Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!

?Kaida, nu wach schon auf! Sieh mal, was in deinen Stiefeln steckt!?, brüllte jemand auf der anderen Seite des Vorhangs. Wer wagte es mich so unsensibel zu wecken? Der Vorhang wurde weggezogen und jemand hielt mir ein Paar Stiefel entgegen. Mandy. ?Fröhlichen Nikolaustag, oder so?, meinte sie grinsend, warf die Stiefel auf meine Bettdecke und verschwand wieder aus meinem Sichtfeld.

Vollkommen wach und neugierig betrachtete ich die Stiefel. Einige kleine Päckchen waren schon herausgefallen. Meine Familie war immer sehr spendabel…

Da waren indische Pralinen, sicher von Padma, eine große Tüte mit Kräuterbonbons in Drachenform, vermutlich von meiner Mutter, kleine, flatternde Weingummieulen von Cahal und Magische Mäusefallen zum lutschen von Rango. Und da waren ? neben den üblichen Süßigkeiten von meinen Freunden ? ein Päckchen mit blauem und eines mit grünem Geschenkpapier. Das blaue war sicher von Roger… ich öffnete es vorsichtig und blickte erstaunt auf einen kleinen goldenen Vogelkäfig in dem eine wunderschöne, schillernde Fee saß und mit den Flügeln flatterte. Begierig las ich das Kärtchen, das an dem Käfig hing.

Liebe Kaida, das ist eine Fee aus feinstem, türkischen Regenbogenzuckerkristall. Wenn du magst, kannst du sie also essen!
Alles Liebe, Roger

 

Eine Zuckerfee! Und ich hatte sie für echt gehalten. Staunend bewunderte ich das kleine Kunstwerk. Die würde ich bestimmt nicht essen!

Dann betrachtete ich das zweite Päckchen. Das grün des Seidenpapiers entsprach doch sehr dem Grünton auf dem Slytherinwappen. Konnte es wirklich sein, dass er mir etwas geschenkt hatte?

Vorsichtig öffnete ich das Päckchen. Es enthielt ebenfalls einen handgroßen Käfig, das Gitter war jedoch schwarz und filigran verschnörkelt. Man konnte es an einer Seite öffnen. Vorsichtig öffnete ich also das kleine Tor und was purzelte mir aus dem Gebilde auf die Hand? Ein lebensechtes Modell eines Japanischen Jadedrachen. Er war nicht wie mein Drache aus Jade hellgrün, sondern dunkel, nur sein Rückenkamm war so hell grün, dass er fast weiß wirkte. Die Flughaut schimmerte in allen Farben, in denen auch das Jadegestein vorkam. In dem Buch von Cahal hatte ich gelesen, dass die Jadedrachen oft in tiefen Höhen lebten und durch ihre Färbung nicht von den Jadeadern, die sich durch das Gestein zogen, zu unterscheiden. Die Drachen wurden früher oft gehalten, um die Familienschätze zu bewachen, sie waren ihrem Besitzer gegenüber zutraulich, Fremden gegenüber aber misstrauisch und aggressiv.

Das kleine Modell tapste herum, richtete sich auf meiner Hand auf und schaute sich um, dann beschloss es, in seinem Käfig sicherer zu sein. Ein wirklich wundervolles Geschenk! Draco hatte sich selbst übertroffen! Gespannt öffnete ich die beiliegende Karte.

Alles Gute zum Nikolaustag, kleiner Drache! Ich hoffe du magst den Jadedrachen, du wirst sie nämlich bald öfter zu sehen kriegen. In Groß! Küsschen, Dein Dad

Enttäuscht legte ich die Karte weg. Sie war von meinem Vater… Klar, was hatte ich erwartet? Dass Draco erst sagt, wir sollen uns aus dem Weg gehen, und mir dann ein Geschenk macht? Wohl kaum. Ich musste wirklich anfangen, mich damit abzufinden, dass Draco für mich verloren war. Missmutig setzte ich mich auf und schwang die Beine aus dem Bett. Was war noch gleich der Grund, warum ich aufstehen sollte?

?Kaida, schön dass es dir besser geht. Kommst du mit Frühstücken??, begrüßte mich Lisa freundlich.

?Jaaah, ich komme mit. Aber ich muss vorher unbedingt duschen… ich rieche vermutlich wie ein Iltis…?, meinte ich müde, während ich mit den Schlaf aus den Augen rieb. Verschlafen schlurfte ich in den Waschraum, stellte das Wasser meiner Lieblingsdusche an und zog mich aus. Ich warf einen Blick in den Spiegel und ein ungekämmtes, müdes, trauriges Mädchen mit hängenden Schultern und gräulicher Haut starrte mir entgegen. Ich sah so fruchtbar aus wie Draco sonst. So konnte ich mich nicht unter Menschen trauen, es musste mir ja nicht jeder ansehen, wie ich mich fühlte…

Das heiße Wasser auf meiner Haut war eine Wohltat! Ich wusch die Gedanken der letzten Tage einfach ab. Ich massierte meinen Kopfhaut, als ich mir mit Großmutters Kischblütenshampoo die Haare wusch und der Duft hüllte mich ein. Ich vergaß alle Zweifel, alle Trauer auch sonst alles was mich belastete. Wie hatte Großmutter noch gesagt? Wasch dir damit den Kopf, wenn du mal auf klare Gedanken kommen möchtest. Ich hätte mir denken können, dass das kein normales Shampoo war…

Als ich nach dem Duschen in den Spiegel sah, eingewickelt in ein rosanes Handtuch, war das Mädchen, welches mir entgegenblickte, ein ganz anders. Die Haut war rosig (vermutlich durch das heiße Wasser), die Haltung grade, Müdigkeit und Trauer waren aus ihrem Gesicht verschwunden. Ja, so konnte ich mich sehen lassen.

Ich zog mir meine Schulkleidung an, suchte meine Büchertasche aus einer Ecke und machte mich auf den Weg in die Große Halle. Im Gemeinschaftsraum warteten Lisa, Padma und Mandy auf mich. Zusammen gingen wir zum Frühstück, darauf achtend den Mistelzweigen auszuweichen.

In der Halle riskierte ich einen kurzen Blick zum Slytherin-Tisch, doch geschickt trag Padma in mein Blickfeld und schüttelte fast unmerklich den Kopf. War wohl besser so… Wie sollte ich auch reagieren, wenn ich Draco sah? Ich setzte mich mit dem Rücken zum Slytherin-Tisch und frühstückte mit meinen Freunden. Hunger hatte ich zwar keinen, aber wenn ich nicht aß würde ich morgen noch furchtbarer aussehen…

Irgendwie schaffte ich es, mich durch den Tag zu wuseln und mich von Unterrichtsstunde zu Unterrichtsstunde zu quälen. Ich ging den fröhlichen Schülern und den Mistelzweigen aus dem Weg, nur Draco konnte ich nicht aus dem Weg gehen. Ich hatte mit ihm zusammen Verteidigung gegen die Dunklen Künste und Zauberkunst… Jedes mal wenn ich ihn sah, zog sich mein Herz schmerzhaft zusammen. Zum Glück hatte ich heute Nachmittag frei!

So konnte ich mich nach dem Mittagessen in die Bibliothek zurückziehen und den verpassten Unterricht vom Vortag nacharbeiten. Ungestört.

Beim Mittagessen hatte Roger mich gefragt was los sei, und ob ich wusste warum Malfoy mich immer so komisch ansehen würde… Ich konnte ihm nicht antworten. Ich hatte mich artig für die Zuckerfee bedankt, aber mehr brachte ich einfach nicht heraus. Was hätte ich auch sagen sollen? Draco und ich gehören zusammen, können aber durch unglückliche Umstände nicht zusammen sein?? Roger wäre ausgerastet…

Draco hatte nicht mehr getan als mich angesehen. Er hatte nach dem Unterricht immer fluchtartig den Raum verlassen und darauf geachtet, dass ich ja nicht die Gelegenheit bekam auch nur ein Wort mit ihm zu wechseln. Vermutlich auch, damit er nicht in Versuchung kam… Ich konnte nicht dafür garantieren, ihm nicht um den Hals zu fallen, würde er vor mir stehen!

Warum ist das alles nur so furchtbar kompliziert?



2 Kommentare zu “Kaida – Eine Geschichte über Krieg (Teil 2), Kapitel 20”

  1. Ahra said:

    ich find die geschichte mal wieder super toll :D
    ich moechte so unbedingt weiterlesen :D

    liebe gruesse
    Ahra :)

  2. treue leserin :) said:

    oh der teil ist schoen :D
    ich finde das so suess von roger mit der zuckerfee :D
    aber schon etwas enttaeuschendfuer kaida mit dem gruenen geschenk. ich hab auch sofort an draco gedacht ;)

    ich freu mich schon auf den naechsten part :D
    dieser part ist aber ganz schoen spaet in der nacht reingestellt worden ;)

    ganz liebe gruesse
    treue leserin :)

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