Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!

?Von wem ist das??, fragte Padma nun neugierig.

Ich musterte das Päckchen. Das Papier war dunkelviolett und es war ein Blütenmuster eingeprägt. Ich fand keine Karte. Es schien, als habe es jemand Kreacher persönlich gegeben. Aber wer? Kaum ein Schüler wusste, wo man die Elfen fand. Und Kreacher war kein Elf aus Hogwarts, er gehörte Harry Potter. Er nahm nur von wenigen Befehle an. Potter hatte mir sicherlich nichts zu Weihnachten geschenkt. Ich setzte mich aufs Bett und schaute das Päckchen an, an den Seiten waren kleine Löcher in Papier und Karton. Aus dem Inneren drang ein Rascheln.

?Ich weiß es nicht, hier steht nichts dran?, antwortete ich nachdenklich.

?Vielleicht ist es was gefährliches! Mach es bitte nicht auf!?, quiekte Lisa aufgeregt. Mandy betrachtete grade den Berg an Geschenken am Fußende ihres Bettes.

Gespannt befreite ich das Päckchen von dem Seidenpapier, darunter kam ein Karton mit noch mehr Löchern hervor. In dem  Paket atmete etwas! Vorsichtig öffnete ich es. Erst passierte nichts. Ich konnte nicht sehen, was drin war, ich sah nur etwas Stroh.

Dann wuselte etwas kleines Grünes heraus und hüpfte auf meinen Schoß.

?Kuschel!?, jemand hatte mir tatsächlich Kuschel geschenkt. Ich schloss den Minimuff in die Arme. Ich würde doch nicht ganz allein nach Japan gehen.

?Oooh, ist der süß! Von wem ist der denn?? fragte Mandy, die ihre Aufmerksamkeit bis jetzt einer Schachtel mit gefüllten Schokokesseln gewidmet hatte. Auch Lisa und Padma kamen neugierig an mein Bett.

?Ich weiß es nicht. Da ist nirgends ein Schild oder eine Karte. Das ist einer der Minimuffs, um die ich mich bei Hagrid gekümmert habe?, erklärte ich, immer noch hin und hergerissen zwischen unbändiger Freude und Erstaunen.

?Mädels, Frohe Weihnachten übrigens!?, meine Padma plötzlich.

Verwundert sahen wir uns an, doch dann lachten wir los. Bei all der Aufregung um Kreacher hatten wir tatsächlich vergessen, uns Frohe Weihnachten zu wünschen. Das wurde jetzt gebührend nachgeholt. Wir überreichten uns gegenseitig die Weihnachtsgeschenke. Die Mädels freuten sich sehr über die Bilder in den kostbaren Rahmen, so hatten sie immer eine Erinnerung an mich.

Sie hatten ebenfalls Geschenke für mich gewählt, die mich an unsere Zeit Erinnern sollten. Padma schenkte mir ein großes, schweres Tuch aus Indien, es war aufwändig bestickt und man konnte es als Decke oder Wandbehang verwenden. Von Lisa bekam ich eine seltene, violette Blume, die in einem Glaszylinder wuchs.

?Ich habe sie hineingezaubert, das Glas hat keine Öffnung. Du musst sie nicht mal gießen, sie erhält sich selbst?, erklärte sie stolz. Dankend umarmte ich meine Freundin. Ich konnte wirklich dankbar sein, solche Freunde zu haben.

Mandy übertraf sich selbst. Von ihr bekam ich einen weißen Adler-Federkiel mit dem Wappen Ravenclaws drauf, dazu blaue und kupferfarbene Tinte. ?Damit du nicht vergisst uns zu schreiben?, sagte sie lächelnd, ?Wir wollen doch wissen, was es da so für Jungs gibt!? Natürlich, was auch sonst?

Als alles genügend betrachtet und gewürdigt war, widmete ich mich den anderen Weihnachtsgeschenken. Da war ein wunderschöner, regendichter Reiseumhang aus dunkelviolettem Drachenleder, von Cahal. Und von Rango bekam ich eine wunderschöne Umhängetasche, auch aus Drachenleder, aber sie war dazu noch mit Blüten bestickt. Von meinen Großeltern aus Japan war nur ein Brief da, in dem stand, dass mein Weihnachtsgeschenkt bei ihnen auf mich warte.

Und dann waren da noch die Geschenke von meinen Eltern. Eine Kirsch-Kürbis-Pastete, eine Schachtel Schokoladenzauberwesen von LINDwurm und kandierte Orangen und Mangos lagen ein einem Weidenkörbchen neben einigen Päckchen. Eins enthielt das Große Handbuch über Drachenhaltung, welches wirklich groß und verdammt schwer war, im zweiten Päckchen waren weiche, petrolfarbene Wildlederhandschuhe und ein passender Schal aus feiner Wolle, und im dritten Paket war ein wunderschönes Kleid mit einem leichten, fein gewobenen Umhang aus Seide. Es war olivgrün. Auf dem Kleid lag eine Karte auf der stand Damit du auf deinem Abschiedsfest allen die Show stiehlst.

Ja, das würde ich wohl! Das Kleid war atemberaubend, einzigartig und wunderschön. Es war ganz aus Seide und sehr figurbetont geschnitten, der Rock fiel lang und glatt herab und war am Saum mit einer dunkel-silbernen Spitze besetzt. Hinten war er lang und hatte so etwas wie eine kleine Schleppe, vorn war er kürzer, grade bis zum Boden. Das Oberteil sah aus wie eine Corsage, dort wo sonst die Stäbe waren hatte sie jedoch einfach nur schwarze, breite Nähte. Statt eines Ausschnittes war sie oben grade geschnitten und mit schwarzer Spitze besetzt. Schade, dass Draco mich darin nicht sehen konnte… Er würde es sich drei mal überlegen lassen, mich gehen zu lassen… Ich verpackte das Kleid sorgfältig wieder. Zum Glück hatten es die anderen nicht gesehen, so konnte ich sie damit überraschen.

Ich setzte mich auf mein Bett und holte Kuschel auf meinen Schoß. Er war die ganze Zeit über auf meinem Bett herumgehüpft und mir beim Geschenke auspacken zugeschaut. Ich kraulte ihm den Brauch, wie ich es immer bei der Strafarbeit getan hatte. Wer hatte mir Kuschel geschickt? Und vor allem… wer würde Kreacher damit beauftragen?? Vielleicht war es Hagrid, er wusste ja wie sehr ich Kuschel mochte. Er war mit Harry Potter befreundet, und Kreacher war Potters Elf. Ja, das konnte sein. Oder Hermine, sie war wirklich ein nettes Mädchen. Ich beschloss, sie zu fragen, wenn sich eine Gelegenheit dazu bot.

Glücklich sah ich auf meinen neuen Freund herunter. Kuschel hatte sich wirklich prächtig entwickelt. Er schmiegte sich zufrieden in meinen Schoß und ließ sich Kraulen. Ich würde in Japan wenigstens nicht einsam sein… Auch wenn ich mich schon jetzt einsam fühlte. Wie es Draco wohl grade ging? Es war sicher trostlos, nur mit seiner Mutter im Manor zu sitzen. Ob er die Taschenuhr wohl schon in Händen hielt? Würde sie ihm gefallen? …das werde ich wohl nie erfahren.

Als die Mädchen und ich unsere Geschenke ausgepackt und gebührend bewundert hatte, zogen wir uns an und gingen runter in den Gemeinschaftsraum, um uns mit den Jungs zu treffen und ihnen ihre Weihnachtsgeschenke zu geben. Das war doch um einiges persönlicher, als sie einfach vor dem Bett zu finden. Terry freute sich sehr, dass er von Mandy, Padma und von mir je ein Buch zur Vorbereitung auf die UTZ-Prüfungen bekamt. Lisa schenkte ihm allerdings einen selbstgestrickten Schal und ein neues Zauberschach. Im Gegenzug schenkte Terry uns auch Bücher. Für mich hatte er die neuste Ausgabe von Die Geschichte von Hogwarts besorgt und selbst Kommentare an die Seiten geschrieben.

Roger freute sich ebenfalls über die Quidditchbücher von Padma, Lisa und mir, Mandy schenkte ihm ein Besenpflegeset. Ein Blick von Padma zeigte mir, dass ich nicht die einzige war, die den Verdacht hatte, Mandy würde sehr bald einen neuen Freund haben. Denn sie bekam von Roger ein edles Parfüm. Mir schenkte er allerdings ein Armband mit kleinen Anhängern dran. Eine Eule, das Ravenclawappen, ein Drachenei,  ein Stern und ein Kürbis baumelten an dem silbernen Armband. Scheinbar wusste er nicht genau, welche von uns er lieber mochte. Padma und Lisa bekamen… Bücher von ihm. Das war wohl das Jahr der Bücher. Jeder verschenkte Bücher, jeder bekam Bücher. Bücher über Bücher…

Zusammen gingen wir herunter in die Große Halle. Das Frühstück fiel heute besonders üppig aus. Zu den üblichen Dingen wie Müslis, Cornflakes und Toast kamen Bagels, Brötchen und verschiedenes Obst. Die Kerzen über dem Tisch waren rot und golden statt weiß und die Anzahl an Mistelzweigen hatte ihren Höchststand erreicht. Niemand kam ungeküsst bis zum Tisch, doch mich traf es am schlimmsten. Ich entdeckte den Mistelzweig über mir in dem Moment, als Blaise mir Frohe Weihnachten wünschte. Verschmitzt grinste er mich an.

?Kaida, du weißt was da über dir hängt??, fragte er neckisch.

?Ja, weiß ich. Aber glaub mir, das war keine Absicht…?, mir war unwohl bei dem Gedanken, Dracos Freund zu küssen. Doch er schien das zu ahnen. Mit einer Spur von Bedauern im Blick zuckte er mit den Schultern und küsste mich flüchtig, eher auf den Mundwinkel als genau auf die Lippen. Dankbar lächelte ich ihn an.

?Setzt du dich wieder zu uns??, fragte ich freundlich. Blaise war wirklich nicht so übel wie sein Ruf. Also saßen wir wieder mal alle zusammen, Terry, Lisa, Mandy, Roger, Padma, Blaise und ich, und redeten über Merlin und die Welt. Heute besonders über Weihnachtsgeschenke und das Festessen am Abend. Terry freute sich schon wie ein kleine Kind auf die Knallbonbons.



1 Kommentar zu “Kaida – Eine Geschichte über Krieg (Teil 2), Kapitel 28”

  1. Ahra said:

    HAHA ich wusste doch das “Kuschel” da drin war und ich glaub auch das Draco ihr das vllt geschickt hat *räusper*
    Uii ich freu mich so… wegen den Geschenken und so das Kleid konnte ich mir gut vorstellen ;)
    “Das Jahr der Bücher” :P *gg*

    Liebe Grüße
    Ahra :)

Kommentar schreiben