Eigentlich wollte ich aus Lern- und Klausurtechnischen Gründen früh schlafen. Da keine Störungen zu erwarten waren, weil einfach sonst an einem Samstag Abend kein Mensch zu Hause ist, lag ich schon recht früh im Bett, habe herrlich geschlafen und bin passend zu Hannibal wieder wach gewesen. Also wurde aus dem früh Schlafengehen ein Date mit Dr. Hannibal Lecter.
Letztes Wochenende kam schon “Roter Drache“, den ich zwei mal schauen musste, weil ich unterbrochen wurde. “Das Schweigen der Lämmer” habe ich damals als ich grad 15 war in England bei meiner Gastfamilie gesehen. Obwohl ich nicht überragend viel verstanden habe, hat der Film mich ziemlich beeindruckt.
Heute konnte ich also meine Kenntnis der Lecterschen Filmreihe weiter ausbauen.
Ich muss sagen, ich bin begeistert. Dr. Lecter hat einfach Stil. Im ersten Film kommt ja nur ein Bruchteil von Lecters Begeisterung für Agent Starling rüber. Wie gefesselt und fasziniert er von ihr ist, zeigt erst dieser Film.
Meiner Meinung nach ist Dr. Lecter einer der interessantesten “Filmbösen” die mir einfallen. Auch weil er ja eigentlich nicht der “Böse” ist. Vielleicht eine Art tragischer Held? Nicht einmal Jigsaw aus den SAW-Filmen hat diese Ausstrahlung.
Ich werde demnächst die Bücher lesen, nach denen die Filme gedreht wurden um mal ein bisschen tiefer in die Materie einzudringen. Ich frage mich ja, wie der Autor auf all das gekommen ist… (Wie bei den Autoren von SAW… wie krank können Gedanken sein??!)
Ich kann die Lecter-Filme allen empfehlen, die sich mal stilvoll fürchten wollen. Und ein bisschen in den Kopf eines Serienmörders eindringen wollen.
Und besonders bei “Hannibal” versuchen wollen zu verstehen, warum Clarice Starling einen Mann rettet, der Menschen zum fressen gern hat und zudem gerne mal mit ihr zu Abend essen möchte…
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