Eigentlich wollte ich die Embryonalentwicklung der Leber aus dem Hepato-Pankreatishen Ring nachlesen. Doch stattdessen habe ich beim googeln einen unheimlich unheimlichen und auch interessanten Artikel gefunden.

Da steht, dass in der Leber einer Frau ein lebender Embryo gefunden wurde. Dieser wurde allerdings operativ entfernt.

Bei einem anderen Fall ist eine 20jährige Schwangere ins Krankenhaus, weil die Leberwerte erhöht waren. Komischerweise war die Gebärmutter leer, dafür war das Baby in der Leber. Es hat gelebt, es wurde ein Kaiserschnitt gemacht und Mutter und Tochter sind wohl auf.

Weltweit sind angeblich 14 solche Leberschwangerschaften bekannt. Es macht den Anschein, als habe damals die deutsche Ärztezeitung darüber berichtet, aber den Artikel finde ich nicht mehr.

Die, die ich finde gibt es hier.
Leberschwangerschaft 1
Leberschwangerschaft 2
Leberschwangerschaft 3

Ich finde den Gedanken ziemlich skurril… Ich meine, gut. Die Tuben sind quasi offene Verbindungen zur Bauchhöle. Die Spermien schwimmen durch die Eileiter zu den Tuben und wenn sie eben keine Eizelle treffen, dann schwimmen sie weiter in die Bauchhöhle. Manchmal verirrt sich dann auch die Eizelle dahin. Kann passieren.

Wenn Eizelle und Spermien dann doch aufeinandertreffen, nistet sich die Zygote (befruchtete Eizelle) von außen am Eierstock oder an der Gebärmutter fest. Manchmal auch am Darm, was natürlich sofort operativ behoben werden muss.
Allerdings ist für so eine kleine Zygote der Weg aus der unteren Bauchhöhle bis zur Leber recht weit. Und dazwischen ist auch noch sowas wie Bauchfell, dass die untere Bauchhöhle von der oberen abtrennt.

Für wahrscheinlicher halte ich, dass sich ein Zwillingsgeschwisterchen eingenistet hat. Vor allem da von lebenden Föten die Rede ist.
Also, es wurden Zwillinge gezeugt, von denen sich der eine um den anderen rumentwickelt hat. Der andere stellt derweil die Entwicklung ein, bis er irgendwann mal meint, sich jetzt weiter zu entwickeln. Kann dann passieren, dass er grad in der Leber steckt.

In einigen Foren wird die Sache diskutiert, und da berichten einige von Bekannten, die einen Zwilling in der Schulter haben oder sonst wo. So richtig mit Zähnen drin! Das, liebe Leser, ist meist ein Teratom.
Die Ärzte sagen dann “sie haben einen Zwilling”, weil verschiedene Gewebe und auch organartige Sturkturen in diesem Tumor sind. Teilweise sehen die sogar aus wie Embryos (allerdings ist das eher n ausnahmefall).
Teratome sind furchtbar stinkende (also, wirklich physikalisch stinkend. Ekeliger Geruch..) Tumore, in denen sich wirklich Zähne und Knochenstückchen und auch Haare entwickeln können. Hat aber nichts mit “Zwilling” zu tun. Ist auch nicht lebensfähig.

Naja… Sachen gibt´s, die gibt´s gar nicht!
Leberschwangerschaften gehören dazu.



6 Kommentare zu “Die “Leberschwangerschaft””

  1. Demian said:

    Danke, Mädel, wollt grad Leber essen. Bäh.^^

  2. Mem said:

    Ürgs. >_> Dinge, die ich nie erfahren wollte. xD

  3. mel said:

    gut das ich es nach den beiden Kindern erfahren habe, ich glaub sonst hätt ich mich anders entschieden. <.<"

  4. Mary Malloy said:

    Und warum ausgerechnet so oft in der Leber?!

  5. Silberblut said:

    @Mary:
    Ich denke, weil die Leber so gut durchblutet ist..
    Da die Leber ja voll gut im selbst-regenerieren ist (wenn man sie lässt..), sind da vermutlich ganz gute Wachstumsbedingungen.

    Vermutlich gehen die Embryos an anderen Stellen einfach ein, weil sich nicht genug versorgt werden können. An anderen Organen kommt das sicher auch vor, nur entwickelt sich der Keim einfach nicht und stirbt ab, bevor man was merkt…

    @Demian:
    Leber ist sowieso pfui… da landet der ganze Mist an Giftstoffen, die der frühere Besitzer zu sich genommen hat…

  6. Demian said:

    Na und? Das wird doch locker von meinen in mir und meiner Leber befindlichen Giftstoffen neutralisiert^^

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