Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!


Er legte den Finger an die Lippen.

„Warte, bis sie wirklich weg ist“, flüsterte er und sah sich um, „Komm, schnell!“ Er ging zur Wand… und öffnete die Tür zum Raum der Wünsche! Schnell huschte ich hinter ihm durch den Türspalt.

Kaum fiel die Tür ins Schloss, umarmte Draco mich zärtlich.

„Komm, setz dich“, sagte er freundlich und deutete auf das große schwarz Sofa. Doch dieses mal war nicht alles schwarz. Die Kissen und Decken auf dem Sofa waren violett und grün. Ein Farbtupfer, fast wie ein Hoffnungsschimmer.

 

Wir machten es uns gemütlich, ich kuschelte mich eng an ihn. Seine Nähe zu spüren tat unheimlich gut.

„Sie denken du bedrohst mich. Roger vor allem“, erzählte ich betrübt.

Draco schürzte die Lippen.

„Diese aufgeblasene Knalltüte denkt, er weiß alles und kennt jeden“, sagte Draco verächtlich, „Lass dich davon nicht unterkriegen. Du weiß es besser.“

„Niemand könnte mir weiß machen, du bist schlecht für mich!“, beteuerte ich, „Ich kann immer noch nicht verstehen wie das mit uns passiert ist, aber ich weiß was ich fühle.“

Dracos Lächeln wirkte verbittert. Es war wirklich nicht leicht für uns.

 

 

„Weißt du, wie schlimm es war dich jeden Tag zu sehen, dir gegenüber zu stehen ohne dich küssen oder auch nur berühren zu können? Warum können wir nicht in einer ruhigeren Zeit leben?“

„Du kannst mich ja jetzt küssen“, flüsterte ich neckisch und sah ihm tief in seine stahlgrauen Augen.

Und er küsste mich.

Eine wohliges Gefühl breitete sich in mir aus. Tausend Feen flatterten in meinem Bauch, meine Füße kribbelten. Es war als ob ich wüsste, dass nichts uns je trennen könnte. Die Zeit stand still und der Rest der Welt schien zu erstarren. Der Kuss schmeckte wie ein lauer Sommerabend. Es dauerte lange, bis wir uns voneinander lösten.

 

 

„Wie geht es Cahal?“, fragte Draco schließlich.

„Schon viel besser. Er bleibt wohl noch bis zu den Weihnachtsferien hier. Soll ein Auge auf mich werfen. Dann kommen unsere Eltern mit Rango und wir reisen nach Japan… Wir gucken uns zusammen das Spiel am Samstag an. Bist du schon nervös?“, sagte ich nachdenklich.

„Ich spiele nicht mit… bin nicht richtig fit. Ihr geht also sicher nach Japan?“, Draco wich meinem Blick aus.

„Mir schien es immer so, als ob nichts dich vom Quidditch abhalten könnte. Außer dein verletzter Arm damals.. Aber wenn du dich nicht gut fühlst… Ich werde übrigens im Slytherin-Block sitzen.

 

 

Wegen Japan, wir verbringen Weihnachten auf jeden Fall in dort. Je nachdem wie die Lage in Europa ist, bleibe ich dort oder komme zurück. Meine Eltern vertrauen Dumbledore, aber sollte er nicht mehr in Hogwarts sein, werde ich auch nicht mehr kommen. Dann beende ich meine Ausbildung in Japan“, erzählte ich.

Er nahm meine Hand in seine und hielt sie fest, strich mit der anderen über mein Haar. Vor einigen Wochen hätte ich niemals gedacht, dass Draco Malfoy so zärtlich sein könnte. Glaubte man Pansys Berichten, war er mit Küssen und Umarmungen unheimlich geizig, auf Aufmerksamkeiten brauchte man gar nicht erst zu warten.

 

 

Es schien ihm wirklich nichts an ihr zu liegen. Mir gegenüber verhielt er sich ja nach so wenigen Wochen schon ganz anders. Irgendwie tat mir dieses Mädchen leid. Sie hatte überall erzählt, dass sie und Draco ihr erstes Kind entweder Fiorina oder Kermit nennen wollte. Sie war entsetzt gewesen, als ein muggelstämmiges Mädchen erzählte, dass Kermit ein Frosch sei. So albernen Namen hätte ich niemals zugestimmt.

 

 

„Ich habe Angst, dass du nicht mehr zurückkommst. Zu wissen, dass du da bist und nichts mit diesem ganzen… Mist zu tun hast, der meine Familie belastet, tut gut. Bei dir finde ich zuflucht vor der Welt. Ich war kurz davor aufzugeben“, gestand Draco.

„Gib niemals auf. Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren! Das hat eine Muggelfreundin hat zu mir gesagt…“

„Du hast eine Muggelfreundin?“, sagte Draco erstaunt.

„Ja habe ich. Und ich hab sie gern. Sie weiß nicht was ich bin, ich hasse es sie belügen zu müssen. Komm bitte nicht mit diesem ganzen Reinblütergeschwafel! Das musste ich mir oft genug anhören. Wusstest du, dass sogar Snapes Vater ein Muggel ist?“. Ich war enttäuscht. In diesem Punkt verhielt er sich wirklich wie früher…

 

 

„Nein, so war das nicht gemeint… Früher habe ich auch immer mit einem Muggel aus der Nachbarschaft gespielt. Aber mein Dad hat es verboten. Danach habe ich viel zu lange einfach diese Meinung übernommen. Und jetzt kenne ich zu wenig Muggel, Muggelstämmige oder Halbblüter um mir eine Meinung bilden zu können“, erzählte er und sah mir in die Augen, „Aber bei dir ist es mir ganz egal, was du für Blut in dir trägst.“ Draco küsste flüchtig meine Stirn.

„Du hast unseren Stammbaum ja im Sommer der Quidditchweltmeisterschaft gesehen. Ich habe zwar weit verzweigte Wurzeln in Irland, Deutschland und Japan, aber alles Zauberer und Hexen. Nur meine Ur-Uroma war eine Veela.“

 

 

„Und wenn deine Ur-Uroma ein Troll wäre, mir ist das gleich. Du bist klug, hilfsbereit, liebevoll und freundlich. Ich kann dir vertrauen und fühle mich sicher. Und du besitzt diesen gewissen Hochmut und Stolz, der dich unnahbar macht. Blaise war lange in dich verliebt, wusstest du das?“, Draco lächelte, „Ich glaube er hängt immer noch an dir. Ich kann das nur zu gut verstehen.“

Verlegen sah ich ihn an. Normalerweise waren alle immer so begeistern von meinen langen Haaren oder meinen ach so tollen grünen Augen. Die Vorzeigefreundin. Mit ihm war es anders. Er sah mich als Mensch, mochte mich wegen mir. Und sah dazu selbst noch unverschämt gut aus. Warum war mir das nur vorher nie aufgefallen?

 

 

„Blaise? Hm.. ich glaube da ist er nicht der einzige. Aber das ist mir egal. Ich war mit Cedric Diggory zusammen, und selbst der ist genau so oberflächlich wie alle anderen auch… Blaise und Pansy trösten sich wohl gegenseitig?“

Draco nickte. Dann grinste er und zwickte mich neckisch in die Seite.

„Aber solange du dich nicht mit Blaise tröstest ist mir auch das egal. Versprichst du mir, immer ehrlich zu sein? Auch wenn ich dir nicht alles, was mich bewegt erzählen kann? Vertraust du mir? Auch wenn ich dir bewusst Dinge verheimlichen muss?“, fragte er dann ernst. Ich bemerkte, dass seine Hände zitterten. Es war nicht zu übersehen, dass seine Angst wieder da war. Die Angst vor etwas, das ich nicht kannte.

 

 

„Es ist schwer zu sehen, dass dich etwas bewegt und sorgt, mit dem ich dir nicht helfen kann. Ich war total entsetzt als du bei unserem ersten Treffen hier… na ja, du hast geweint. So kannte ich dich nicht. Was immer dich bewegt muss schrecklich sein. Und es ist schlimm, dir nicht beistehen zu können“, sagte ich traurig. Tränen standen mir in den Augen. Ich legte meinen Kopf auf seine Brust und hielt mich an seinen Schultern fest. Es war, als würde ich in ein bodenloses Loch fallen und nur er könnte mich halten. „Aber ich werde ehrlich sein. Und ich vertraue dir. Versprichst du mir, mich einzuweihen, wann immer es möglich ist? Wirst du meine Hilfe annehmen, wann immer du sie brauchst? Ohne falschen Stolz?“

 

 

„Ja. Ich werde dir anvertrauen was ich kann, ohne dich in Gefahr zu bringen. Und ich werde mir von dir helfen lassen, wann immer die Umstände es erlauben. Wer, wenn nicht du?“, sagte Draco sanft.



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