich in der Großen Halle um. Es war wirklich leer geworden…
?Ja, das ist ne gute Idee. In Firenzes Klassenraum kann man auch Feuer machen, das ist sicher netter als hier!?, unterstützte sie Roger. Wer sonst?
Also machten wir uns auf den Weg in Firenzes Klasse. Zufälligerweise kam uns dieser auch noch mit einer Flasche Nesselwein entgegen.
?Was wollt ihr denn hier, Menschenkinder??, fragte er erstaunt. Er trug immer noch die Weihnachtsmütze, die McGonagall ihm in einer Wein-Laune beim Essen aufgeschwatzt hatte.
?Ähm.. wir würden es uns gern in Ihrem Klassenzimmer gemütlich machen. Nur, weil?s da so nett ist. Dürfen wir? Bitte??, fragte Padma mit ihrem süßesten Lächeln. Wie ihre Schwester stand sie insgeheim total auf den Lehrer für Wahrsagen.

Deiner auch?
^^ Unsere Geocaching-Statistik