Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!
Da ich unter der Woche jede freie Minute bei Cahal verbrachte, war ich Abends mit einem Berg von Hausaufgaben beschäftigt, auch Draco schien viel zu tun zu haben. Wir versuchten jeden Abend einige Worte über das Pergament zu wechseln, aber da ich den Schlafsaal mit vier anderen Mädchen teilte, war das nicht ganz so einfach.
Auch am Wochenenden hatten wir nur eine kleine Gelegenheit uns zu sehen. Wir trafen uns eine halbe Stunde vor dem Frühstück in der Bibliothek, doch für mehr als ein paar Worte, eine lange Umarmung und einen flüchtigen Kuss war keine Zeit. Und jemand hätte uns sehen können…
Denn neben den vielen Hausaufgaben kamen meine Freunde dazu, die mich nicht mehr allein durch das Schloss gehen ließen. Vermutlich hatte Roger ihnen erzählt, dass Draco es auf mich abgesehen hatte. In der zweiten Woche nach dem Angriff auf Cahal war es nicht besser.
Draußen wurde es zunehmend ungemütlich, der Himmel war meist Wolkenverhangen und es stürmte. Auch im Schloss wurde es kälter und zugiger, besonders in den Kerkern. Besonders die Gryffindors und die Slytherins betrachteten das Wetter argwöhnisch. Am mittleren Samstag im November sollte das erste Quidditchspiel in diesem Jahr stattfinden.
Die Spieler liefen die ganze Woche nervös durch die Korridore, einige versuchten den Spielern der gegnerischen Mannschaft einen Fluch an den Hals zu hexen.
Die Slytherins gaben sie siegesgewiss, weil Katie Bell, eine der besten Jägerinnen der Gryffindors, immer noch in St. Mungos war.
Die Tatsache, dass Ron Weasley immer noch Hüter war, machte es nicht besser.
Am Donnerstag vor dem Spiel war ich nach dem Abendessen wie immer bei Cahal. Es ging ihm schon wesentlich besser, der Angriff war auf den Tag genau zwei Wochen her, doch der Tod seines Patenonkels Jodokus hatte ihn schwer getroffen. Wie fast immer wenn ich bei meinem Bruder war, redeten wir über ihn.
„Jodokus war ein wirklich toller Zauberer. Er und Branwen planten, nächsten Sommer bei seinen Verwandten in Südafrika zu verbringen. Und dein Tantchen freute sich schon so auf Weihnachten“, erzählte Cahal traurig, „Ich kann es einfach nicht fassen, dass so was geschehen konnte!“
„Ich weiß was du meinst… Sie haben nichts schlimmes getan, sich aber den Todessern auch nicht in den Weg gestellt. Sie haben nichts getan, was diese Tat erklärt.“
„Na ja, das stimmt nicht ganz. Branwen war doch eine gute Freundin von Lily Potter. Vor 15 Jahren haben sie einigen Todessern zu ihrer verdienten Strafe verholfen. Ich glaube, damit hängt es zusammen.“
Ich dachte darüber nach.
„Wir sind schon eine merkwürdige Familie. Unsere Mutter ist eine Freundin von Narzissa Malfoy, unsere Tante war eine Freundin von Lily Potter. Meine Brüder, echte Slytherins und ich, eine Ravenclaw.“
„Wo wir beim Thema sind. Ist Samstag nicht das Quidditchspiel Slytherin gegen Gryffindor? Madam Pomfrey meinte ich könnte es angucken, wenn ich mich stark genug fühle“, erwähnte Cahal mit einem Grinsen im Gesicht, dass nichts gutes verhieß.
„Du willst ernsthaft, dass ich mit dir im Slytherin-Fanblock sitze, oder?“, fragte ich ungläubig. Das konnte nicht sein ernst sein…
„Nun, ich würde mich wirklich freuen. Holst du mich dann Samstag ab?“, sagte er mit Unschuldsmiene.
„Jaaah, mache ich. Solange du nicht erwartest, dass ich in Grün und Silber komme. Aber ich muss jetzt los, noch was tun“, ich stand auf, küsste meinen Bruder auf seine unverletzte Wange und ging hoch in den Gemeinschaftsraum.
Dort warteten auch schon Roger und Mandy auf mich.
„Wo warst du so lange? Wir haben uns schon Sorgen gemacht!“, brach Mandy heraus.
„Was, wenn dieser Malfoy dir auflauert?“, fragte Roger ärgerlich.
„Bitte was? Ich habe doch gesagt, dass er nur nach meinen Brüdern fragt. Ihr wisst doch, dass unsere Familien befreundet sind!“, rief ich wütend. Ich war außer mir. Was bildeten die sich eigentlich ein?
„Aber wieso hat er dich dann letztens so spät holen lassen? Lovegood hat gesagt, es war eindeutig Malfoy!“, sagte Mandy misstrauisch.
„Schon mal drüber nachgedacht, dass es nur nicht Snape war, zu dem er mich gebracht hat, sondern jemand anders?“, fragte ich patzig, „Wenn es euch was angehen würde, dann würde ich es euch schon erzählen!“
Zornig drehte ich mich um und verließ den Gemeinschaftsraum. Die Hausaufgaben waren mir egal, ich wollte einfach nur meine Ruhe. Es zog mich wie von allein in den siebten Stock.
Doch als ich den Korridor erreichte, war der Raum nicht da. Ich lief den Korridor rauf und runter, immer nur mit dem Gedanken an einen Raum, in den ich mich zurückziehen kann. An dem Wandteppich stand wieder das kleine Mädchen mit der Waage, sie beobachtete mich argwöhnisch. Schließlich ließ ich mich neben der Statue von Boris dem Bekloppten (zumindest stand dieser Name auf dem Sockel) zu Boden sinken und lehnte mich an die Wand.
„Na Kleine, der Wandteppich scheint dir ja wirklich zu gefallen“, murmelte ich freundlich. Ein bisschen Smalltalk konnte hier nicht schaden.
„Meine Mami hat auch so einen“, quiekte sie mit hoher Stimme, „und was machst du hier?“
„Ich komme hier manchmal zum nachdenken hin. Hier sind selten andere Schüler“, antwortete ich seufzend. Vielleicht erscheint der Raum ja nicht, wenn jemand anders in der Nähe ist, überlegte ich.
Doch auch nachdem wir uns zehn Minuten angeschwiegen hatten, machte sie keine Anstalten zu gehen.
Wenn ich doch jetzt zu Draco gehen könnte… Ihm erzählen, was meine Freunde dachten und dass es Cahal besser ging. Ich legte mein Gesicht in meine Hände und atmete tief durch. In was für einem Schlammassel steckte ich nur?
Ich war mit dem unbeliebtesten Jungen der Schule zusammen. In seiner Familie gab es so einige Todesser, darunter sein Vater, vermutlich auch seine Mutter. Meine Freunde dachten ich werde bedroht und verheimliche ihnen was. Meine Eltern, so hatte Dumbledore mich unterrichtet, würden erst zu beginn der Weihnachtsferien kommen und mich und meinen Bruder mitnehmen. Sie waren sicher, dass wir in Hogwarts in guten Händen seinen.
Und dann würde sich entscheiden, ob ich wieder zurückkehre oder ob meine Eltern mich nach Japan schicken würden. Dran wollte ich gar nicht denken!
„Du kannst jetzt gehen, Gregoria“, sagte jemand.
Ich sah auf, das kleine Mädchen nickte dem jemand zu und trippelte weg. Der jemand war groß, schlank und hatte hell blondes Haar. „Draco!“, rief ich erstaunt. Ich sprang auf.
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