Es ist schon eine Weile her, dass ich die Synchrone entdeckt hab… bzw einen Menschen gefunden habe, der ähnliche Sachen erlebt hat wie ich, zur gleichen Zeit unabhängig von mir die gleichen Sachen kauft (wobei beide das noch nie gekauft haben!), der Gleiches denkt und sagt, dem die gleichen Dinge gefallen… und so eben auf die Spur der Synchrone gekommen bin. Ich habe die Geschichte über die Synchrone dann aufgeschrieben und jetzt liegt die schon so lange auf meinem Rechner… und grade dachte ich mir, dass ich die ja mal hier posten könnte.
Vielleicht habt ihr ja auch Synchrone und wisst es nur nicht…
Viel Spaß damit!
Auf einem weit entfernten Planeten in einem weit entfernten Sonnensystem leben die Synchrone. Das heißt, sie leben nicht wirklich dort… sie werden dort geboren und kommen zurück, wenn sie mal eine Pause vom Synchronsein brauchen.
Synchrone kommen grundsätzlich in Paaren vor. Alleine sind sie todunglücklich. Wenn sie alt genug sind, verlassen sie zu zweit ihren Heimatplaneten und reisen durch das Weltall, von Planet zu Planet, und suchen nach zwei Wesen, die durch eine ganz besondere Beziehung eng verbunden sind. Die Synchrone bleiben dann bei diesen Wesen und sorgen dafür, dass diese ihre Verbundenheit und ihre Synchronität nicht verlieren.
Ganz selten kommen auch mal Synchrone auf die Erde und suchen sich ganz besonders enge Freunde oder Liebespaare und wachen darüber, dass diese sich nicht verlieren.
Doch einmal ist es passiert, dass auf dem Planeten der Synchrone ein ganz merkwürdiges Synchron war. Alle haben es angestarrt und irgendetwas an ihm war anders. Das kleine Synchron wusste überhaupt nicht, was los war und wurde noch unglücklicher, als es sowieso schon war. Es flog hierhin und dorthin und suchte nach einem Grund für die Blicke der anderen und sein Unglücklichsein.
Irgendwann kam es an einen See, und als es so traurig in das Wasser starrte fiel ihm auf, was es so anders mache: Es war allein! Ein einzelnes Synchron! Sowas hatte es noch nie gegeben.
Als das kleine Synchron erkannte, dass es ohne einen Partner nicht glücklich werden konnte, machte es sich ganz allein auf in das große Universum, um ein anderes, einsames Synchron zu finden.
Es suchte hier und dort ? und eigentlich überall. Doch es blieb alleine.
Irgendwann kam das kleine Synchron auf die Erde, um dort zu suchen. Doch es fand kein anderes, einsames Synchron. Nur einen Menschen, der aber auch einsam und traurig war.
Da sich die beiden gut verstanden beschloss das kleine Synchron, bei dem Menschen zu bleiben. Fortan lebte es also bei ihm, saß meist auf seiner Schulter oder in seinen Haaren und war nun nicht mehr ganz so unglücklich wie vorher.
Jedoch trug es sich zu, dass der Mensch mit seinem Synchron in eine andere Stadt zog um dort zu studieren. Eines Tages in der Mensa sah er ein wunderschönes Mädchen, dass ihn anlächelte.
Von nun an traf er das Mädchen öfter, und jedes mal lächelten sie sich an. Doch obwohl sie sich mochten, traute sich keiner, den anderen anzusprechen. Zudem hatte das kleine Synchron ganz schön große Angst, wieder allein zu sein, wenn sein Mensch und das Mädchen sich kennen lernen würden.
Als der Tag kam, an dem sich die beiden zum ersten mal gegenüberstanden und sich unterhielten, versteckte sich das kleine Synchron ganz ängstlich in den langen Haaren seines Freundes. Argwöhnisch schaute es ab und zu über das Ohr des Menschen und beobachtete das Mädchen.
Doch dann ? nur einen Augenblick ? sah es etwas in den Haaren des Mädchens. Ein Synchron!
Neugierig wagte es sich vor und setzte sich auf die Schulter seines Menschen und hoffte darauf, sich nicht geirrt zu haben. Nach einer Weile saß dann auf der Schulter des Mädchens wirklich ein anderes Synchron. Und es war auch allein!
Kurz beobachteten sich die Synchrone, konnten es nicht recht fassen, endlich ihre zweite Hälfte gefunden zu haben. Doch dann gingen sie aufeinander zu und wussten sofort, dass sie zusammen gehörten.
Doch auch die beiden Menschen fanden ineinander mehr als normale Menschen. Mehr als normale Freundschaft oder Liebe. Sie gehörten einfach zusammen. Sie waren etwas besonderes.
Und das merkten auch die Synchrone. Glücklich darüber, nicht mehr allein zu sein und ihren Menschen dankbar, blieben sie bei ihnen und kümmerten sich darum, dass sie sich niemals verlieren würden.
Auch wenn die Menschen nun durch äußere Umstände getrennt waren und große Distanzen zwischen ihnen lagen, so sorgten die Synchrone doch dafür, dass ihre Herzen im gleichen Takt schlugen. Egal was passieren würde, sie würden immer wissen, dass der eine an den anderen denkt, egal, wo auf der Welt sie waren und egal, was auch passieren würde.
Denn Synchrone und die, die sie verbanden, konnte nichts in diesem Universum jemals wirklich trennen.
[c] by Ronja Hollstein
Der Beitrag wurde am 1, den 18. März 2009 um 09:36 Uhr unter Gelesen veröffentlicht. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback von deiner Seite setzen.