Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!
Das war genug.
Ich drehte mich auf der Stelle um und ging auf sie zu.
„ICH-BIN-STOLZ-AUF-MEINE-BRÜDER-DU-BLÖDE-KUH!“, rief ich wütend und bevor sie reagieren konnte schlug ich ihr mit der Faust ins Gesicht. Pansy kippte nach hinten, Millicent Bulstrode konnte sie grade noch auffangen. Die umstehenden Mädchen guckten nur entsetzt oder liefen davon. Keine wollte Pansy helfen. „Also pass auf was du sagst, Schlange“, zischte ich, machte kehrt und ging weiter zum Ravenclaw-Turm.
Zwar rief sie mir noch irgendwas hinterher, aber ich hörte nicht was. Wieder liefen mir heiße Tränen über mein Gesicht.
Im Gemeinschaftsraum versucht ich, unauffällig zum Schlafsaal zu kommen, doch ich stolperte über eine Teppichkante und stürzte. Jemand reichte mir eine Hand, ich nahm sich und ließ mir aufhelfen. Es war Roger. Er lächelte mich schüchtern an.
„Ich habe gehört was passiert ist. Wenn du mal jemanden brauchst, zum Zuhören oder so, dann sag einfach bescheid“, sagte er freundlich.
„Danke, ich werde darauf zurückkommen, Roger“, antwortete ich schüchtern und lächelte traurig. Er umarmte mich kurz.
„Ich würde an deiner Stelle aber nicht da hoch gehen“, er deutete mit dem Kopf in Richtung der Mädchenschlafsäle, „Mandy und Lisa streiten sich wahnsinnig.“
Ich schluckte. Ich wollte doch nur etwas Trost von Freunden.
„Kann ich mir zu dir setzen?“, fragte ich zögernd. Roger sah mich überrascht an.
„Aber natürlich. Da drüben am Fenster ist noch ein Sofa frei. Geh schon mal vor,
ich hole Tee.“
Und so kam es, dass ich nah bei Roger auf einem kuscheligen Sofa saß und heißen Tee trank. Er fragte nicht nach Cahal, sondern ließ mich einfach erzählen. Das tat unheimlich gut. Ich konnte mich ausweinen fühlte mich wirklich gut aufgehoben. Roger schaffte es sogar, mich zum Lachen zu bringen. Mir war nie aufgefallen, wie lieb er sein konnte. Vielleicht war es doch ein Fehler, ihn damals so abzuservieren? Tante Branwen hätte ihn sicher gemocht. Er war aufmerksam und zuvorkommend. Und er war für mich da, als es mir schlecht ging.
„Du bist Kaida, richtig?“, ein hellblondes Mädchen mit verträumten Augen war herübergekommen. Luna Lovegood.
„Ja, bin ich, was gibt’s denn?“
„Malfoy hat mich nach dir gefragt. Er meinte ich soll dir bescheid sagen, dass du zu Snape kommen sollst“, sagte sie monoton.
Es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Ich hatte Pansy geschlagen!
„Dann mache ich mich besser auf den Weg!“, antwortete ich und stand auf. Dabei wollte ich doch gar nicht hier weg!
„Soll ich mitkommen?“, fragte Roger unsicher.
Ich schüttelte den Kopf. Das musste ich allein ausbaden. Also machte ich mich auf den Weg in die Kerker, zu Snapes Büro.
Doch kaum hatte ich den Gemeinschaftsraum verlassen und war die erste Treppe hinuntergestiegen, stand er vor mir. Draco sah verbittert aus, sein Haar war zerwühlt.
„Ich habe auf dich gewartet, heute Morgen“, sagte er enttäuscht. Ich öffnete den Mund um ihm an den Kopf zu werfen, dass meine geliebte Tante von Freunden seines Vaters ermordet worden war, dass Todesser meinen Onkel auf dem Gewissen hatten und dass mein Bruder schwer verletzt auf der Krankenstation lag. Doch er redete weiter.
„Ich habe beim Mittagessen gehört, dass ihr einen Todesfall in der Familie habt. Das tut mir wirklich Leid.“
„Meine Tante ist tot. Mein Onkel ist tot. Und wäre Dumbledore nicht gewesen, wäre Cahal auch tot“, brachte ich heraus ich, unfähig mehr zu sagen.
Draco sah mich fragend an.
„Todesser!“, rief ich, „Oder fällt dir sonst noch jemand ein, der unschuldige Leute ohne Vorwarnung angreift?“
Dracos Augen weiteten sich. Ich konnte sich sagen ob vor Ungläubigkeit oder vor Angst. Dann sah er weg.
„Weißt du wer?“ flüsterte er mit zitternder Stimme.
„Die Lestranges und andere“, sagte ich leise. In Gedanken fügte ich hinzu, dass ich diese Leute töten würde, wenn ich könnte.
„Dann … dann haben meine Tante und … mein O-onkel …. deine Tante und deinen Onkel …getötet“, stammelte Draco.
Zum zweiten mal an diesem Tag brach für mich eine Welt zusammen. Mir wurde schwindelig, ich ließ mich gegen die Wand fallen und krallte mich an einem Wandteppich fest. Das konnte nicht wahr sein. Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Unfähig irgendwas zu fühlen oder zu denken sah ich ihn an.
Was hatte das zu bedeuten? Aus was für einer Familie stammte dieser Junge?
„Du willst mir weh tun, oder?“, brachte ich endlich heraus.
„Niemals, Kaida. Aber es ist besser, wenn wir uns aus dem Weg gehen. Wie früher“, Draco kam auf mich zu und wischte mir eine Träne von der Wange. Ich sah wie ihn das alles quälte.
Ich hatte das Gefühl, das war der schlimmste Tag meines Lebens.
„Nein“, flüsterte ich und sah ihm in die Augen. Er stand vor mir, ließ die Schultern hängen. Ich ließ den Wandteppich los. Dann fiel ich ihm um den Hals und alles brach aus mir heraus.
„Ich… ich bin so am Ende… Cahal ist total entstellt, Branwen ist tot! … Nachts träume ich von dir… Ich hatte Angst mir meine Gefühle einzugestehen… Dann greifen Todesser meine Familie an!!! Gestern war so ein perfekter Tag… und jetzt DAS! Ich verliere grade alles was mir am Herzen liegt! … Draco, bitte nicht auch noch dich!“
Er nahm meine Hand.
„Komm, wir sollten nicht im Korridor rumstehen“, sagte er ruhig und zog mich mit sich. Er brachte mich in den Raum der Wünsche.
Doch es war anders als sonst.
Schwere, schwarze Samtvorhänge verdeckten die Fenster, an den Wänden waren Fackeln und von der Decke hing ein Kronleuchter mit hundert schwarzen Kerzen. In der Mitte des runden Raumes war dieses mal kein Feuer, sondern ein großes schwarzes Sofa. Gegenüber der Tür war ein Kamin, vor dem ein schwarzes Bärenfell lag. Jetzt war der Raum unheimlich düster. Er passte zu unserer Stimmung.
Ich setzte mich auf das Sofa, es war weich und gemütlich. Draco gab mir eine Decke. Ich fror etwas, ich hatte nur meinen Schlafanzug und meinen Kimono an.
Als er sich neben mich setzte, legte er den Arm um mich und ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter.
„Draco, ich weiß nicht, wie ich anfangen soll“, seufzte ich, „Sind die Lestranges wirklich..?“
„Ja, Bellatrix Lestrange ist die Schwester meiner Mutter. Sie ist die wohl fanatischste Anhängerin von Du-weißt-schon-wem. Sie war lange in Askaban deswegen. Sie hat mir Okklumentik beigebracht und war im Sommer oft bei uns“, erzählte Draco unsicher.
Mir war elend zumute. Ich schloss die Augen. Das konnte doch nicht wahr sein!
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