Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!

Das war genug. Ich holte aus und verpasste Malfoy eine schallende Ohrfeige. Ein roter Abdruck meiner Hand blieb auf seinem Gesicht zurück.

?Sag das nie wieder zu meinem Freund, oder du wirst es bitter bereuen!?, fauchte ich. Er hatte es weder anders gewollt noch anders verdient. Um meine Worte zu verdeutlichen nahm ich Rogers Hand. Und für den Bruchteil einer Sekunde sah ich ein Flackern in Malfoys Augen. Sie sprachen von Wut und tiefem Schmerz. Doch dann hatte er sich wieder gefangen und sah uns spöttisch an. Roger legte den Arm um mich und wir gingen zusammen aus der Großen Halle ohne zurückzusehen. Ich wusste auch so, dass alle uns anstarrten. Kaum waren wir im ersten Stock blieb Roger stehen.

?Hast du das grade ernst gemeint??, fragte er unsicher.

?Was??

?Das ich dein Freund bin.?

?Es tut mir leid, vielleicht sollten wir erst darüber reden. Aber ich finde wir sollten es versuchen?, antwortete, nein, log ich schulterzuckend,, ?Denn wenn ich erst mal in Japan bin, dann geht es nicht mehr.? Was tat ich hier?

Ohne etwas zu erwidern zog Roger mich zu sich. Er hielt mich ganz fest und sah mich an. Dann legte er seine Hand an meine Wange und küsste mich.

Und noch nie hatte sich ein Kuss so falsch angefühlt. Ich öffnete einen Spalt weit meine Augen und schielte die Treppe runter. Unten stand eine große, schlanke Person mit hellblonden Haaren, die zu uns hoch sah. Draco Malfoy. Ich hatte gespürt, dass er da war. Dann schloss ich die Augen wieder und legte meine Arme um Rogers Nacken. Als wir uns voneinander lösten war Malfoy weg. Vielleicht hatte ich ihn mir auch nur eingebildet.

?Cahal wartet?, hauchte ich, aus Angst die Stimmung zu zerstören.

?Ist okay, bis heute Abend?, flüsterte Roger, gab mir einen Kuss auf die Wange und hüpfte die Treppe hinunter. Vermutlich um irgendjemandem von seinem Glück zu erzählen. Ich wandte mich Richtung Krankenflügel, wo Cahal jetzt mehr als Gast statt als Patient ein Bett belegte. Doch nach einer Weile holte Padma mich ein.

?Kaida, ich muss mit dir reden?, keuchte sie außer Atem.

?Was ist denn passiert??, fragte verwundert.

?Es ist Malfoy, oder? Der, wegen dem du geweint hast. Der, dem du Halloween den Kürbis geschenkt hast. Oder??, fragte sie, noch immer nach Luft schnappend.

?Was? Wie… woher weißt du das??, fragte ich mit gesenkter Stimme.

?Du hast plötzlich mit ihm geredet, nicht nur wegen Cahal. Du warst Abends weg und niemand wusste wo. Das gleiche hat Pansy auf dem Klo über ihn gesagt. Und jetzt erzählt Lisa, dass er unglücklich verliebt ist, dann stürmt Draco wutentbrannt mit Tränen in den Augen in die Kerker, während du knutschend auf der Treppe stehst!!!?, erklärte sie mit einem Gesichtsausdruck, den ich nicht zu deuten wusste.

?Nun, ich kann dir versichern, dass Draco nicht mich will. Er hat mich achtkantig rausgeworfen, als wir uns vor etwa einer Woche getroffen haben. Er will lieber Krieg spielen ??

?Ja, im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt, das weiß ich?, unterbrach Padma mich unwirsch, ?Aber was ist mit Roger??

?Ich mag ihn wirklich. Ich wollte es nur nicht sehen, doch jetzt weiß ich es?, beteuerte ich. ?Sagst du es den anderen??

?Was??, wollte Padma wissen.

?Das ich was mit Malfoy hatte. Es ist mir peinlich?, antwortete ich kleinlaut.

Meine Freundin grinste nur und nickte verständnisvoll. Dann lief sie zurück zur Großen Halle. Ich ging meinen Bruder besuchen. Er war allein im Krankenflügel und saß an einem Tisch, eine Zeitung vor sich liegend.

?Hey Bruderherz, wie geht?s dir? Schon Nachricht von den alten Herrschaften??, fragte ich gut gelaunt.

?Hallo Kaida! Mir geht?s bestens. Und ich habe heute Morgen eine Eule von Mom gekriegt?, antwortete er lächelnd. Doch dann wurde sein Gesicht ernst. ?Du bleibst Weihnachten hier. Es geht erst später nach Japan. Ich werde übermorgen nach London zurückkehren.?

?Was? Warum das denn??, ich hatte ein wirklich ungutes Gefühl dabei.

?Wie soll ich anfangen… Du sollst dich doch von deinen Freunden verabschieden können. Mit ihnen Weihnachten und Silvester feiern. Wir werden in Japan bleiben?, berichtete er, ich sah ihm an, dass es ihm schwer fiel.

Ich ließ mich auf einen Stuhl fallen. Das war hart. Einerseits hatte ich damit gerechnet, doch es jetzt wirklich zu wissen war so… endgültig.

?Wann??, flüsterte ich mit gebrochener Stimme. Ich wollte weinen.

?Dad holt dich Neujahr ab, ihr reist nach Deutschland. Dort holen wir Rango und dann geht?s mit einem Drachen nach Japan?, meinte Cahal.

Schweigend saßen wir uns gegenüber. Niemand wusste, was er sagen sollte. Ich hatte einen Kloß im Hals, fühlte mich nicht in der Lage zu reden. Ich würde Hogwarts also für immer verlassen. Neu anfangen, ohne meine Freunde. Ein paar mal setzte Cahal an, etwas zu sagen. Doch auch er schien keine Worte zu finden. Ich wusste aus Gesprächen in den vergangenen Tagen, dass es in London ein Mädchen gab, dass er sehr mochte. Doch er konnte sie nicht mitnehmen. Sie hatten sich erst ein paar mal getroffen. Ich konnte ihn verstehen.

Es waren noch vier Wochen bist zu den Weihnachtsferien, dann noch eine bis Silvester. Und dann würde ich Hogwarts verlassen. Ich würde Europa verlassen. Und ich wusste nicht mal für wie lange. Das kam alles viel zu plötzlich.

?Cahal, ich glaub ich gehe jetzt hoch zu den anderen. Ich habe heut Nachmittag frei… Mal sehen ob ich schon mit dem ein oder anderen darüber reden kann?, ohne ein weiteres Wort stand ich auf und ging. Auf dem Korridor kamen die Tränen. Still und nass rannen sie über meine Wangen, tropften von meiner Nasenspitze und von meinem Kinn. Ich wählte extra Korridore, die selten benutzt wurden um niemandem über den Weg zu laufen. Als ich sah, wer mit entgegenkam drehte sich mein Magen um. Ich hatte das Bedürfnis mich an Ort und Stelle zu übergeben.

?Na Edoki, kleine Schlammblutschlampe, deine Liebelei schon wieder zu Ende??, höhnte Malfoy. Der war echt das letzte was ich sehen wollte.

?Freu dich, Schlange, denn ab Januar bist du mich für immer los. Genieß die wenigen Wochen, in denen du noch jemanden hast, der dir die Stirn bietet?, schrie ich ihn an und ging einfach weiter. Meine Laune hatte einen Tiefpunkt erreicht, den man auch bodenloses Loch hätte bezeichnen können. Wenigstens konnte ich Japanisch, versuchte ich mich zu trösten. Doch das machte es nicht besser.

Und wieder griff dieser kleine arrogante Penner nach meinem Handgelenk! Zwar nicht so fest wie am Mittag, doch es bracht das Fass zum überlaufen.

?Fass mich nie wieder an, du dreckiger Mistkerl!?, brüllt ich, während ich herumwirbelte und Malfoy wie schon am Mittag eine Ohrfeige verpasste. Ich traf nicht so hart, wie ich wollte, da er mit so was gerechnet haben musste. Er wich einige Schritte zurück und war gefasst. Aber es reichte, mir Zeit zu verschaffen, meinen Zauberstab zu ziehen und LEVICORPUS rufen. Malfoy wurde an den Füßen in die Luft gerissen und hing schreiend kopfüber im Korridor. Ich drehte mich um und ging einfach weiter. Sollte er doch da hängen bleiben bis zum Sankt Nimmerleinstag. Im Stillen dankte ich meiner Tante Branwen, dass sie mir diesen Zauber beigebracht hatte. Ich legte den Weg zum Turm im Laufschritt hin, mit der Hoffnung, dass jemand meiner Freunde schon da sein und mich trösten würde.

Doch keiner von ihnen war da. Nicht mal Terry oder Anthony. Mir bliebt nichts anderes übrig als zu warten. Also kauerte ich mich mit angezogenen Beinen auf den Sessel, der am nächsten am Feuer stand und starrte in die Flammen. Mir war unheimlich kalt, ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper. Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte.

Einerseits wollte ich weg von hier, weg von Malfoy und den Todessern, andererseits wollte ich meine Freunde nicht zurücklassen. In Japan hatte ich wunderbare Möglichkeiten einen meiner Traumberufe zu ergreifen, doch Hogwarts war einfach eine der besten Schulen für Zauberei und Hexerei in der Welt. Aaach, alles blöd.



1 Kommentar zu “Kaida – Eine Geschichte über Krieg (Teil 2), Kapitel 5”

  1. Ahra said:

    och man die geschichte ist sooooooooooooooooo toll

    ich habe eine vermutung was in der nächsten passieren könnte ;P

    Liebe Grüße
    Ahra :)

Kommentar schreiben