Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!
„Das… das wäre w-wirklich w-wunder-b-bar!“, stotterte ich verlegen.
Dumbledore zwinkerte mir einfach nur wissend zu.
„Jeder braucht mal einige Stunden für sich…“, fügte er hinzu und sah sich unschuldig im Raum um. Dieser alte Schelm…
Cahal beobachtete die Situation ungläubig. Auch ihm konnte nicht entgangen sein, dass ich ein Geheimnis hatte und dass der alte Mann es herausgefunden hatte. Doch Cahal sagte nichts. Plötzlich merkte ich, dass es in meiner Tasche warm wurde.
Das Pergament!
„Entschuldigt mich bitte, ich gehe mir mal die Nase pudern“, warf ich in den Raum, stand auf und beeilte mich, auf die Damentoilette zu kommen. Als die Tür hinter mit zugefallen war, sah ich nach, ob noch jemand im Raum war. Doch ich war allein. Mit klopfendem Herzen zog ich die Pergamentrolle aus meiner Tasche und entrollte sie.
Ja, gerne. Aber ich kann nicht lange. Ich hab dich weggehen sehen. Wann kommst du wieder?
Hastig suchte ich in meiner Tasche nach der Feder und der Tinte. Ja, es war wirklich klug sie mitzunehmen!
Wir machen uns gleich auf den Rückweg nach Hogwarts. Dann komme ich zum Raum der Wünsche. Es gibt viel zu reden. Bis gleich.
Ohne eine Antwort abzuwarten stopfte ich die Sachen wieder in meine Taschen, wusch mir die Hände und ging zurück zu Cahal und Dumbledore. Ich nahm mir vor für die restlichen Minuten die artige kleine Schwester zu spielen um dann im Schloss schnell zu Draco entwischen zu können. Ich ließ die beiden Männer ihr Gespräch führen bis Dumbledore schließlich (endlich!) auf seine Uhr sah.
„Es ist schon halb neun, ich denke wir sollten uns langsam auf den Heimweg machen“, sagte er fröhlich, „Ich lade euch beide heute ein!“ Dann stand er auf und ging zu Madam Rosmerta um zu bezahlen. Unterdessen standen Cahal und ich auf und zogen unsere Winterumhänge an. Es war November und abends wurde es immer empfindlich kalt.
Auf dem Rückweg stellte Dumbledore erschrocken fest, dass sich sein Zitronenbonbonvorrat erschöpft hatte. „Ich muss unbedingt wieder mal nach London“, murmelte er. Cahal versprach ihm lachen, eine seiner Eulen zu schicken um Bonbons zu besorgen. Am Schloss angekommen öffnete Dumbledore mit einem Schlenker seines Zauberstabes das Portal und ließ uns eintreten.
„Nun Mr. Edoki, wollen sie noch auf einen Feuerwhiskey in mein Büro kommen? Ich bin sicher, Ihre Schwester wird uns begleiten und ihren Gemeinschaftsraum aufsuchen, nachdem ich ihr die Erlaubnis für die verlängerte Ausgangszeit ausgehändigt habe“, gut gelaunt lächelte der Professor uns an, „Nun, was ist?“
„Ja, gerne“, antworteten Cahal und ich wie aus einem Mund und grinsten uns an.
Als wir vor Dumbledores Büro angekommen waren, viel mir auf dass dieses wie der Raum der Wünsche im siebten Stock lag. Ich musste zwar auf die andere Seite der Schule, aber das Stockwerk war schon mal richtig. Dumbledore flüsterte dem Wasserspeier das Passwort zu, dieser rückte zur Seite und die Wendeltreppe zu seinem Büro erschien. Cahal und ich folgten ihm die Treppe hoch.
Dumbledore ging zu seinem Schreibtisch, öffnete eine Schublade, fingerte einige Blätter Pergament heraus und griff nach einem feurig-roten Federkiel. Er kitzelte sich mit dem Ende an der Nase, als überlegte er was er schreiben sollte. Dann lächelte und beschrieb zwei Pergamentplätter, versah sie mit seinem Siegel und drücke sie mir schließlich strahlend in die Hand.
„Nun, es wird Zeit für dich Kaida. Ich bin sicher man wartet auf dich!“, sagte er verschmitzt und zwinkerte mir zu. Dieser Mann war unglaublich.
Ich drehte mich sofort um, rief ein „Danke“ und noch „Gute Nacht“, als ich an meinem Bruder vorbeieilte und stürmte die Treppe runter. Zwar war der Weg länger als ich dachte, doch dann bog ich um eine Ecke und sah die Tür. Die letzten Schritte rannte ich, so dass ich fast gegen die Tür gelaufen wäre. Atemlos öffnete ich sie und schlüpfte durch den Türspalt.
„Hallo Kaida. Du siehst wundervoll aus!“, Draco erhob sich vom Sofa und kam auf mich zu, um mich zu begrüßen. Er musterte mich mit einem verschmitzten Lächeln, dann umarmte er mich. „Komm setz dich.“
„Hallo Draco, danke“, sagte ich schüchtern, meine Wangen waren nicht nur vom laufen rosa. Draco hatte noch nie ein Kompliment zu meinem Äußeren gemacht. „Ich muss mal eben sehen was Dumbledore mir hier mitgegeben hat“, erklärte ich, während ich das oberster der zwei Pergamentblätter studierte.
Mit diesem Schreiben erteile ich der Schülerin Kaida Sirona Edoki die Erlaubnis, sich bis elf Uhr Abends außerhalb ihres Gemeinschaftsraumes in allen Räumen im Schloss aufzuhalten.
Bei Fragen wenden sie sich an mich,
Albus Dumbledore, Schulleiter
„Was schreibt er denn?“, fragte Draco neugierig und guckte über meine Schulter. Erstaunt riss er die Augen auf. „Wie hast du das denn hingekriegt?“
Wortlos reichte ich ihm das zweite Pergament. Ich brauchte es nicht zu lesen, aus irgendeinem Grund war mir klar, was darauf stehen würde. Draco überflog es und trat vor erstaunen einige Schritte zurück. „Für mich auch?“, murmelte er und sah mich verständnislos an.
„Heut beim Abendessen hat er schon so eine Andeutung gemacht und mich gefragt, warum ich mich so oft so spät im Raum der Wünsche rumtreibe. Er wusste es einfach, ich habe nichts verraten! Und eben im Büro hat er mir die dann in die Hand gedrückt“, erklärte ich ihm fröhlich. Doch Draco wurde blass, noch blasser als sonst. Er setzte sich auf das große schwarze Sofa und starrte auf das Stück Pergament in seinen Händen. Und er sah nicht sehr glücklich aus.
„Dieser Mann… wenn er wüsste… was steckt da hinter?… kann nicht wahr sein… törichter alter Narr… ich fass es nicht… irrt Vater?“, stammelte er die ganze Zeit ungläubig. Ich setzte mich neben ihn und legte ihm meine Hand auf die Schulter.
„Was ist denn los?“, fragte ich besorgt. Doch Draco schüttelte nur den Kopf. Ich strich ihm zärtlich die Haare aus dem Gesicht. Dann fasste ich mir ein Herz. „Dumbledore hat erzählt, wer noch an dem Angriff auf Cahal beteiligt war… Ich darf nichts darüber sagen, aber ich habe mir Gedanken gemacht… Hast du so viel Angst, weil deine Mutter die Fehler deines Vaters bei Du-weißt-schon-wem ausbaden soll?“
Draco sah mich an als hätte ich ihn mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen. Doch er wirkte nicht ängstlich oder verwundert. Nachdem er meine Frage realisiert hatte versteinerte sich sein Gesicht.
„Raus hier. Sofort“, sagte er mit einer Stimme, so kalt wie Polareis.
„Aber Draco ich… es tut mir leid! Was ist denn?“
„Raus!“, er war aufgesprungen, hatte mich hart am Handgelenk gepackt und vom Sofa hochgerissen. Entschlossen zerrte er mich zur Tür. „Verschwinde und wag es ja nicht noch mal herzukommen. Wir Malfoys tun das, was wir tun aus Überzeugung. Und wir machen keine Fehler. Merk dir das!“, zischte er mich an. So wütend und zornig hatte ich ihn noch nie erlebt. Er riss die Tür auf und stieß mich hinaus, ich schlug hart auf den Boden auf. Er sah von oben auf mich herab und verzog seinen Mund zu einem hämischen Grinsen. „Komm mir bloß nicht zu nah, Blutsverräterin!“ Dann schlug er die Tür zu. Als ich aufgestanden war und mich umdrehte, war sie weg. Fassungslos starrte ich auf die Wand.
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