Gestern war wieder Sneak. Und wie schon vor ein paar Wochen kam mal wieder ein WW2 film. Suuuuper…. NICHT! Es kam “Unbeugsam“.

Ich bin ja ein sehr geschichtsinteressierter Mensch. Ich hatt ja sogar Geschichts-LK, weil ich der Meinung war, da am meisten lernen zu können (was Antike und Mittelalter angeht war ich recht fit, aber von Neuzeitlicher Geschichte hatte ich damals kaum ne Ahnung). Ich schaue auch gernhistorische Filme. Vor ein paar Jahren habe ich “Der letzte Zug” gesehen – ein Film über den letzten Deportationszug nach Auschwitz. Und von John Rabe war ich ja auch sehr angetan.

Aber dies hier… ging gar nicht. James Bond Fuzzi Daniel Craig als Anführer einer Gruppe Juden, die sich in den Wäldern Weissrusslands vor den Nazis verstecken.

Zuerst hab ich mich ja schon gefreut, weil ich dachte der Film ist sicher nicht so übel.  Ich hab ja noch nie n Film mit Mr. Craig gesehen und wollte nicht vorschnell urteilen.

*argh* Ist der Film furchtbar. Kurzer Anriss, um was es geht:

4 Brüder sind die einzigen Überlebenden einer 12-köpfigen jüdischen Bauernfamilie. 2 Brüder sind im Wald, als die Familie von der örtlichen Polizei + Waffen SS ermordet wird, der kleine Bruder hatte sich im Haus versteckt und der vierte (und Ältestese => James Bond) kommt später dazu.

Sie bleiben im Wald versteckt, doch nach und nach schließen sich immer mehr Juden an, die versteckt im Wald leben. Recht zu Anfang stattet Mr. Craig dem Polizisten, der Schuld am Tod der Familie ist einen Besuch ab und bringt ihn + die 2 Söhne um.

Naja, nach und nach werden es halt immer mehr Juden. Die Männer besorgen sich Waffen und besorgen Essen in den Dörfern. Mit der Zeit muss man ein paar mal mit dem Lager “umziehen”, weil man entdeckt wurde.

Der eine Bruder zettelt zudem Streit an und einige Männer schließen sich russischen Partisanen an. Es wird gemeutert, geliebt, gestritten, getötet und vertragen, geheiratet auch, mitten im russischen Winter…

Wäre ja alles ganz nett, aber der Film ist teilweise unheimlich – ich weiß gar nicht wie ich sagen soll – übertrieben. Herr Craig ist natürlich der totale Held und als dann noch der vergleich mit Moses aufgeworfen wird ist´s ganz zuende.

Einen Tag vorm Pessach kommen nämlich die Deutschen und die Juden müssen aus Ägypten – ähm, sorry – ihrem Waldlager ausziehen. Durch das Rote Meer – ähm, nee – einen großen Sumpf. Oo

Naja, wenn ihr den Film sehen wollt, schaut ihr euch an, aber ich bereue ja, nicht zu Hause gebliebn zu sein.

Dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht und dass es die Bielski-Brüder wirklich gab ist schon beeindruckend. Bis Kriegsende haben durch sie 1200 Juden überlebt, sagt der Abspann. Aber der Film… ist teilweise irgendwie langweilig und dann wieder TOTAL überzogen.
Haut einen halt echt nicht vom Hocker.

Guckt lieber John Rabe, wenn ihr was historisches wollt.
Oder noch besser, Radio Rock Revolution. Da hat man dann noch gute Laune, wenn man aus dem Kino kommt….



2 Kommentare zu “Unbeugsam – Defiance”

  1. Mika said:

    klingt n bißchen wie Robin Hood und die Vertriebenen im Sherwood Forest. >_>

  2. Silberblut said:

    Mein Kumpel meinte grad der fand den Film gut..
    Naja… Ist hier ja auch nur meine bescheidene Meinung ;-)

    Ich glaub aber es war wirklich ein bisschen an den Exodus angelehnt.

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