Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!

Ich wollte nicht sehen, wie andere sich unter Mistelzweigen küssten. Ich wollte nicht sehen, wie andere ausgelassen Schneeballschlachten schlugen. Ich wollte eigentlich nur zurück zu dem Tag, an dem ich Draco zum letzten mal geküsst hatte. In genau diesen Moment. Ich wollte, dass er ewig dauerte. Doch mit jeder Sekunde rückte er weiter weg. Doch die Erinnerung blieb. Am Abend schlief ich ein, in der Hand die Taschenuhr. Morgen würde ich ein Foto aussuchen und sie verpacken.

Sonntag Morgen wartete ich mit Padma in der Eingangshalle, wir wollten die anderen verabschieden, insbesondere Anthony und Michael. Ich hoffte im geheimen, dass Draco hier bleiben würde und ich mich an meinem letzten Tag von ihm verabschieden konnte. Ich beobachtete das Gewusel von Schülern, die alle zum Portal drängten um eine Kutsche zum Bahnhof für sich und ihre Freunde zu ergattern.

?Da kommen Mandy und Lisa mit den Jungs!?, rief Padma plötzlich und begann zur Treppe zu winken.

Mein Herz stockte. Roger war bei ihnen ? ohne seinen Koffer. Er würde tatsächlich hier bleiben. Lächelnd kamen die sechs die Treppe herunter. Anthony umarmte Padma, Mandy fiel Michael um den Hals. Lisa und Terry beobachteten die Szene nur Hand in Hand. Roger war abseits stehen geblieben und schaute schüchtern zu uns herüber.

?Also, Kaida, mach?s gut. Lass von dir hören und halt uns auf dem laufenden, wie es in Japan ist!?, sagte Anthony aufmunternd und umarmte mich kurz, ?Vergiss uns nicht!?

?Und pass mir solange du hier bist auf Mandy auf!?, meinte Michael lächelnd. Dann nahmen brachten die Jungs ihre Koffer zu Filch, der sich um den Abtransport dieser kümmerte.

?Habt ein schönes Weihnachtsfest?, rief Anthony vom Portal aus. ?Und lasst das Schloss stehen?, fügte Michael hinzu. Dann verschwanden die beiden in dem Schneegestöber.

Wir wollten grade in die Große Halle gehen um Tee zu trinken, als Padma an meinem Ärmel zupfte. ?Sieh mal unauffällig da rüber?, zischte sie und deutete mit einem Kopfnicken zum Korridor, der zu den Kerkern führte. Draco kam mit seinen Freunden in die Eingangshalle. Alle mit gepackten Koffern.

Wie ein Kartenhaus brach meine Hoffnung zusammen. Ich konnte mich also nicht mal von ihm verabschieden. Ich würde einfach so nach Japan gehen, ohne ein letztes Mal mit ihm geredet zu haben! Etwas schnürte das Herz in meiner Brust zusammen.

Dann sah Draco zu mir herüber, traurig und fragend schaute ich ihn an, er schüttelte nur traurig und entschuldigend den Kopf. Kein Abschied… Ich konnte das nicht ertragen, also folgte ich meinen Freunden in die Große Halle. Kein Blick zurück, auf etwas das nicht sein wird.

Am Tisch herrschte Stille, keiner wusste etwas zu sagen. Eigentlich sollten wir so ausgelassen sein wie die anderen Hierbleiber und uns auf Weihnachten freuen. Aber mit jedem verstreichenden Tag rückte mein Abschied näher.

?Roger, es ist schön, dass du hier geblieben bist?, sagte ich schließlich. Das Schweigen war einfach zu bedrückend geworden.

?Ich wollte nicht im Streit mit dir auseinandergehen. Du kannst ja nichts für deine Gefühle….?, seufzte er, doch sichtlich verletzt über das Geschehene.

?Warum sitzen wir hier eigentlich wie trübe Tassen? Eigentlich sollten wir doch die letzten Tage zusammen genießen!?, warf Mandy plötzlich ein, ?Hat jemand Lust auf eine Partie Schach, oder Koboldstein??

?Ich schlage dich doch sowieso…?, grinste Terry und holte sein Schachspiel heraus. Er hatte es wirklich überall dabei… Geschickt baute er in Windeseile das Spielbrett und die Figuren auf, er ließ Mandy sogar anfangen.

Wir sahen der Partie gespannt zu, anscheinend hatte Mandy mit Michael geübt, da Terry arge Probleme hatte, seine Figuren vor ihr in Sicherheit zu bringen. Lisa lackierte sich die Fingernägel, sie hatte eine Abneigung gegenüber Terrys aufmüpfiger Figuren entwickelt.

Alles in allem war es ein netter Vormittag, doch die bedrückende Stimmung schien sich nie ganz zu verflüchtigen. Wir blieben gleich bis zum Mittagessen in der Großen Halle, da jedoch nur wenige Schüler über die Ferien in Hogwarts blieben aßen wir alle zusammen mit den Lehrern an einer großen Tafel. Es waren außer uns noch zwei Hufflepuffs, drei Gryffindors, eine Zweitklässlerin aus Ravenclaw und ein Slytherin hier. Blaise Zabini.

Als wir nach dem Essen aufstanden, um uns in den Gemeinschaftsraum zurückzuziehen war er es, der mich zurückhielt. Ich erinnerte mich daran, was Draco erzählt hatte ? dass Zabini in mich verliebt sei. Doch der müsste eigentlich wissen, dass er keine Chance bei mir hat.

?Kaida, kann ich dich einen Moment sprechen??, Zabini sprach mich sogar mit Vornamen an!

?Ähm, ja klar. Ich wollte sowieso in die Bibliothek. Komm doch mit?, antwortete ich ohne nachzudenken. Roger drehte sich um und funkelte zornig herüber. Doch er sagte nichts und folgte den anderen in den Turm.

?Um was geht es denn??, fragte ich neugierig, als wir zusammen durch die Korridore gingen. Unsere Schritte hallten in der Leere wieder.

?Draco hat mich gebeten mit dir zu reden. Weil er sich nicht verabschieden konnte?, begann Blaise. Er strich mit der Hand über sein Haar. ?Ihr scheint euch ziemlich zu mögen, kann das sein??

?Ja, wir verstehen uns ganz gut. Hat er dir irgendwas für mich ausgerichtet??, fragte ich leicht genervt. Wollte der mich aushorchen oder mit mir reden?

?Na ja, Draco meinte du sollst wissen, dass es ihm leid tut. Und dass er sicher ist, dass du die Wahrheit bald erfahren wirst?, meinte Blaise schulterzuckend, ?Um was genau geht es da bei euch eigentlich? Diese Padma meinte letztens nur, ich soll ich herbringen weil ihr zwei dringend was klären müsstet. Und statt zu streiten redet ihr gar nicht mehr!?

?Blaise, das geht dich nichts an!?, antwortete ich mit ärgerlichem Unterton und blieb stehen. Blaise stoppe ebenfalls nach einigen Schritten. Dann drehte er sich um.

?Du bist genau wie Draco! Man, man, man, ihr und eure Geheimniskrämerei!?, nölte er und verdrehte er die Augen. Dann rauschte er an mir vorbei und ich hörte, wie er eine Treppe hinunterlief… diese Slytherins hatten wirklich alle einen an der Waffel! Hab ich das schon gesagt?

Also ging ich allein in die Bibliothek. Ich steuerte zielstrebig zum Regal über Zaubertrankbücher. Ich wollte ein Buch über Schutztränke mit nach Japan nehmen. Wenn ich erst mal rausgefunden hatte, was Draco belastete, könnte ich ihm vielleicht helfen! So ein Unsinn… Mein Verstand sagte mir, dass ich eh nichts ausrichten könne. Eigentlich wusste ich, dass ich mich da nicht einmischen durfte… Aber mein Herz sagte mir, ich könne helfen, sobald ich die Wahrheit wüsste.

Ich lieh mir das Buch aus und lief danach allein durch die Korridore. Mal wieder wollte ich nicht zurück zu meinen Freunden. Und wieder führte mich mein Weg in den siebten Stock, zum Raum der Wünsche.



2 Kommentare zu “Kaida – Eine Geschichte über Krieg (Teil 2), Kapitel 24”

  1. Ahra said:

    Uiii… toll ich liebe diese Geschichte *freu*

    und gleich kommt schon das nächste Kapitel *nochmal freu* :D

    WOW… Ich kann nicht mehr ;P

    Liebe Grüße
    Ahra :)

  2. treue leserin :) said:

    halllo,
    ooooooooh, dieses kapitel ich schoen und traurig zugleich !!!!
    Ich liebe diese szene in der sie so traurig zu ihm schaut und
    er dann einfach kopfschuettelnd und traurg und ettaeuschend
    weggeht :( das hat mir voll so einen stich ins herz gegeben :’(
    der abschied von anthony und michael :(

    dieses kapitel ist echt eines der scheonsten die ich bin jetzt
    gelesen habe :(

    schoene feiertage noch
    Treue Leserin :)

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