Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!

Ich war erstaunt, dass selbst heute die Eulen Post brachten. Allerdings nur an Padma, Mandy und Blaise. Padma von Anthony, er schrieb ihr wirklich jeden Tag, Mandy allem Anschein nach von ihrer Schwester und Blaise… runzelte nur die Stirn und starrte auf den Briefumschlag. Er öffnete ihn und zog eine recht hässliche Weihnachtskarte heraus, auf der Vorderseite waren ein Kobold und ein Elf als Engelchen und Wichtel verkleidet abgebildet. Absurderweise war der Kobold das Engelchen… Mit skeptischer Miene überflog er den Inhalt der Karte, jedoch hielt er sie so, dass keiner sehen konnte vom wem sie war. Umständlich steckte er Karte und Umschlag dann in eine Tasche seines Umhangs. Er wollte nicht, dass jemand den Absender las.

?Naaa, wer schreibt dir da? Pansy??, fragte Mandy kichernd, ?Du musst das nicht vor uns verheimlichen.? Blaise verdrehte die Augen.

?Nicht jeder der mir schreibt muss Pansy heißen. Zudem geht es dich nichts an?, meinte er genervt. Dann stand er auf und ging. Sein halb gegessenes Toast ließ er einfach liegen.

?Wenn er nicht will, dass wir fragen, soll er nicht so geheimnisvoll tun?, sagte Mandy zickig. Sie lehnte sich zurück und schmollte. Roger pflichtete ihr bei und legte tröstend den Arm um ihre Schulter. Das war ja nicht mit anzusehen! Noch vor einer Woche hätte er nur gesagt, sie solle sich nicht so anstellen. Armer Michael, er würde bald wieder nach Hogwarts kommen und seine Freundin in den Armen eines anderen finden… Ich stand auch auf. In der Bibliothek würde ich meine Ruhe haben.

Als ich die Große Halle verließ wartete Blaise neben der Tür. Er lehnte an der Wand und hielt die Karte hoch, die er eben bekommen hatte.

?Draco sagt Danke. Das bedeutet ihm sehr viel?, sagte er leise mit ausdruckslosem Gesicht, ?Was auch immer er damit meint… Du wirst es schon wissen!? Dann stieß er sich mit den Händen von der Wand ab und ging mit wehendem Umhang in Richtung Kerkertreppe. Mein Herz machte einen Sprung.

Draco hatte die Uhr gekriegt! Merlin sei Dank… Und es war ihm wichtig, dass ich das wusste. Freudig hüpfte ich die Treppe zur Bibliothek hoch, bis mich ein lautes Fiepen aus der Bauchtasche meines Kapuzenpullovers daran erinnerte, dass ich nicht allein war. Vorsichtig griff ich in die Tasche und holte Kuschel heraus.

?Tut mir leid, mein Kleiner. Ich freue mich nur so! Ich wünschte, ich könnte Draco noch mal sehen!?, flüsterte ich meinem neuen Haustier zu. Der grüne Minimuff schmiegte sich an meinen Bauch und ließ sich kraulen. Zu dem Glück mischte sich jedoch Schmerz. Ohne Draco hätte ich Kuschel nie kannengelernt. Ich hing so sehr an Draco, ich wollte doch nichts anderes als bei ihm sein, seine Nähe spüren, seine Hände auf meiner Haut… Ich wollte ihn ein letztes mal küssen. Tränen liefen über meine Wangen, ich nahm den Weg in die Bibliothek nur wie einen Schleier wahr. Madam Pince war nicht da, ich war ganz allein. Also setzte ich mich in einen Sessel ans Fenster und starrte hinaus.

Wie es ihm wohl grade ging? Sicherlich würde es eins der trostlosesten Weihnachten seines Lebens werden… Warum war er auch so stur? Er hätte uns doch wenigstens die wenigen Tage lassen können, die uns blieben. Aber er dachte ich sei in Gefahr. Wir waren wohl einfach nicht dazu bestimmt, zusammen zu sein.

Ich habe mal gehört, dass ein gebrochenes Herz erst stechen würde, aber dann macht es stärker. Wie sollte ich stärker davon werden, zu wissen dass der, den ich liebe mich liebt, aber sich zu meinem Schutz von mir fern hält? Ich war mir sicher, mich mit diesem Wissen nicht mehr auf einen anderen einlassen zu können.

Ich wollte ja auch keinen anderen!

Ich verbrachte den ganzen Tag in der Bibliothek, gab mich meinen Gedanken hin. Zwischenzeitlich schaute die Graue Dame vorbei, auch der fette Mönch schwebte ein mal durch den Raum. Doch ich beachtete sie nicht. Als es Zeit zum Mittagessen war, ging ich hinunter in die Große Halle, setzte mich an den Tisch und aß stillschweigend einige Sandwiches. Da heute Abend das große Festmahl war, fiel der Mittagstisch weniger üppig aus als sonst. Meine Freunde versuchten, mich in einige Gespräche zu verwickeln, doch ich hatte keine Lust mich zu unterhalten. Blaise, er saß neben mir, legte mir als wir fertig waren einen Augenblick seine Hand auf mein Knie und blickte mir in die Augen. Er bedeutete mir mit einem Kopfnicken, dass er mit mir reden wollte. Ich hatte herzlich wenig Lust darauf, aber um mir nach dem Essen nicht das geturtel von Mandy und Roger antun zu müssen, ging ich mit ihm.

Blaise führte mich in die Kerker. Und nicht nur das, er brachte mich in den Gemeinschaftsraum der Slytherins. Schüchtern folgte ich ihm und setzte mich auf eins der grünen Sofas, als er mich darum bat. Ich durfte gar nicht hier sein!

?Blaise, was soll ich hier?, fragte ich, den ängstlichen Unterton konnte ich nicht verbergen. Ich spürte, das Kuschel in meiner Tasche ruhig schlief. Also konnte es hier doch kaum gefährlich werden, oder?

?Ich möchte, oder besser soll mit dir reden. Vernünftig?, erklärte Blaise ruhig, ?Draco hat mir geschrieben.? Ich öffnete den Mund zu einer Antwort, doch Blaise hob die Hand und schüttelte kurz den Kopf.

?Sag erst mal nichts. Ich werde dir einfach mal etwas erzählen?, meine er nur. Bitte, ich würde ruhig sein.

?Draco hat mir geschrieben, dass ich dir seinen Dank ausrichten soll, aber das habe ich heute Morgen ja schon getan. Dein Weihnachtsgeschenk hat ihn gestern Abend erreicht. Er schreibt, dass er dich wahnsinnig vermisst, aber hier in Hogwarts zu sein würde es nur schlimmer machen?, der Slytherin seufzte und sah sich in dem Gemeinschaftsraum um als suche er etwas. Vermutlich die richtigen Worte…

?Ich habe mir fast gedacht, dass da mehr zwischen euch ist. Ich meine, mehr als normalerweise zwischen Draco und nem Mädel. Er war mit Pansy zusammen, hatte auch einige Techtelmechtel mit anderen. Aber bei dir ist es anders, er weint um dich. Auf der Karte sind Tränen!?, brach Blaise fast entsetzt heraus. Er hielt mir die Karte hin. Stellenweise war die Tinte wie durch Wassertropfen verschwommen. Mein Magen krampfte sich zusammen, meine Finger krallten sich in das Polster. Blaise starre auf den Boden.

?Es ist das erste Mal, dass er Geheimnisse vor mir hat. Und du weißt, dass er nicht nur seine Gefühle zu dir verheimlicht… Er hat echt genug Probleme, und jetzt auch noch Dich!?

?Mooment mal!?, platze ich dazwischen, ?Ich weiß, dass er Probleme hat. Ich weiß nicht was für welche, wie du. Ich weiß aber, ich bin keines seiner Probleme! Ich will ihm helfen, aber er will das nicht. Wir sind nicht zusammen, falls du das denkst. Draco und ich reden nicht mal mehr miteinander. Ich respektiere seinen Wunsch und lasse ihn gehen. Weißt du eigentlich wie schwer das ist? Verdammt! Ich liebe ihn!? Ich war außer mir. Was bildete sich Blaise eigentlich ein? Dass ich nur so tat, als hätte ich Gefühle für ihn, nur damit es ihm noch schlechter geht?

?Nein, ich hab mich falsch ausgedrückt ? setzt dich wieder hin ? ich mache mir nur auch Gedanken. Der junge Mr. Malfoy war nur bisher nie der Typ für… Liebe. Ich hatte so gehofft, dass er endlich mal ein gescheites Mädchen findet, aber nicht, dass du es sein würdest…?, antwortete Blaise traurig. Plötzlich erinnerte ich mich an etwas, dass Draco mir vor Wochen gesagt hatte…

?Kaida, mir bist du auch nicht egal. Du bist ein wundervolles Mädchen, wenn nicht sogar das wundervollste in Hogwarts. Ich kann Draco verstehen. Aber vielleicht solltest du überlegen, dein Herz für jemanden frei zu machen, der dich auch will!?, seine Stimme zitterte und er sah mir tief in die Augen. Das war zu viel.

?Ich fasse es nicht!?, rief ich wütend und sprang auf, ?Du willst dich an mich ranschmeißen? Das Mädchen, dass dein bester Freund liebt? Nur weil wir im Moment nicht zusammen sein können, heißt das nicht, dass ich nicht auf ihn warte! Was fällt dir eigentlich ein! Du kannst echt froh sein, dass ich ihm das nicht erzähle… Er soll nicht auch noch seinen Freund verlieren. Auch, wenn du es nicht wert bist!?

Außer Atmen vor Ärger starrte ich Blaise an. Dann ging ich. Kuschel war durch das Geschrei aufgewacht und fiepte ängstlich. Ich holte ihn aus der Tasche und streichelte ihn im gehen. Mein Weg führte mich zum Gemeinschaftsraum, ich wollte mit Padma reden. Doch sie war nicht da.



2 Kommentare zu “Kaida – Eine Geschichte über Krieg (Teil 2), Kapitel 29”

  1. Ahra said:

    WOW, das ist das traurigste Kapitel, und Blaise…. :(
    Aber ich in froh das Draco das Geschenk gefällt,
    ach ja das traurigste war auch als Tränen auf der Karte waren :´(
    Das ist sooo traurig ich freu mich schon auf das neue Kapitel…
    Uiiii ich freu mich immer wenn Kuschel grade fiebt oder auch so ich
    kann mir Kuschel auch sehr gut vorstellen….
    Naja freu mich schon auf Kapitel 30 :D
    ????????????????????????????????????????????????????????????
    Liebe Grüße
    Ahra :)

  2. schwester von ahra :D said:

    ui wie schön, der arme blaise, aber am meisten tut mir der ” junge Mr. Malfoy” leid.Die tränen auf der karte…ich wünschte ich hätte einen freund der um mich weint.
    KUSCHEL, der kleine süße minimuff, freut mich für kaida sehr das sie ihn bekommen hat.

    freue mich schon auf die nächsten kapitel

    viel lieb gruesse
    treue leserin :)

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