Ich weiß noch genau, wann ich das erste mal Goldjunge gehört habe. Am 10. September 2002 lief der Song “Engelsträne” während ich meinen ersten richtigen Kuss gekriegt habe *sülz* Doch nicht nur deswegen ist dieses Lied und der Name der Band in meinem Kopf geblieben…
Das ist einfach ein schöner, ruhiger Song mit tiefgründigem Text… Ich achte ja doch sehr auf die Texte. Ich wollte unbedingt mehr von dieser Band, doch leider waren sie zeit ihres Lebens recht unbekannt… Und da ich damals noch nie sooo viel mit dem Internet am Hut hatte und danach dann auch einfach anderes im Kopf, verschwand der Name “Goldjunge” irgendwo in meinen Gedanken…
Jahre später habe ich im Ostseeurlaub in einem 1€-Shop auf dem Wühltisch (!!!) das Goldjunge-Album gefunden. Für einen Euro… Beinahe hätte ich 2 gekauft, oder 3… zum verschenken
Abgesehen davon, dass ich es SAU unverschämt finde, so gute Musik für n Euro zu verhökern… das geht mal GAR NICHT: Denn die Musik von Goldjunge ist brilliant… gewesen.
Die Band existiert nicht mehr. Klar kann man das Album “Um so weiter der Blick” noch bei Amazon kaufen. Aber für das Geld hätte ich damals Alben für ne ganze Schulklasse gekriegt!
Ein bisschen lebt diese Band aber noch weiter, durch Ingo Pohlmann (”Wenn jetzt Sommer wär”). Er war früher mal der Sänger von Goldjunge… und auch seine Texte (bis auf diesen Sommer-Party Hit, der grandios, aber so tief(sinnig) wie ne Pfütze ist) berühren mich, wie sie es einst bei Goldjunge getan haben.
Leider gibt es bei Youtube nichts von Goldjunge. Ihr könnt gern suchen, aber ihr werdet leider nur diesen MÜLL von diesem Spaten namens Sido finden… Daher habe ich mich für einen Text entschieden… Damit ihr mal ne Ahnung kriegt.
Namen los und grau liegt hinter mir ein Baum aus Knochen
Hast du es schon getan? Hast du schon das Licht gerochen?
Namenlos und grau liegt hinter mir die alte Decke
Ich saug es in mir auf, das neue Licht, wenn ich mich strecke
Doch ich danke der Melancholie, und ich blies Trübsal, wie noch nie!
Denn umso blauer erstrahlt der Himmel über mir
Wenn die Sehnsucht der Nacht entweicht
Erstrahlt der Himmel über mir und mich ganz erfüllt, was dieser Tag erreicht
Grenzenlos und High, gestern fiel der letzte Tropfen,
Beruhigt und endlich frei, von Zweifeln die ans Fenster klopften
Der Kiebitz scheucht den Geist, und unter seinen Flügelschwingen
Seh ich ihn den Frühling bringen
Und ich danke der Melancholie, ja, ich blies Trübsal wie noch nie
Meine Freunde ist mit Angst geweiht, so wie mich auch jedes Schloss befreit
Ich bin so weit - bin so… weit
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