Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!

 

 

?Draco ist ganz und gar Lucius Sohn. Glaub mir, er wird ihm folgen. Wenn er nicht schon längst einer von denen ist?, Cahal schnaubte verächtlich.

      ?Wenn es sich machen lässt, gehe ich ihm aus dem Weg. Versprochen!?, log ich. Wie konnte ich meinen Bruder so belügen? Ich müsste ihm doch vertrauen können!

 

      ?Bitte, ich meine das wirklich ernst. Die Malfoys sind gefährlich?, Cahal öffnete die Tür und wollte schon gehen, doch er drehte sich noch mal um. ?Geh dich am besten umziehen. Wir treffen uns in einer halben Stunde mit Dumbledore in der Eingangshalle.? Dann ließ er mich stehen.

      Ich beeilte mich, in den Turm zu kommen. Einige Ravenclaws feierten lautstark die Tatsache, dass Slytherin vernichtend geschlagen wurde. Ich ging jedoch direkt zum Schlafsaal. Er war leer. Ich warf meinen Umhang aufs Bett und ging zum Schrank um mir was zum anziehen zu suchen. Der Festumhang war zu festlich und die Schulumhänge zu gewöhnlich. Ich entschied mich für einen weinroten Umhang, den meine Mom mit den Worten ?Falls du mal ausgehst? in meinen Koffer gepackt hatte.
Als ich mich umgezogen hatte war ich noch einen Blick auf das Pergament von Draco, doch es leuchtete nicht. Ich überlegte kurz, nahm die Feder, kritzelte Können wir uns sehen? Heute Abend? auf das Pergament und steckte es mit der Feder in meine Tasche. Dann kämmte ich mir die Haare und machte mich auf den Weg in die Eingangshalle. Bevor ich den Gemeinschaftsraum verließ rief ich Mandy und Lisa noch zu, ich sei mit Cahal aus. Auf der Treppe kam mir die Graue Dame in Begleitung des Blutigen Barons entgegen. Die beiden schienen sich angeregt zu unterhalten und bemerkten mich nicht.

 

      In der Eingangshalle wartete mein Bruder, er trug einen seiner guten, schwarzen Gehröcke aus Brokat. Ein bisschen wirkte er damit wie Snapes kleiner, verdammt hübscher Bruder. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen.

      ?Na schöner Mann, wo soll es denn hingehen??, fragte ich und machte einen Knicks.

      ?Ach wissen Sie, junge Dame, ich würde Sie heut gern ausführen?, näselte Cahal und verbeugte sich.

 

      ?Das trifft sich ja wunderbar!?, sagte eine Stimme, Dumbledore kam lächelnd die Treppe herab, ?Ich werde mich Ihnen anschließen, wenn Sie erlauben. Und ich schlage die Drei Besen in Hogsmeade vor!?

      Also machten wir uns plaudernd auf den Weg nach Hogsmeade. Es war ein merkwürdiges Gefühl, mit meinem Direktor und meinem Bruder zusammen essen zu gehen. In den Drei Besen war es recht leer, wir suchten uns einen Tisch am Fenster. Dumbledore bestellte uns allen Butterbier und Kürbispastete.

 

      ?Stoßen wir auf einen angenehmen Abend und illustre Gespräche an!?, verkündete er lächelnd. Doch ich wusste, worum sich das Gespräch drehen würde.

      ?Nun, Professor… haben Sie schon etwas herausgefunden??, fragte Cahal ungeduldig. Er trommelte mit den Fingern auf den Tisch.

      ?Nicht so schnell?, antwortete Dumbledore, ?Kaida, was du hier hörst wird dich entsetzen. Es betrifft einige deiner Mitschüler. Versprichst du, dass du mit niemandem darüber redest?? Er sah mir direkt in die Augen. ?Mit niemandem, egal wie sehr du ihm vertraust??

 

      ?Ja, natürlich?, sagte ich verschüchtert. Wusste Dumbledore etwas? Zumindest wollte er, dass niemand sonst wusste, worüber wir redeten. Nach einem kurzen Schwung mit dem Zauberstab leuchtete kurz so etwas wie eine große Käseglocke über uns auf. Ich wusste von meinem Vater, dass es einen Zauber gab, der vor ungebetenen Zuhörern schützte, dies schien er zu sein.

      ?Also?, begann Dumbledore, ? wir wissen mittlerweile sicher, wer den Angriff auf Ihre Tante und Ihren Onkel ausgeübt hat.?

 

Cahal sog die Luft zwischen den Zähnen ein. Gespannt und erwartungsvoll sah er den Direktor an. ?Wer war es??, flüsterte er leise.

      ?Ihre Vermutung, Bellatrix und Rodolphus Lestrange führten den Angriff hat sich als Richtig erwiesen. Leider ist es ja so, dass Mrs. Lestrange im Sommer aus der Mysteriumsabteilung fliehen konnte, während andere namenhafte Todesser festgenommen werden konnten?, berichtete Dumbledore.

 

      ?Ich hab es ja gesagt?, Cahal schlug mit der Hand auf den Tisch. Der Professor fuhr unbeirrt fort.

      ?Doch leider muss ich auch bestätigen, dass Mrs. Narzissa Malfoy und Mr. Goyle, beide haben einen Sohn in Hogwarts, auch an diesem Angriff beteiligt waren. Zudem auch noch zwei uns unbekannte Todesser. Das ist wirklich tragisch, mit Mr. Nott, Mr. Crabbe und Mr. Malfoy haben sich dann fünf Elternteile von Schülern als Todessern erwiesen.? Er strich sich über den langen weißen Bart.

 

      ?Warum verweisen Sie diese Schüler nicht einfach von der Schule??, fragte Cahal wütend, ?Sie sind eine Gefahr für die anderen!?

      ?Nur weil ihre Eltern auf der einer anderen Seite stehen, heißt es nicht dass die Schüler auch so sind. Hogwarts ist vielleicht die einzige Chance, sie davor zu bewahren – ?

      ?Professor Dumbledore hat Recht, Cahal. Außer Draco kennst du doch keinen von den Schülern. Und auch von ihm kannst du nicht sagen, dass er ein Todesser ist. Sie alle können selbst entscheiden, ob sie auf der falschen oder richtigen Seite stehen?, platze ich dazwischen. Ich konnte Cahal verstehen, aber er wusste nicht, was ich wusste.

 

Dumbledore lächelte traurig. Er sah uns abwechselnd durch seine halbmondförmigen Brillengläser an.

      ?Es steht nicht immer in unserer Macht, zu entscheiden wer auf der falschen und wer auf der richtigen Seite steht. Und auch unser Vertrauen sollten wir nicht leichtfertig verschenken?, Dumbledore sah mich eindringend an, ?Aber man darf nie den Glauben an das gute im Menschen verlieren.?

 

      ?Ja sicher, aber ihre Eltern sind Todesser!?, erwiderte Cahal verständnislos. Es wirkte fast verzweifelt, wie er von Dumbledore zu mir und wieder zurück sah. Als keiner ihm antworten wollte, mampfte er wütend seine Kürbispastete.

Das schweigen war bedrückend. Dumbledore futterte genüsslich zwei Kürbispasteten während ich lustlos mit der Gabel in meiner herumstocherte.

      ?Nun Miss Edoki?, sagte Dumbledore förmlich nachdem er aufgegessen hatte, ?Mir ist aufgefallen, dass Sie des öfteren nachts nicht dort bist wo Sie sein sollten.?

      ?Treibst du dich etwa mit einem Jungen rum?, Cahal spuckte beinahe den Inhalt seines Mundes über den Tisch. Dumbledore hob nur beschwichtigend die Hand.

 

      ?Wollen Sie sich dazu äußern oder wollen wir damit einfach warten bis Mr. Filch oder Professor Snape Sie finden??, fragte mich der alte Zauberer zwinkernd und steckte sich ein Zitronenbonbon in den Mund, ?Der Raum der Wünsche liegt auf ihrer Route.?

Meine Wangen verfärbten sich magentafarben. Wie konnte ich nur glauben, dass er es nicht bemerkte?

 

      ?Ich… also… Wie soll ich sagen?…?, stammelte ich verlegen. Sag bloß nichts von Draco, redete ich mir ein. ?Ich fühle mich einfach zur Zeit nicht wohl bei den Ravenclaws. Ich wollte einfach alleine sein, mal Zeit für mich haben.?

 

      ?Aaah ja, der Raum der Wünsche bietet allen Rastlosen und Hilfesuchenden, was sie suchen?, murmelte Dumbledore versonnen in seinen Bart. Doch dann sah er mich gerade heraus an. ?Trotzdem muss ich Sie bitten, spätestens um elf Uhr in ihrem Gemeinschaftsraum zu sein. Ist das ein Angebot? Die erforderliche Erlaubnis stelle ich gerne aus!? Freundlich und weise sah er mich an. Er wusste es!



Kommentar schreiben