I AM BACK! Zurück in der Sneak. Endlich wieder Zeit, Mittwoch Abend ins Kino zu gehen.

Und letztes Mal lief dann auch gleich ein total großartiger Film! Die Ghettoassikinder aus der Reihe hinter mir sind nach 5 Minuten gegangen, aber der Film wäre intelektuell eh zu fordernd gewesen ;-)
Wie dem auch sei…

Es lief Finnischer Tango. Eine deutsche Produktion, unbekannte Schauspieler, kaum einer weiß überhaupt von dem Film… Ich zumindest hatte keine Ahnung von seiner Existenz.

Alles fängt in einer Kneipe an, in der sich 3 Freunde Mut antrinken, um von einer konkurrierenden Band den Bulli samt Instrumente zu klauen. Das klappt dann soweit auch ganz gut… bis sich Thomas - der den Bulli fährt - dazu durchringt seinem Leben ein Ende zu machen und den Bulli mit ihm und seinen besten Freunden drin gegen die Wand zu fahren…

Thomas stirbt. Seine Freunde überleben, die Freundschaft aber nicht…

Auf der Internetseite steht folgendes:

Alex hat keine Freundin, keine netten Eltern und keinen Bausparvertrag. Dafür hat er den Finnischen Tango. Sein Akkordeon ist ihm wichtiger als seine Kumpels, mit denen er erfolglos durch Deutschland tourt – bis sich einer der beiden das Leben nimmt und der andere Band und Freundschaft aufkündigt. Alex steht plötzlich allein da. Auf der Flucht vor Schulden und Einsamkeit erfährt er von einer Behindertentheatergruppe, die noch einen Mitspieler sucht. Kurzerhand erfindet sich Alex eine Behinderung, ein Rollstuhlfahrer wird um den Behinderten-Ausweis erleichtert und Alex kann in das Wohnprojekt der Theaterleute einziehen. Doch von den Freundschaftsangeboten und der Liebenswürdigkeit der Behinderten herausgefordert, muss Alex sein Verhältnis zu Gemeinschaft und Verantwortung neu definieren…

Diese Beschreibung trifft es ziemlich gut, ohne wirklich viel zu verraten. Denn Finnischer Tango birgt so einiger Überraschungen und Wendungen, so wie es sich gehört ;-) Und ist politisch zwischendurch schon etwas grenzwertig.
Aber neben der tollen Storywird einem noch eine Botschaft auf den Weg gegeben: Behinderte Menschen sind Menschen wie du und ich, sie haben Gefühle und Bedürfnisse, die jeder andere auch hat. Man braucht keine Angst zu haben, dass sie anders sind. Es sind Menschen.
Und das zeigt dieser Film auf eine teilweise radikale, aber auch sehr einfühlsame Art.
Ich sag nur: “Sex?”
;-)



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