Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!

Beim Frühstück am nächsten Morgen brachten viele Eulen Päckchen, und bei so einigen Jungen wurden Kürbisse mit eingeschnitzten Gesichtern und Bildern abgeliefert. Halloween war der einzige Tag, an dem wir fünf Mädchen wirklich den ganzen Tag zusammen waren. Ohne die Jungs. Sogar Sally-Anne blieb bei uns.

Die Decke der Großen Halle war von der aufgehenden Sonne orange-rot verfärbt. Es versprach ein schöner Tag zu werden.

Nach dem Frühstück halfen wir, den Gemeinschaftsraum zu schmücken. Es dauerte den ganzen Morgen, die vielen Girlanden aufzuhängen. Anthony hatte es sogar geschafft, einige der Fledermäuse, die sonst an Halloween in der Großen Halle flogen zu stibitzen.

Nachmittags zogen wir uns in die Bibliothek zurück, um die neusten Gerüchte über Pansy Parkinson und Blaise Zabini oder Ron Weasley und Lavender Brown zu diskutieren. Lavender war die beste Freundin von Padmas Schwester Parvati und schon lange in Ron verliebt, aber der wollte zur Zeit anscheinend nichts von ihr wissen.  Blaise und Pansy hingegen sollen zusammen in einem leeren Klassenraum gesehen worden sein. Natürlich trat die Frage auf, wie so ein bildhübscher Kerl sich für ein Mopsgesicht wie Pansy interessierte.

Wir tratschten den ganzen Nachmittag über alle, die wir nicht mochten. Es vielen auch ein paar Worte über Draco. Aber den anderen war auch aufgefallen, dass er blasser war als sonst und dunkle Ringe unter den Augen hatte. Solange es ihm schlecht ging, stand er also unter Lästerschutz.

Um halb sechs schreckte Mandy hoch, weil wir nur noch zweieinhalb Stunden zum umziehen hatten! Also gingen wir kichern und tuschelnd zurück zum Gemeinschaftsraum und verzogen uns in den Schlafsaal.

Padma zeigte uns einen wunderschönen neuen, indischen Sari in Violett, den sie heute tragen wollte. Sally-Anne hatte einen schlichten, hellblauen Festumhang, Mandy hatte einen aufwändig mit Rüschen verzierten Gelben und Lisa hatte sich für ihren rosanen Festumhang mit Spitzenbesatz entschieden.

?Und, wie sieht dein neuer Festumhang aus??, fragte Mandy neugierig, ?Dein Vater hat dir doch im Sommer einen aus Japan mitgebracht!?

Mit einem geheimnisvollen Lächeln holte ich einen smaragdgrünen Festumhang aus fließender Seide aus meinem Schrank. Am Saum und an den Ärmeln war er dezent mit hellgrünen Blüten bestickt, die zufällig genau die gleiche Farbe wie mein Jadeanhänger hatten.

 

?Also, Ravenclaw hat nicht nur die intelligentesten, sondern auch die best-gekleidetsten und attraktivsten Schülerinnen!?, stellte Padma zufrieden fest. Genau um viertel vor achte waren wir alle geduscht, umgezogen und gestylt. Sie hatte recht. Das Gelb von Mandys Abendgarderobe passte wunderbar zu ihren schulterlangen, hellbraunen Haare und den bernsteinfarbenen Augen. Sally-Anne wirkte mit ihrem sattblonden Haar und dem wallenden hellblauen Umhang wie eine Wassernymphe und Lisa sah mit den blonden Locken und dem sanften Rosa aus wie ein Engel.

Padma ? das stand außer Frage ? war eins der hübschesten Mädchen der Schule. Sie sah immer unheimlich gut aus. Ich trug mein langes, dunkelbraunes Haar offen. Der Umhang hatte fast die gleiche Farbe wie meine leicht mandelförmigen grünen Augen. Die Form hatte ich vom Vater, die Farbe von meiner Mutter geerbt. Jetzt trug ich den Talisman, den meine Mutter mir geschickt hatte, offen über meinem Umhang.

Wir zogen die Blicke aller Jungen auf uns, als wir so zusammen die Treppe in der Eingangshalle hinunterkamen. Ich fühlte mich innerlich wie Aschenputtel auf dem Ball! Unten warteten Anthony und Terry auf ihre Freundinnen, auch Zacharias stand in einiger Entfernung und lächelte Sally-Anne an.

Als wir unten ankamen blieben also nur Mandy und ich zurück.

?Also, stürzen wir uns ins Getümmel und suchen uns einen Platz!,? seufzte Mandy, ?Ich beneide ja diese verliebten Pärchen.?

?Wer weiß, vielleicht wirst du morgen auch zu einem gehören?, sagte ich aufmunternd. Als wir die Große Halle betraten sah ich im Augenwinkel einen hellblonden Haarschopf. Ich drehte leicht den Kopf. Draco stand mit Blaise in der nähe der Tür und unterhielt sich scheinbar gelangweilt mit ihm. Ich guckte aber sofort wieder weg, ich wusste nicht ob er mich auch gesehen hatte.

Mandy zog an meinem Ärmel.

?Guck mal, Padma und Lisa haben uns Plätze freigehalten!?, sagte sie und schleppte mich zu dem Tisch, an dem Padma und Lisa winkend mit ihren Freunden saßen.

Statt den Haustischen standen nun viele Runde Tische in der Halle, an denen etwa je zehn Schüler Platz fanden. Ich setzte mich so, dass ich sowohl zum Lehrertisch als auch zur Tür blicken konnte. In dem Moment kam Pansy in einem grell-pinken Gewusel aus Spitzen, Tüll und Schleifen in den Raum stolziert. Die umstehenden Slytherins konnten sich ein Grinsen nicht verkneifen. Alle anderen Schüler, die die Szene beobachteten brachen in schallendes Gelächter aus. Hermine, Ron und Harry, die mit ihren Freunden am Nebentisch saßen, konnten sich vor Lachen kaum auf den Stühlen halten.

Doch zur Überraschung aller ging Blaise auf sie zu und brachte sie zu einem der Tische. Draco, flankiert von Crabbe und Goyle, stolzierte den beiden in einigem Abstand hinterher. Nur dass er dabei unheimlich gut aussah. Gut, er war müde, blass und abgekämpft. Aber sein dunkelgrüner Festumhang (mir viel auf, dass er in der Farbe meinem sehr ähnlich war), der seine schlanke, wirklich gute Figur betonte, und sein aufrechter, eleganter Gang ließen ihn aussehen wie Salazar Slytherin persönlich. Erhaben und edel. Als mir klar wurde, was mir durch den Kopf ging, schaute ich schnell woanders hin. Hoffentlich hatte niemand bemerkt, wie ich ihn musterte.

 

Es war ein lustiger Abend, besonders weil ich versuchte nicht mehr zu Draco zu sehen. Es klappte! Ich drehte mich nicht ein einziges mal zu ihm um, sondern redete und lachte mit meinen Freunden.

Das Essen war wie immer ein wirkliches Festmahl. Es gab Kartoffeln in allen Variationen, verschiedenste Nudeln und sogar vier Sorten Reis. Dazu Entenbraten, Steak, Nierchen, Würstchen, Rehrücken und alles, was man sich sonst noch erträumte. Ich war entzückt, als ich bemerkte, dass es sogar Rotkohl gab, wie ihn meine Tante in Deutschland machte. Das Rezept hatte ich den Hauselfen schon vor einiger Zeit zukommen lassen. Es war herrlich.

Die großen Kürbisse waren wunderschön verziert und leuchteten in einem tiefen Orange, die Fledermäuse flatterten an der Decke umher und manchmal stieß eine herab zum Lehrertisch und mopste etwas Blutwurst. Der Abend war schön wie lange nicht mehr. Fast schien es, als wäre Hogwarts kein Teil der Welt, in der sich die Todesser um den Dunklen Lord bereit zum Kampf machten, sondern zugehörig zu einer Welt, in der es nur Liebe und Frieden ab. Katie Bell oder die ermordete Mutter von Hannah Abbott schienen vergessen. Alle waren satt und friedlich, unterhielten sich noch lange bis schließlich die Lehrer das Fest beendeten.

Murrend standen wir auf, wurden aber erneut erheitert, als Pansy mit Blaise an der Hand keifend aus der Großen Halle lief. Was der arme wohl ausgefressen hatte?

Doch plötzlich fiel mir etwas auf… Crabbe und Goyle schlurften alleine, langsam trottend, hinter Blaise und Pansy her. Ohne Malfoy.

?Hey Goyle, findet ihr ohne Malfoy nicht mehr zurück in euer Schlangennest??, brüllte Terry den beiden plötzlich hinterher. Die beiden drehten sich um und grunzten böse, ihr Blick sprach Bände. Doch Professor McGonagall war direkt hinter uns, so dass sie sich wieder umdrehten und nun etwas schneller in Richtung Kerker gingen.



1 Kommentar zu “Kaida – Eine Geschichte über Liebe (Teil1), Kapitel 18”

  1. Silberblut said:

    Also… Es gibt wieder Neuigkeiten. Ich hab quasi soeben Teil 3 angefangen (gut, es sind auch schon wieder 22 Seiten). Es geht also weiter… Die ersten 2 Teile (insgesamt 142 Seiten) schicke ich bei Bedarf auch per Mail…

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