Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!

 „Branwen und Jodokus wurden angegriffen, kurz nachdem mein Bruder aufgebrochen ist. Du weißt ja wie talentiert er ist. Snape schwärmt jetzt noch. Das war alles geplant“, stelle ich fest.

Das war mir vorher noch gar nicht aufgefallen!

„Wenn mir jemals ein Todesser über den Weg laufen sollte, töte ich ihn!“, sagte ich entschlossen. Draco zuckte zusammen.

„Es tut mir wirklich leid, was geschehen ist. Hätte ich davon gewusst, ich hätte dich gewarnt. Wirklich!“, beteuerte Draco, „ER bringt nur Verderben über die Menschen. Und Angst.“

„Wieso solltest du davon gewusst haben? Wie dem auch sei, ich bin froh, dass du auch so denkst. Weißt du, es gab Gerüchte, du… weil dein Vater…“, ich konnte den Satz nicht beenden. Das war eine unmögliche Beschuldigung. Draco biss sich auf die Unterlippe. Er schluckte und begann zu zittern.

„Kaida, ich werde dir nie irgendetwas darüber erzählen. Egal was, es würde dich in Gefahr bringen. Aber wenn ich wüsste, dass du und deine Familie in Gefahr wäre, würde ich dich warnen. Du musst mir einfach vertrauen!“, er klang ein wenig verzweifelt, „Im Moment bist du der einzige Lichtblick für mich.“

„Stimmt es, dass du eigentlich nach Durmstrang solltest?“, fragte ich vorsichtig.

„Ja, mein Vater wollte es. Vielleicht hast du gehört, das Karkaroff früher Todesser war… Mein Vater hält nichts von Dumbledore. Aber meine Mutter wollte nicht, dass ich so weit weg gehe. Ich kann nicht sagen, was ich gewählt hätte“, erzählte er, „In den letzten Monaten hat sich viel geändert.“

„Ja, das hat es. Mein Vater meinte, wenn es hier zu unsicher würde, dann gingen wir nach Japan zu unseren Verwandten. Ich weiß nicht, ob ich das Schuljahr hier noch beende“, traurig sah ich zu ihm hoch.

Es war nicht fair. Nie hatte ich mich wirklich verliebt, nie einen Jungen gefunden der wirklich zu mir passte. Jetzt, wo die Welt der Magier von Grund auf erschüttert wurde und die Menschen in Angst lebten, fand ich ihn. Und dann stand er auch noch auf der falschen Seite.

„Vielleicht könnten du und deine Mutter mit uns kommen! Meine Großeltern haben ein recht großes Anwesen im Süden Japans. Rango und Cahal kommen auch mit…“, ich klammerte mich an diese Hoffnung.

„Nein, das ist unmöglich. Ihr wärt in größerer Gefahr, als wenn ihr bleiben würdet“, Draco seufzte.

Dann küsste er meine Stirn. Ein wundervolles Gefühl. Ich kuschelte mich an ihn.

„Was genau ist das jetzt eigentlich… zwischen uns meine ich“, fragte ich ihn verlegen.

„Wenn es nach mir ginge… ich glaube ich würde dich meiner Mutter als meine Freundin vorstellen. Du bedeutest mir viel“, gestand Draco, „Nur ob deine Freunde so begeistert davon wären, weiß ich nicht…“

„Das wären sie ganz sicher nicht“, meinte ich traurig, „Ich bin auch sicher deine Freunde wären nicht begeistert davon. Zumindest Pansy und Blaise. Ich habe Pansy heute geschlagen…“ Draco grinste.

„Jaaa, davon habe ich gehört. Ich habe ihr ausgeredet dich bei Snape zu verpetzen. Aber so wusste ich, wie ich dich heute noch treffen konnte“, antwortete er mit einem traurigen Lächeln.

„Meine Tante Branwen, sie war auch eine Ravenclaw, hat einen Slytherin geheiratet und keine ihrer Freundinnen ist gekommen. Sie hat immer gesagt, es ist ganz egal in welchem Haus er ist, Hauptsache er ist es wert“, ich begann wieder zu weinen. Meine Tante fehlte mir immer so sehr, wenn ich in Hogwarts war. Dieses Jahr wollte ich Weihnachten bei ihr verbringen.

Fürsorglich nahm Draco mich in die Arme und streichelte über meinen Rücken.

Ich wusste, dass es ihm auch nicht gut ging, doch er war für mich da.

Ohne uns weiter zu beachten, schwebte plötzlich die Graue Dame durch den Raum und sang leise und traurig ein Lied

 

„..Das was ich dir so lang verschwieg

Tut mir unendlich leid

Und ich hoffe nur

Dass jemand dich von deinem Schmerz befreit

 

Kein Weg führt aus der Dunkelheit

Keine Zukunft

 

Ich kann dich nicht befreien

Und alles ist so hoffnungslos

Alles scheint mir hoffnungslos…“

 

Sie schien nicht einmal zu merken, wo sie war. Wie in Trance.

Und auch wenn das Lied unglaublich traurig war, beruhigte es mich. Ich hörte auf zu schluchzen und weinte leise Tränen in seinen Pullover.

Im Moment war einfach alles hoffnungslos. Ich hatte eine meiner engsten Vertrauten verloren, die Magische Welt wurde von einem düsteren Schatten bedroht und wenn meine Eltern mich tatsächlich nach Japan schicken sollten, dann war er hier. Allein mit seinen Sorgen. Und Pansy würde auch da sein.

Ich versuchte diesen Gedanken zu vergessen.

Wir waren zusammen, hier und jetzt. Das war das einzige was zählte.

„Kaida, schläfst du?“, fragte Draco plötzlich.

„Hm..? Nein, noch ich bin wach“, sagte ich müde.

„Dann bringe ich dich hoch in den Gemeinschaftsraum. Ich habe noch etwas zu tun“, murmelte er verlegen.

Ich setzte mich auf und sah ihn verwundert an.

„Ich dachte wir könnten hier bleiben.“

„Es tut mir wirklich leid. Ich würde nichts lieber machen, als hier mit dir zu sitzen, zu reden und dir nah und für dich da zu sein. Aber es geht nicht“, Draco sah traurig zu Boden.

„Ist gut. Du musst nichts erklären“, antwortete ich sanft und stand auf. Ich streckte mich ausgiebig und bemerkte, wie er mich dabei mit einem Lächeln musterte.

 

Wir gingen zusammen, Hand in Hand. Zwar bestand die Gefahr, von Peeves oder Filch gesehen zu werden. Aber das war in diesem Moment egal. Draco bracht mich bis vor die Tür zum Gemeinschaftsraum. Er sah sich nervös um.

„Schlaf gut, Kaida!“, flüsterte er liebevoll.

„Schlaf gut, Draco“, ich lächelte ihn an, „bleib nicht mehr zu lange auf.“

Er schüttelte den Kopf und lächelte zurück.

Dann beugte er sich zu mir herunter, sah mir tief in die Augen und hielt mein Gesicht in seinen Händen.

Er küsste mich.



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