Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!!


„Jaaah, ich weiß. Aber mir fällt niemand ein! Roger würde sich sofort falsche Hoffnungen machen. Michael ist mit Cho zusammen, Dean mit dieser Weasley, Blaise ist hübsch aber ein arroganter Schleimer…“, zählte ich laut auf.

Padma, offenbar war ihr Kürbis „gepackt“ und fertig, setzte sich neben mich und legte die Hand auf meine Schulter.

„Und der, wegen dem du dir letztens deine hübschen Äuglein aus dem Kopf geweint hast? Ist der es nicht wer?“, fragte sie zaghaft. Lisa und Mandy guckten mich noch erstaunter an, ihnen fiel die Kinnlade runter.
„Bist du etwa wirklich verliebt?“, fragte Mandy, total von der Rolle, „Und hast nichts erzählt? Wer ist es?“

„Ja, wer?“, bohrte nun auch Lisa.

Ich guckte sie hilflos an.

„Ich weiß nicht mal ob ich verliebt bin! Ich glaube er wollte mich küssen, aber ich hab ihn stehen lassen. Jetzt ist er unheimlich wütend. Ich mochte ihn bis dahin nicht mal! Ich bin total durcheinander“, das ganze hatte sehr den Charakter einer Beichte.
„Nun, es ist eine Ehre, einen Kürbis von einer der fünf originalen Raben zu kriegen. Die Mitläufer sind nur halb so begehrt. Versuch es doch einfach“, schlug Padma vor.

„Es kann nur schief gehn!“, sagte Lisa aufmunternd.

„Meint ihr? Ich bin nicht sicher“, ich fühlte mich, als hätte ich einen Schlag in den Magen gekriegt.

„Ja! Schreib was du sagen willst in das Gedicht. So talentiert wie du bist, kriegst du das sicher in ein-zwei Strophen hin. Das wird schon!“, Padma hielt mir Pergament und Feder hin.

Ich nahm beides zögernd, doch dann fing ich an zu schreiben

Wir kennen uns lange
Und kannten uns nicht
Ein Kuss auf die Wange
War wie ein Schlag ins Gesicht

Ich wollte nicht sehen
Was ich fühlte, oder du
Ich kann nicht verstehen
Finde einfach keine Ruh´

Was willst du von mir?
So viele Zweifel nagen
Was will ich von dir?
Kannst du mir das sagen?

 

Schüchtern hielt ich den anderen hin, was ich geschrieben hatte. Es drückte das aus, was ich fühlte. Aber ich wusste nicht, ob das richtig war. Vielleicht war meine Verwirrung noch eine Nachwirkung des Fiebers, und in ein-zwei Wochen würde ich über Draco denken, was ich schon immer über ihn gedacht hab. Er ist ein fieses, arrogantes Ekel! Ich wollte Padma den Zettel aus der Hand reißen und ihn verbrennen, doch sie schlug mir auf die Hand.

„Was ich hier lese, spricht aus deinem Herzen, Kaida. Er sollte das wissen!“, sagte sie ruhig.

„Nein, sollte er nicht“, murmelte ich und starrte auf den Boden.

„Wer ist es denn jetzt?“, fragte Mandy wieder.

„Ich möchte das nicht sagen. Ich will erst warten, was er dazu sagt“, ich seufzte entnervt, „Also hört bitte auf zu fragen.“

Mandy grinste mich an, „Solange es nicht dieser Spinner Malfoy ist!“

„Ja, machen wir“, Lisa boxte Mandy, „Aber jetzt lasst uns zu den Hauselfen. Wir haben noch eine dreiviertel Stunde!“

Schnell schrieb ich das ganze Gedicht auf mein japanischen Seidenbriefpapier und legte das ganze in meinen Kürbis. Dann steckte ich ihn, wie die anderen, in einen Beutel und verbarg ihn unter meinem Umhang, damit auf dem Weg zur Küche ja niemand etwas sehen konnte. Dann schlichen wir unauffällig durch den Gemeinschaftsraum, mit der Gewissheit dass und trotzdem jeder Junge ganz genau mustern würde.

Seit ich Dank Hermine rausgefunden hatte, wo die Küche war, schickten wir unsere Kürbisse nicht mehr mit Eulen zu den Jungs, sondern baten die Hauselfen, sie während des Festmahls auf das Kopfkissen des Empfängers zu legen. Die Mädchen waren die einzigen, mit denen ich dieses Geheimnis teilte.

In der Küche waren die Elfen viel beschäftigter als sonst, sie waren schon dabei alles für den morgigen Tag vorzubereiten.

„Winky, Dobby, Layla!“, rief ich. Sofort standen die drei Elfen mit großen Augen vor uns.

„Miss Kaida hat wieder ihre Freundinnen mitgebracht!“, platzte Winky heraus. Erstaunlicherweise war sie nüchtern.

„Wo sollen wir die Päckchen dieses mal hinbringen?“, fragte Dobby sofort.

„Winky, Mandy wird dir erklären wo du das Päckchen hinbringen musst. Layla, Lisa und Padma vertrauen dir ihre Päckchen an“, legte ich fest.

Dann beugte ich mich zu Dobby herunter, während die anderen der jeweiligen Elfe erklärte, wo genau sie den Kürbis abliefern sollte. Nur Dobby sollte mich hören.

„Dobby, du bringst Sally-Annes Kürbis weg. Gibt es hier einen Elfen, der weiß wo der Gemeinschaftsraum der Slytherins ist?“, flüsterte ich ihm in eins seiner Fledermausohren.

Dobby sah mich erstaunt an.

„Kreacher würde das gern tun, Miss. Dobby mag da nicht hin, böse Zauberer da…“, dann hüpfte der Hauself in die Menge.

Kurze Zeit später kam er mit dem schäbigsten Elfen wieder, den es hier wohl geben musste.

„Kreacher ist Harry Potters Hauself. Aber er hilft sicher gern!“, erklärte Dobby, ließ Kreacher bei mir stehen und ging zu Sally-Anne, um ihre Anweisungen zu hören. Ich ging ein Stück zur Seite, damit die anderen auch ja nicht hören, was ich dem Elfen sagte.

„Kreacher, in diesem Beutel ist ein Kürbis, ein Halloweengeschenk. Der ist für Draco Malfoy-“

„Draco Malfoy ist ein edler, netter Reinblüter! Kreacher würde sich freuen ihm eine Freude machen zu dürfen“, murmelte der Elf.

„Kannst du den Kürbis morgen Abend auf sein Kopfkissen legen? Aber erst, wenn alle beim Festessen sind! Das ist ganz wichtig!“, bläute ich ihm ein.

Hoffentlich machte dieser Elf keinen Fehler.

„Jaaa… Während des Festessens… Jaa, Meister Dracos Kopfkissen… Gerne Miss!“, murmelte Kreacher, der geistig doch sehr abwesend wirkte. Dann nahm er den Beutel und verschwand ohne ein weiteres Wort in der großen Küche.

Kichernd und tuschelnd machten wir uns auf den Rückweg. Wir waren alle furchtbar aufgeregt, weil niemand wusste wie denn die Empfänger reagieren würden. Im Gemeinschaftsraum schauten uns alle erwartungsvoll an, doch wir gingen ohne ein Wort in unseren Schlafsaal und gingen ins Bett.

Lisa und Mandy unterhielten sich noch lange flüsternd, vermutlich darüber wen ich denn ausgesucht hätte. Aber irgendwann waren die fünf Schwestern des Raben – wie man uns nannte – alle tief und fest am schlafen.



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