Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!
Endlich geschah das, vor dem ich solche Angst hatte und wonach ich mich gleichzeitig so gesehnt hatte. Ein wohliges, warmes Kribbeln breitete sich langsam von meinem Herzen im ganzen Körper aus. Warm, wohlig, langsam, liebevoll, zärtlich und schüchtern küssten wir uns.
Draco und Kaida, die sich früher so verabscheuten. Der, den ich am wenigsten gemochte hatte, erwies sich an diesem Tag endgültig als wundervollster Mensch im Schloss. So was habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gefühlt. Mein Herz schlug so schell als wollte es meinen Brustkorb sprengen. Die Zeit schien still zu stehen, doch die Welt drehte sich nur um uns.
Jetzt war ich mir sicher, dass es richtig war. Diesen Kuss würde ich niemals vergessen.
Als er ging, glaubte ich Tränen in seinen Augen zu sehen. Ich sah ihm noch eine Weile hinterher, als er die Treppe erreichte, drehte er sich noch einmal zu mir um.
Ich klopfte also an die Tür. Wieder stellte mir eine Stimme eine Rätselfrage.
Was kommt einmal in jeder Minute, zweimal in jedem Moment aber nie in tausend Jahren vor?
Ich grinste. Was für eine banale Frage! „Das M natürlich!“, sagte ich drängend. Wenn mich jemand hier mitten in der Nacht auf dem Korridor erwischen würde, hätte ich richtige Probleme. Schnell schlüpfte ich durch die Tür und schlich leise durch den Gemeinschaftsraum.
„Du bist spät. Was wollte Snape denn?“, fragte eine Stimme.
Ich sah mich um. In einem Sessel saß jemand, verborgen durch die Dunkelheit. Doch ich hatte die Stimme erkannt.
„Hey Roger. Du hättest nicht warten müssen… Ich habe Pansy geschlagen, deswegen wollte er mich sprechen…. gehe jetzt schlafen“, nuschelte ich, in der Hoffnung er würde sich damit zufrieden geben.
„Du lügst. Snape ist heute Abend gar nicht im Schloss. Hat dieser Malfoy dich bedroht?“, fragte er verärgert. Wenn er wüsste…
„Ich denke nicht, dass es dich etwas angeht, aber er ist eng mit meinen Brüdern befreundet“, zischte ich wütend und stürmte hoch in den Schlafsaal.
Ohne dass es mir bewusst war, hatte ich grade einen Vorwand gefunden, auch vor den anderen mit Draco zu reden.
So leise wie möglich zog ich mich um legte mich schlafen. Als ich die Vorhänge von meinem Himmelbett zugezogen hatte, fiel mir die Pergamentrolle auf, die ich gestern Abend neben mein Kopfkissen gelegt hatte. Sie leuchtete in einem schwachen roten Schimmer. Ich rollte sie auf.
Danke für die schönen Stunden. Träum süß stand darauf. Draco hatte sogar eine schöne Handschrift, stelle ich lächelnd fest.
Dann schlief ich ein.
Die nächsten Tage waren unheimlich anstrengend. Das Wochenende verbrachte ich fast komplett im Krankenflügel, ich machte sogar meine Hausaufgaben am Bett meines Bruders. In der nächsten Woche war es nicht anders.
Noch vor dem Frühstück besuchte ich Cahal, ebenso wie in jeder Freistunde und jeder Pause. Viele tuschelten und sahen mich mitleidig an, wenn ich vorbeiging. Anscheinend hatte es sich recht schnell rumgesprochen, dass die Gefolgsleute des Dunklen Lords Verwandte von mir getötet und meinen Bruder schwer verletzt hatte. Sogar von den Lehrern bekam ich eine Sonderbehandlung. Ich bekam Punkte für die einfachsten Antworten und meine Hausaufgaben wurden unheimlich wohlwollend benotet.
Meine Mutter saß immer noch in der Klinik fest und mein Vater steckte irgendwo in Asien. Rango wollte in Deutschland bei unserem Onkel bleiben. Roderich war der Bruder von Branwen und unserer Mutter. Aus Angst vor einem Angriff hatten Rango, Roderich und seine Frau Linda zuflucht bei Freunden gesucht und Rango wollte bleiben, um im Notfall zu helfen.
Einige male konnte ich zwischen den Stunden kurz mit Draco reden. Aber natürlich nur über meine Brüder. Pansy und die anderen Slytherins musterten mich dabei abfällig und meine Freunde wollten mich zum weitergehen bewegen. Einmal nach dem Mittagessen kam er mit zu Cahal, aber sonst sahen wir uns recht selten.
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