Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!
Auf dem Weg zum Spielfeld schauten viele uns hinterher und wunderten sich vermutlich, wer denn der unbekannte Schöne an meiner Seite war. Cahal war groß, durchtrainiert, hatte einen langen Schwarzen Pferdeschwanz und himmelblaue Augen. Die heilenden Kratzer und Blutergüsse machten ihn wohl zusätzlich zu einer ziemlich verwegenen Erscheinung.
Wenn ich mit meinen Brüder unterwegs war, meinte meine Mutter immer stolz, wir seien wirklich eine überdurchschnittlich gutaussehende Familie. Das Veelablut schlug auch bei Rango und Cahal durch.
Wir suchten uns Plätze in der Slytherin-Kurve und ich wurde dabei nicht nur von Pansy und Blaise ziemlich schräg angeguckt. Pansy hatte tatsächlich noch einen blauen Fleck auf dem Wangenknochen… bei dem Anblick schmerzten meine Fingerknöchel ein wenig.
„Ist der Malfoy-Spross nicht Sucher bei den Sly´s?“, fragte Cahal.
„Jaa, aber er hat sich wohl krank gemeldet. Du weißt ja, die Familie hat ein paar Probleme zur Zeit… Aber warum Malfoy-Spross? Ich dachte du und Draco seid befreundet?“, sagte ich erstaunt.
„Das ist Rango. Ich war immer mehr der Babysitter von den beiden“, grinste Cahal. Er musterte die einlaufenden Spieler der Gryffindors. Dann stutzte er. „Ich wusste gar nicht das POTTER Sucher bei denen ist! Wenn er auch nur halb so gut ist, wie man von seinem Vater sagt…“
„Er ist besser, glaub mir. Wenn jemand den Schnatz fängt dann er!“
Dann lagen alle Blicke gebannt auf Madam Hooch. Sie ließ die Bälle frei und pfiff das Spiel an. Cahal schaute begeistert zu. Zu seiner Zeit in Hogwarts war er Hüter für Slytherin gewesen.
„Nun, da fliegen sie, und ich denke, wir sind alle überrascht über die Mannschaft, die Potter dieses Jahr zusammengestellt hat…“, der Stadionsprecher begann, das Spiel zu kommentieren.
„Was ist denn das für eine Nase?“, fragte Cahal, nachdem der Sprecher sich über die freundschaftlichen Beziehungen der Gryffindorspieler zum Kapitän ausgelassen hatte, „Das hätte es bei uns damals nicht gegeben.“
„Das ist Zacharias Smith, er hasst Potter aus irgendeinem unerfindlichen Grund. Ich glaube er ist zur Zeit mit Sally-Anne zusammen“, erklärte ich. Doch mehr Erklärungen brauchte man nicht. Denn in der nächsten halben Stunde hielt Ron Weasley grandios alle Schüsse auf seine Ringe während seine Schwester vier von den sechs Toren machte. So stand es dann sechzig zu null für die Gryffindors. Sie bewiesen, warum Harry sie für die Mannschaft gewählt hatte. Die Stimmung in der Slytherin-Kurve wurde immer schlechter. Cahal amüsierte sich köstlich über „die grünen Nasen auf den Besen“, wie der die Slytherins nannte. Seine Mannschaft damals sei wesentlich besser gewesen, versicherte er mir mehrmals.
„Und ich glaube, Harper von Slytherin hat den Schnatz gesehen!“, rief Smith plötzlich.
Cahal deutete auf die gegenüberliegende Stadionseite. Harper schoss in den Himmel, Harry brauchte einen Moment um zu reagieren und folgte ihm dann erbittert. Über den beiden sah man etwas in der Luft glitzern. Cahal freute sich tierisch, auch die Laune der anderen Slytherins hatte sich schlagartig gebessert. Sie grölten und jubelten, denn wenn es Harper gelang den Schnatz zu fangen hatte Slytherin gewonnen.
Harry war nur ein kurzes Stück hinter Harper, doch als dieser den Schnatz fast erreicht hatte drehte er sich aus einem unerfindlichen Grund um und verlort den Schnatz aus den Augen. Genau in diesem Moment schlug Harry zu und fing den Schnatz. Madam Hoochs Abpfiff ging im tosenden Applaus und Gejubel der Menge unter. Während die Spieler sich auf dem Feld um den Hals fielen und die meisten Slytherins übellaunig das Stadion verließen lehnte Cahal sich zurück um abzuwarten bis der erste Ansturm auf die Ausgänge vorüber war.
„Das war eine ganz schwache Vorstellung. Ich glaube, in den nächsten Wochen werde ich den Jungs mal ein Paar Grundlagen beibringen. Ist ja noch Zeit bis Mom und Dad kommen“, überlegte Cahal laut, immer noch grinsend.
„Was ist eigentlich in der Zeit mit deinen Eulen?“, fragte ich.
„Um das meiste kann ich mich auch von hier kümmern. Und ich hab ja auch einige Angestellte die schließlich auch mal für ihr Geld arbeiten sollen“, sagte er fröhlich, „Komm, wir gehen zurück zum Schloss!“
Doch unten am Weg warteten Blaise und Pansy. Auf die konnte ich wirklich verzichten… Mit einem arroganten Lächeln kam Blaise auf uns zu, während Pansy mich böse anfunkelte.
„Hallo, mein Name ist Blaise Zabini“, sagte dieser hochtrabend, „Ich habe gehört du bist unser glorreicher ehemaliger Hüter Cahal Edoki! Wirklich schön dich kennen zu lernen!“ Blaise war so ein elender Schleimer…
„Ja der bin ich. Und ich würde mich wirklich unheimlich gerne mit dir unterhalten, aber meine Schwester und ich sind zum Dinner verabredet“, antwortete Cahal genau so hochtrabend und arrogant. Er ging einfach weiter und ließ die beiden mit offenem Mund einfach stehen. Nachdem sie außer hörweite waren lachte Cahal los. „Was war das denn? Der hält sich wohl für wen ganz tolles. Ist er zufällig im Slug-Club?“
„Ja, woher weißt du davon? Ich hatte auch einige Einladungen, aber ich war bisher nie da. Nur aufgeblasene Leute…“
„Madam Pomfrey ist ziemlich redselig. Ich würd` aber an deiner Stelle mal vorbeischaun`. Slughorn ist bekannt für seine Kontakte“, meinte Cahal, „Ist das nicht Malfoy? Ist wohl etwas zu spät um zum Spiel zu gehen…“
Mein Herz machte einen Sprung. Es war wirklich Draco, und er kam direkt auf uns zu. Ich sah mich um, die meisten waren schon zurück im Schloss. Ich riskierte es und lächelte ihm glücklich zu.
„Hallo Kaida, hallo Cahal“, sagte er höflich. Er sah wirklich schlimm aus heute. Er hatte wirklich dunkle Ringe unter den Augen und ließ die Schultern hängen. „Geht es dir schon besser?“, fragte er, zu Cahal gewand.
„Ja danke. Madam Pomfrey konnte mich so grade noch zusammenflicken“, antwortete mein Bruder kalt und unfreundlich. Er war doch früher immer nett zu Draco gewesen… „Aber Kaida und ich essen heute mit Dumbledore zu Abend. Du wirst uns also entschuldigen?“
„Ja… ja natürlich. Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende“, Draco verabschiedete sich mit einem Nicken und ging in Richtung Quidditchfeld davon. „Und einen besonderen Gruß an deine Mutter“, rief Cahal ihm noch hinterher.
Er schien furchtbar wütend zu sein. Ich sah ihn nur fragend an. Doch er schüttelte nur den Kopf. Im Schloss suchte er einen leeren Klassenraum und schloss die Tür hinter uns. Seine eben noch zu gute Laune war ins Gegenteil umgeschlagen.
„Was war denn los?“, fragte ich neugierig.
„Der Angriff“, knurrte Cahal, „Das waren seine Tante und sein Onkel. Narzissa war auch dabei. Sie hat mich abgelenkt und beschäftigt während die anderen Branwen und Jodokus gequält und getötet haben. DIESES MISTSTÜCK! Macht einen auf nette Dame, schickt jedes Jahr eine Geburtstagskarte und dann bringt sie mich fast um! Ich habe sie genau erkannt, trotz der Maske!“ Er war rasend vor Wut und lief in dem Klassenzimmer umher wie ein Tiger im Käfig. „Kaida, bitte versprich mir, dass du dich von ihm fern hälst. Mom hatte so was schon letzten Sommer vermutet, hat kaum noch Kontakt zu den Malfoys. Dieser Junge ist genau so falsch wie seine Eltern!“
„Ich… also… habt ihr nicht immer gesagt, man soll eine Person nicht nach seiner Familie sondern nach seinen Taten beurteilen?“, fragte ich unsicher.
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