Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!

 

Ich küsste ihn, denn das war der einzige Trost für mich. Seine weichen Lippen zu schmecken, seine Hände an meinem Hals und meinem Gesicht zu spüren… Zu wissen, dass er da war, und dass das alles real war. Es war November, in etwa einem Monat würden die Weihnachtsferien beginnen und ich wusste nicht, ob ich Draco danach jemals wiedersehen würde. Ihm war das genau so bewusst. Mich beschlich die Angst, dass er in größerer Gefahr war, als er zugeben wollte. Ich wusste ja, dass sein Vater im Sommer in der Mysteriumsabteilung des Ministeriums irgendeinen Auftrag des Dunklen Lords verbockt hatte. Und ich wusste, dass dieser nicht für seine Gnade gegenüber den Todessern bekannt war. Ich hoffte, dass Draco nicht für die Fehler seines Vaters büßen sollte. Das war meine größte Angst.

 

„Vielleicht hat das alles auch an Weihnachten ein Ende…“, murmelt Draco zu sich selbst. Gedankenverloren strich er mir übers Haar, ließ ab und zu einige Haarsträhnen durch seine Finger gleiten oder wickelte sie um einen Finger.

„Von mir aus, kann das Ende auch auf sich warten lassen, solange es ein gutes ist. Sobald ich mit der Schule fertig bin, werde ich mich Dumbledores Widerstand anschließen. Und wenn mich das umbringt, werde ich so viele Todesser mitnehmen wie es geht. Ich weiß, du magst ihn nicht… aber ich kann Potter verstehen. Ich würde auch kämpfen wollen, wenn meine ganze Familie… du weißt schon“, sagte ich entschlossen. Draco hielt inne.

 

„Potter hat keine Ahnung was ihn erwartet. Er hält sich für einen Auserwählten, aber er ist nichts anderes als ein bei Muggeln aufgewachsener, arroganter Spinner!“, wetterte Draco. Verständnislos und ärgerlich sah er mich an.

„Aber er ist mutig, er wehrt sich und lässt sich weder von Gerüchten noch von Neidern unterkriegen. Bei schwierigen Situationen ist er sich immer treu geblieben und hinterher stärker daraus hervorgegangen. Er würde eher sterben als sich auf die falsche Seite zu schlagen“, sagte ich ruhig. Ich wollte nicht streiten.

 

„Tja, aber tot nützt er niemandem mehr, außer Du-weißt-schon-wem. Und dann überlässt er die, die ihn lieben einem grausamen Schicksal. Ich würde lieber ein schreckliches Leben leben und mich selbst aufgeben, als die Menschen, die ich liebe im Stich zu lassen! Ist das denn so feige?“

„Nein“, sagte ich leise, doch ich dachte mir, was wenn die Menschen, die dich lieben, deinen Tod eher verkraften würden, als dich an der Seite vom Dunklen Lord zu sehen? Ich wusste nicht, was ich tun würde, wenn Draco seinem Vater folgen und Todesser werden würde. Draco bedeutete mir so viel, aber als Todesser wäre er ein Feind. Nicht nur mein Feind, sondern ein Feind des freien Lebens. Allein bei dem Gedanken wurde mir schlecht. Ich befürchtete, er steckt schon viel zu tief in dem Sumpf Voldemorts. Mir wurde Schwindelig. Ich schloss die Augen und krallte mich an Dracos Armen fest. Er hielt mich ganz fest.

 

„Ich verspreche dir, solltest du in Japan bleiben werde ich auf dich warten. Oder zu dir kommen, sollte das möglich werden“, flüsterte Draco, er ließ mich nicht los.

„Das ist doch noch gar nicht sicher. Wir werden sehen was die Zukunft bringt, und wenn wir zusammengehören dann überstehen wir das auch“, habe ich das gesagt? Wie kitschig… Aber so dachte ich wirklich. „Aber ich glaube es ist Zeit zu gehen. Es ist schon viel zu spät. Wer weiß was ich mir von den anderen noch anhören darf…“ Ich löste mich aus seiner Umarmung und stand auf. „Vermutlich werde ich mir von den anderen so einiges anhören dürfen. Oder sie haben Flitwick bescheid gesagt…“ Als ich schon fast bei der Tür war sprang Draco auf und kam mir hinterher.

 

„Hoffentlich nicht. Bist du böse, wenn ich dich nicht wegbringe?“, fragte Draco vorsichtig.

„Natürlich nicht! Also dann, gute Nacht und schlaf gut!“, sagte ich, küsste ihn flüchtig auf die Wange und verschwand. So leise und so schnell wie möglich lief ich die Korridore entlang. Beinahe wäre ich Filch und seiner hinterhältigen Katze über den Weg gelaufen, doch ich hörte sie noch rechtzeitig und konnte mich verstecken. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, bis ich endlich den Gemeinschaftsraum erreichte. Zum Glück waren noch viele Schüler dort, und alle waren sehr beschäftigt und nahmen keine Notiz von mir. Ich sah Lisa bei Terry und Padma bei Anthony, Mandy schrieb an einem Aufsatz, genau wie Sally-Anne. Also ging ich hoch in den Schlafsaal und legte mich aufs Bett. Ich ließ die vergangenen Wochen Revue passieren.

 

Ich hatte angefangen mir Sorgen um Draco zu machen. Einen Jungen, den ich eigentlich nicht mochte. Ich war darauf hin krank geworden, er auch. So habe ich mit eigenen Augen gesehen, dass er Angst vor etwas hat. Dann hatte ich das Date mit Roger, doch am Abend fand ich diesem Raum… und Draco fand mich. Wir waren einander vertraut wie alte Freunde. Eine Woche später hat er mich wieder dort gefunden, und wieder war es, als kennen wir uns schon ewig. Doch dann lief ich weg. Ich spürte so was wie Eifersucht im bezug auf ihn und Pansy. Als er mir Abends im Korridor begegnete lief ich wieder weg. Doch dann entschloss ich mich, ihm eine Botschaft zu schicken, den Kürbis. Und er antwortete. Am nächsten Tag wurden Familienangehörige von mir angegriffen. Draco wollte wieder mit mir allein sein.

Dann küssten wir uns. Doch wir waren beide die ganze Woche beschäftigt und konnten unsere Zuneigung nicht offen zeigen. Bei unserem zweiten Treffen als Paar war es, als würden wir schon ewig zusammen sein, und trotzdem war alles neu.

 

Konnte es sein, dass er mir schon immer mehr bedeutet hatte als ich dachte? Pansy war das Lieblingslästerobjekt meiner Freunde und mir, seit sie seine Freundin war. Ich konnte mich nie auf einen Jungen einlassen, auch wenn ich mit jemandem zusammen war, hatte ich das Gefühl es sei der falsche. Ich habe Draco immer mit Freude geärgert und seine Sprüche über mich waren nur die Reaktion auf mein Verhalten. Bei mir zu Hause gab es Bilder, wie wir friedlich zusammen im Sandkasten spielten, warum hatte ich überhaupt damit angefangen fies zu sein? War es wirklich so, dass ich ihn vorher nicht mochte? Oder habe ich ihn zu sehr gemocht um nett zu sein?

Mit diesen Gedanken schlief ich irgendwann ein, ich hörte nicht, wie die anderen kamen.

 

Nach einem ereignislosen Freitag machte ich mich Samstag nach dem Mittagessen auf in den Krankenflügel um Cahal zum Spiel abzuholen. Ich hatte mir zwar von meinen Freunden (oder besser, von Roger unterstützt von meinen Freunden) an hören müssen, dass ich nicht so oft alleine wegbleiben sollte ohne zu sagen wo ich hingehe, aber es sind meine Freunde, nicht meine Kindermädchen. Also ging ich Samstag allein zu Cahal, während meine Freunde sich mit rot und golden gemusterten Schals und Bannern auf dem Weg zum Quidditchspielfeld machten. Der Großteil der Schule war für Gryffindor, weil die Slytherins so unausstehlich wurden, wenn sie gewannen

Cahal saß ganz in silber und grün gewandet auf seinem Bett. Als ich rein kam verkündete er mit einem breiten Grinsen:

„Die Gryffindors putzen wir weg wie sonst was!“

„Na ich weiß ja nicht… lassen wir uns doch einfach überraschen!“, sagte ich fröhlich und zwinkerte ihm zu.



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