Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!

Nach diesem Abend sah ich Draco nur noch von weitem. Und es waren nur noch vier Tage bis zu den Ferien. In der Schule ging er mir so gut es ging aus dem Weg, nur wenn ich mal wieder zum Frühstück kam und Kiwimarmelade bei Padma stand, wusste ich dass er noch an mich dachte.

Padma war in den letzten Wochen eine enge Vertraute geworden, wir saßen beim Essen immer nebeneinander und verbrachten auch unsere Freizeit oft zusammen. Zudem schlichen wir uns nach den Hausaufgaben ab und zu in das Vertrauensschülerbad. Um ungestört quatschen und über Weihnachtsgeschenke für unsere Familie nachdenken zu können. Roger redete nicht mehr mit mir, jeder Versuch mit ihm zu reden endete darin, dass er fluchtartig den Raum verließ.

Weihnachten rückte immer näher, und damit auch meine letzten Tage in Hogwarts. Jetzt, in der letzten Unterrichtswoche vor den Ferien begann ich, für meine Freunde Zeichnungen anzufertigen. Die passenden Rahmen hatte ich mir von meinem Vater schicken lassen.

Padma sollte zu Weihnachten ein Bild von einem indischen, geschmückten Elefanten auf einem traditionell gemusterten Hintergrund bekommen, das ganze in einem filigran verzierten Rahmen aus dunklem Holz.

Für Lisa zeichnete ich einige seltene, tropische Blüten im Lehrbuch-Stil, der Rahmen war aus Metall und hatte die Form einer Ranke. Ich wusste ja, wie sehr sie Blumen liebte.

Bei Mandy war es schon schwerer, die wechselte ihre Vorlieben wie ihre Freunde. Monatlich. Ich entschied mich für etwas, das allen Mädchen gefiel: Einhörner! Ich zeichnete eine Mutter mit Fohlen an einem Gebirgssee, das ganze in einem Schlichten weißen Holzrahmen.

Kurz überlegte ich, Morag auch etwas zu schenken. Doch wir hatten uns sonst die Jahre auch nie etwas geschenkt. Sollte ich Roger was schenken? Schaden konnte es sicher nicht…  Ich bestellte also das Buch ?Der erfolgreiche, von der Mannschaft verehrte Quidditch-Kapitän? für ihn. Für Terry besorgte ich ein Buch über ?Zauberei auf UTZ-Niveau?, da er jetzt schon recht verbissen auf die Prüfungen in über einem Jahr sah.

Je näher Weihnachten rückte, desto mehr Mistelzweige sprossen an Decken, Wänden oder über Türen. Insgeheim hoffte ich, Draco unter einem stehen zu sehen. Dann könnte ich ihn endlich wieder küssen… Aber natürlich kam ich nicht mal nah genug an ihn heran. Im Unterricht spürte ich seine Blicke, doch ich drehte mich nicht um. Ich passte auf, schieb alles mit. Unterricht und Hausaufgaben lenkten mich ab und mittlerweile gaben mir fast alle meine Lehrer Zusatzaufgaben, um mir so viel Wissen wie möglich nach Japan mitzugeben. So war ich abgelenkt vom Gedanken, wie bald ich meine Freunde, diese Schule und dieses Land verlassen musste.

Am Freitag vor Weihnachten begannen die Ferien. Am Abend war die Weihnachtsfeier für den Slug-Club und am Samstag war für die Schüler noch ein Ausflug nach Hogsmeade geplant, damit sie noch eine Gelegenheit hatten, Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Am Sonntag sollte der Hogwarts-Express die Schüler zu ihren Familien bringen.

Mit dicken Mänteln und Schals zogen wir also am Samstag nach dem Frühstück nach Hogsmeade. Padma und ich gingen, nur noch gefolgt von Snape, am Ende der Gruppe. Padma redete ununterbrochen davon, wie froh sie war, nicht bei Anthonys Familie sein zu müssen, aber ich sah ihr an, dass sie ihn vermissen würde. Ich vermisste Draco auch. Daher hörte ich ihr auch kaum zu, sondern überlegte, was ich ihm zu Weihnachten schenken könnte. Als Abschiedsgeschenk. Damit er an mich denken konnte. Doch mir fiel nichts ein… Padma und ich schlenderten also ziellos durch das Dorf und schauten in die Schaufenster. Lisa und Mandy waren sofort zu Besenknechts Sonntagsstaat gelaufen, die Jungs in die Drei Besen.

?Schau mal, da in der Seitengasse!?, Padma stupste mir in die Seite und deutete zwischen zwei Hausreihen, ?Da ist ja ein kleiner Geschenkladen! Irgendwie finde ich den nur vor Weihnachten, und immer woanders.?

Zwischen den Häusern zweigte eine kleine Gasse ab, an einem Haus hin ein geschmiedetes Schild auf dem in verschnörkelten Lettern Graeners grandiose Geschenke stand. Mir war dieser Laden noch NIE aufgefallen. Skeptisch folgte ich meiner Freunden in die Gasse und betrat zögerlich hinter ihr den Laden.

Hinter dem Tresen neben der Tür stand ein freundlicher Zauberer um die vierzig, er hatte braun-gelocktes Haar und dunkle Augen. Er lächelte uns entgegen.

?Miss Patil, schön dass Sie dieses Jahr wieder den Weg in meine bescheidenen Räume gefunden haben! Auch ihre Begleiterin ist herzlich willkommen!?, begrüßte er uns überschwänglich.

Das mit den bescheidenen Räumen war untertrieben, der Eingangsraum hatte eine hohe Decke, Tische mit wunderschön bestickten Tischdecken auf denen die Waren Lagen und kunstvoll geschnitzte Regale an den Wänden. Drei gewölbte Durchgänge führte in weitere Räume, die ganz ähnlich aussahen. Hinweisschilder sagten, dass es je einen Raum für Zauberer-, Hexen- oder Kindergeschenke gab. Staunend sah ich mich um.

?Hallo, Mr. Graener! Ich suche wieder mal Weihnachtsgeschenke. Meine Freundin hier sucht etwas besonderes für einen… jungen Mann. Haben sie da was??, fragte Padma freundlich.

?Aber sicher, versucht es einfach mal bei den Geschenken für Zauberer, an der Wand gegenüber der Tür sind die besonderen Geschenke für besondere Menschen?, antwortete Mr. Graener zwinkernd und deutete auf einen der Durchgänge.

Padma nickte dankend und zog mich am Ärmel hinter sich her. Der Raum war eigentlich mehr ein Saal, so groß war er. Als Padma mich losließ hatte ich plötzlich das Verlangen, an die hintere Wand des Raumes zu gehen. Hier war eine Vitrine mit schweren Siegelringen, Anhängern, silbernen Wappen und kostbaren Kelchen. Daneben war ein Bücherregal mit schweren, in teures Leder gebundenen Büchern. Auf einem Tisch lagen die wunderlichsten Gegenstände, von Hogwarts-Modellen über verschiedene Spickoskopen zu Kondor-Federkielen. Doch irgendwie war nicht das richtige für Draco dabei. Die Tasche aus Basiliskenleder war zwar etwas besonderes, aber keine Erinnerung an mich. Und exquisite Federkiele konnte er sich auch von seiner Mutter schenken lassen.

Was verband Draco und mich? Das war wirklich nicht viel. Unsere Familien, der Raum der Wünsche, und unsere Namen.  Wir waren Drachen. Ich dachte an meinen Jadedrachen Riuko. So was wäre passend. Etwas, dass er immer bei sich tragen und in die Hand nehmen kann. Aber Riuko war ein Geschenk meines Vaters. Auch die Kette meiner Großmutter konnte ich ihm nicht geben. Ich würde es sofort, doch meine Eltern würden es merken. Langsam schritt ich an den Regalen und Vitrinen vorbei, meine Augen suchten die Regalbretter und Vitrinen nach etwas passendem ab. Dann sah ich etwas, das genau passend schien.

Es war eine silberne Taschenuhr zum aufklappen, sie lag geöffnet auf einem Samtkissen, dass sich drehte, so dass man sie von allen Seiten sehen konnte. Auf dem Deckel war ein Drache abgebildet, der das Maul aufriss und einen kleinen Smaragd in der Pranke hielt, und es sah aus, als würde er einen Schatz in der Uhr bewachen. Das Zifferblatt war matt schwarz, und feine schwarz-glänzende Linien zeichneten ein Muster. Die römischen Zahlen waren silbern, die filigran verschnörkelten Zeiger auch. Und im Deckel war Platz für ein Foto. So konnte Draco, wenn er die Uhr öffnete einen Blick auf mich werfen…

Als Padma und ich den Laden verließen betrachteten wir beide unsere Errungenschaften. Sie hatte für Anthony einen besonders schönen Kondorfederkiel gekauft, dazu magische Tinte die sich bei einem Rechtschreibfehler rot verfärbte und dann mit der Feder wegwischen ließ.

Ich betrachtete wie verzaubert die Taschenuhr. Sie war wirklich wunderschön. Die Kette an der sie hing, war feingliedrig, aber trotzdem sehr stabil. Zufrieden gingen wir in die Drei Besen und bestellten uns heiße Schokolade mit Sahne. Draußen war es wirklich kalt geworden, doch die wunderschöne, verschneite Winterlandschaft entschädigte für alles. Die Jungs saßen mit ihrem Butterbier am Nebentisch und spielten irgendein Kartenspiel, dass Michael ihnen erklärte. Natürlich gewann er dauernd. Es war ein ausgelassener, entspannter Vormittag. Nur Professor Dumbledore saß mit Snape und McGonagall an einem Tisch in der Ecke, sie schienen ein ernstes Gespräch zu führen.

Auch am Nachmittag lag eine unheilvolle Stimmung über der Schule, in der Großen Halle war ein allgemeiner Gemeinschaftsraum eingerichtet worden, doch nur Flitwick und Sprout saßen dort, schwatzen und lachten. Dumbledore, McGonagall und Snape machten Gesichter als seien sie alle rausgeworfen worden.. Slughorn schwärmte von der Weihnachtsparty und die Schüler, die dort gewesen waren, ebenfalls. Ich hatte zwar eine Einladung, aber kein Bedürfnis hinzugehen. Mir war einfach nicht nach feiern zumute. Viele waren noch in Hogsmeade, daher war die Schule sehr leer. Irgendwie war alles trist. Ich besorgte mir in der Küche was zu essen und zog mich in den Turm zurück.



4 Kommentare zu “Kaida – Eine Geschichte über Krieg (Teil 2), Kapitel 23”

  1. Ahra said:

    Das ist einer meiner Lieblings Kapitel

    ich will auch so eine Taschenuhr *traurig*

    Uiiiiii….. ich freu mich so auf kapitel 24

    Liebe Grüße
    Ahra :)

  2. Silberblut said:

    Wenn ich mich richtig erinnere, gab es bei ebay mal so Taschenuhren mit Drachen drauf… Ich habe mal eine >schöne< Taschenuhr verschenkt (zur gleichen Zeit, als ich die Geschichte geschrieben habe…), da bin ich bei der Suche drauf gestoßen. Die haben mich auch inspiriert.
    Sahen allerdings sehr billig und nicht sonderlich hochwertig aus.

  3. treue leserin :) said:

    die Beschreibung zu der Taschenuhr ist schoen :D
    hoffe draco benutztsie dannauch, wehe wenn nicht :D
    es sit so traurig dasskaida geht :( sie soll nicht gehn :(

    freue mich schon auf das naechste kapitel :D

    dass mit roger tut mir ein bisschen leid :(
    waere schoen wenn sie bis zu ihrem abschied alles
    bessert :D

    ganz liebe gruesse
    treue leserin :D

  4. treue leserin :) said:

    ich will wissen wieso die lehrer so komisch gucken :/
    und wieso reden die die ganze zeit :s

    hoffe das beantwortet sich in den naechsten kapiteln :D

    die idee mit dem geschenke laden ist richtig toll :D

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