Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!

Für Roger wäre es auch besser, dass ich gehe. Dann könnten wir noch zusammen Weihnachten und Silvester feiern, und dann würde ich aus seinem Leben verschwinden und müsste ihn nicht verletzen.

?Kaida, was machst du denn hier so ganz alleine??, fragte mich Lisa, sie war grade zur Tür reingekommen.

?Ich hab doch frei. Eben war ich bei Cahal… Ich gehe nach Japan, im Januar?, sagte ich mit belegter Stimme, ?Nach Silvester reisen wir hin und bleiben dort, bis sich die Lage hier entspannt hat.?

Meine Freundin sah mich mitleidig an und setzte sich zu mir.

?Ach Kaida, das tut mir so leid! Und grade jetzt, wo du endlich mal n tollen Kerl abgekriegt hast?, Lisa legte ihre Hand auf mein Knie, ?Ich werde dich wahnsinnig vermissen, Kleine!? Ihre Augen wurden feucht, doch sie verkniff sich die Tränen.

?Ja, ich weiß… Irgendwie ist das Timing von allem nicht so prickelnd… Aber was soll ich machen? Hier bleiben kann ich nicht…?, ich biss mir auf die Unterlippe.

?Kommt Zeit, kommt Rat?, meinte Lisa tröstend und nahm mich in den Arm.

Nach und nach trudelten die anderen ein, erst Mandy und Michael, dann Terry, Padma und Anthony und zu guter letzt Roger. Und jedes mal musste ich von neuem erzählen, dass sie nach Silvester auf mich verzichten mussten. Und jedes mal musste ich in das Gesicht eines Freundes blicken, der unheimlich traurig, vielleicht auch verletzt war. Das schlimmste war, es Roger zu sagen.

Er sah mich an, als hätte ich ihm ins Gesicht geschlagen.

?Wirklich? Ist es denn so sicher??, fragte er panisch, ?Gibt es keine Möglichkeit, dass du nicht doch bleiben kannst??

Ich sah, wie eine Träne über seine Wange rann. Dann drehte er sich um und ging, Terry sprang sofort auf um ihn zu folgen. Doch ich hielt ihn zurück. Ich wollte selbst mit ihm reden. Also folgte ich Roger. Ich musste laufen um ihn einzuholen.

?Roger, warte! Bitte!?, rief ich ihm hinterher.

Roger blieb stehen, doch er drehte sich nicht um. Er ließ den Kopf hängen und seine Schultern bebten. Doch als ich ihn erreicht hatte war wirkte er gefasst und ruhig.

?Kaida… was… soll… ich… denn… dazu… sagen??, fragte er, doch nicht so ruhig wie er schien, seine Stimme stockte nach jedem Wort. Dann schaute er mich über die Schulter an.

?Gar nichts, Roger. Nicht mal ich weiß, was ich dazu sagen soll… Ich hatte nicht gedacht, dass sich das jetzt schon entscheidet!? sagte ich traurig, ?Keiner hat wirklich daran geglaubt, dass meine Eltern diesen Schritt gehen. Aber sie werden einen triftigen Grund haben.? Zumindest hoffte ich das… Roger drehte sich um.

?Ich habe so lange gehofft, du würdest mich wahrnehmen, ich habe so lange darauf gewartet, dich zu küssen. Und als das Warten endlich aufhört…?, verzweifelt sah er mich an.

?Es tut mir leid, Roger. Ich wusste, dass Cahal mit mir reden wollte, hätte ich erst mit ihm geredet dann – ?

?Sag nicht, dann hättest du mich nie geküsst! Lieber diese paar Wochen mit dir als die ganze Schulzeit ohne dich. Als du nach Halloween plötzlich angefangen hast mit Malfoy zu reden, dachte ich zuerst du magst ihn… Ich war ernsthaft eifersüchtig auf Malfoy! Ich habe die ganze Zeit nach Gründen gesucht, warum du mit ihm geredet hast, wollte nicht wahrhaben, dass es nur wegen Cahal ist… Es tut mir leid, dass ich dir nicht geglaubt habe?, schüchtern nahm er meine Hände in seine.

Ich fühlte mich unwohl. Denn ich hatte Roger unheimlich gern, er war freundlich und aufmerksam, er gab sich so viel Mühe! Doch eigentlich war ich es nur leid, allein zu sein. Ich musste hier ganz schnell raus!

?Aber, je näher wir uns kommen, desto schwerer wird der Abschied. Es wird sowieso schwer, weil ich alles zurücklassen muss, was mir etwas bedeutet. Ich… ich bin einfach total überfordert mit der Situation. Gib mir etwas Zeit, das ganze überhaupt zu realisieren!?, versuchte ich mich rauszureden. Wie war ich überhaupt dazu gekommen, ihn meinen Freund zu nennen?

?Alle Zeit die du brauchst…?, flüsterte Roger und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

?Baah, das ist ja ekelig! Sucht euch n Zimmer, aber belästigt andere nicht mit eurem Geturtel!?, sagte Zabini laut. Er kam mit Malfoy den Flur entlang.

?Wenigstens belästigt meine Freundin nicht durch ihren bloßen Anblick!?, motzte Roger zurück. Treffer, versenkt!

Malfoy beobachtete die Szene stumm, aber er hatte ein selbstgefälliges überhebliches Schmunzeln im Gesicht. Roger straffte sich und trag mitten in den Gang.

?Willst du damit etwa meine Freundin beleidigen??, Zabini baute sich vor Roger auf und schob sein Kinn vor.

?Zabini, lass den Mist. Du weißt, dass du keine Chance gegen ihn hast?, mischte ich mich ein. Ich wusste, dass er eine Niete im Zaubern war, und Roger war um einiges kräftiger als er. Zabini würde sich nur blamieren.

?Ach, unsere kleine Japsin möchte also auch eine Abreibung??, höhnte er.

?Abreibung? Die hast du schon kassiert bevor du das Wort überhaupt buchstabierst!?, blaffte ich ihn an. Was fiel dem eigentlich ein?

?Halts Maul du Kröte!?, presste der Slytherin zwischen den Zähnen hervor und griff mir an die Kehle. Ehe ich mich wehren konnte, holte Roger schon aus.

?DAS würde ich an Ihrer Stelle lassen, Davies?, hallte es durch den Korridor. Professor McGonagall kam genau im richtigen Moment die Treppe hinauf. ?Zabini, lassen Sie sofort dieses Mädchen in Ruhe! Was ist hier eigentlich los??

Ich befühlte meinen Hals, vermutlich würde ich einige Druckstellen haben. Der Typ hatte mehr Kraft als ich dachte. Er und Roger stammelten wild durcheinander irgendwelche Erklärungen, während Malfoy sich auch noch einmischte. McGonagall wurde immer wütender.

?Ruhe! Sie kommen mit in mein Büro, alle vier! Und dort werden Sie mir einzeln erklären, was passiert ist?, keifte sie. Mürrisch trotteten wir ihr hinterher.

?Das ist alles deine Schuld, Davies!?, zischte Malfoy so leise, dass nur wir es hören konnten. Roger warf ihm nur einen grimmigen Blick zu.

In McGonagalls Büro nahmen wir alle vor ihrem Schreibtisch platz. Die Professorin setzte sich, stützte die Ellenbogen auf den Tisch, legte ihre Fingerspitzen aneinander und sah uns über den Rand ihrer Brille vorwurfsvoll an.

?Nun, da Sie doch sehr wie das Opfer wirken, fangen wir mit Ihnen an, Miss Edoki!?, sagte sie streng.

?Aber Professor, ich könnte – ? ?SIE halten Ihren Mund, bis Sie dran sind, Malfoy?, herrschte McGonagall ihn an.

Unsicher sah ich mich um. Ich entschloss, bei der Wahrheit zu bleiben.

?Roger und ich standen auf dem Flur und haben uns unterhalten, als Zabini und Malfoy kamen. Zabini fing sofort an uns zu beleidigen und provozieren. Roger hat mich verteidigt, da ist Zabini auf ihn losgegangen. Ich wollte ihn davon abhalten, da ist er mir an die Gurgel gegangen?, berichtete ich, zwar etwas geschönt aber wahrheitsgemäß. Irgendwie.

?Zabini, was sagen Sie zu diesen Anschuldigungen??, McGonagall schaute ihn scharf an. ?Dass Sie das Mädchen gewürgt haben, war nicht zu übersehen. Aber wie kam es dazu??

?Na ja, es war schon so ähnlich, wie Edoki erzählt hat. Nur, dass Davies zuerst eine abfällige Bemerkung über Slytherin gemacht hat und das habe ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen. Ich wollte mich nur verbal wehren. Doch dann hat Davies meine Freundin beleidigt. Edoki hat nachgesetzt, und da sie am nächsten stand hat sie meine Wut leider abgekriegt?, Zabini gab seine Version mit Unschuldsmiene zum besten.

?Das stimmt nicht! Ich habe mich nur mit Kaida unterhalten, als du meintest, unser Geturtel sei ekelig und belästigend! Und wer hat denn überhaupt gesagt, dass meine Aussage auf Parkinson bezogen war?!?, rief Roger ärgerlich. Er krallte seine Finger um die Armlehnen seines Stuhls und Zabini schaute ihn abfällig und wütend an. Malfoy saß zurückgelehnt neben mir und beobachtete die beiden amüsiert.

?Ich denke, ich kann selbst beurteilen was stimmt und was nicht, wenn ich Sie alle der Reihe nach angehört haben. Was haben Sie zum Ablauf zu sagen, Davies??, sagte McGonagall.

?Wie Kaida schon erzählt hat, wir haben ein sehr privates Gespräch geführt als Malfoy und Zabini uns gestört haben. Zabini hat einen ziemlich fiesen Spruch abgelassen und ich habe Kaida nur verteidigt. Das konnte er wohl nicht verkraften und er kam auf mich zu. Kaida hat wohl was geahnt und ihn gebeten, uns in Ruhe zu lassen. Da hat er sie als Kröte beschimpft und hat ihr an die Kehle gegriffen?, berichtete Roger in einer etwas entschärften Variante.

?Und Malfoy, wollen Sie noch was hinzufügen? Sie scheinen das ganze ja einfach nur beobachtet zu haben?, fragte McGonagall schließlich.

?Davies hat Blaise schon sehr herausfordernd angeschaut, ich hätte mir einen Kommentar zu den beiden auch nicht verkneifen können. Davies hat dann überreagiert, das hat Blaise natürlich provoziert. Kai… Edoki wollte ihren Lover wohl vor einer Niederlage bewahren und hat Blaise blöde angemacht. Da ist ihm die Hand ausgerutscht. Ich hab mir das nur angeguckt, ist ja nicht mein Problem?, erzählte Malfoy gelangweilt.

Streng sah die Professorin von einem zum anderen, musterte uns mit zusammengepressten Lippen. Zabini rutschte unruhig auf seinem Stuhl rum , Roger war unheimlich angespannt und Malfoy saß immer noch lässig zurückgelehnt da, als ob ihn das nichts anginge.



1 Kommentar zu “Kaida – Eine Geschichte über Krieg (Teil 2), Kapitel 6”

  1. Ahra said:

    das ging ja nur um den streit ich möchte mehr über kaida und malfoy wissen!

    Liebe Grüße
    Ahra :)

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