Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!!


„Cahal kommt zu Halloween!“, rief ich ihr entgegen. Auch Lisa lächelte.

„Das ist aber toll! Wie lange hast du ihn jetzt nicht gesehen?“, fragte sie. Ich überlegte kurz.

„Weihnachten zum letzten mal. Im Sommer war er ja in Südamerika“, erzählte ich dann.

Die Stunde verlief recht ereignislos. Wir sollten die Hautfarbe unseres Partners verändern, doch natürlich schaffen das die wenigsten. Einige wurden rot vor Anstrengung, aber die einzigen, die es wirklich schafften waren Lisa, Hermine und ich.

Das Mittagessen war ebenso unspannend. Am Slytherin-Tisch hab es einen Streit um die Bratkartoffeln und Mandy erzählte aufgeregt, dass sie sich heute in einer Pause intensiv mit Cormac über Quidditch unterhalten habe. Padma und Anthony zeigten zum ersten mal öffentlich, dass sie mehr als nur Freunde waren. Händchenhalten kamen sie in die Große Halle gelaufen und setzten sich nebeneinander an den Tisch, gegenüber von Lisa und Terry.

All meine Freundinnen waren glücklich verliebt. Und was war mit mir?

Ich sah zum Slytherin-Tisch herüber, da saß Draco, blasser als sonst und ziemlich müde, zwischen Crabbe und Goyle, ihm gegenüber Pansy, die ihn anschmachtete. Gedankenverloren beobachtete ich ihn, er saß mit dem Rücken zu mir und konnte mich nicht sehen. Doch dann stieß Blaise, der neben Pansy saß und mich sehr wohl sehen konnte, ihn an und deutete in meine Richtung. Draco sah über die Schulter und sah mich mit einer Mischung aus Wut und Erstaunen an, ich sah sofort weg. Noch bevor die anderen fertig waren stand ich auf und ging.

Das schien in letzter Zeit eine hartnäckige Angewohnheit zu werden. Zu meinem Unglück hatte ich am Nachmittag auch noch Kräuterkunde mit den Slytherins. Bei dem Gedanken wurde mir schlecht. Auf der Treppe traf ich Hermine, die sofort stehen blieb als sie mich sah.

„Kaida, was ist los? Du siehst total blass aus!“, fragte sie erschrocken.

„Ich… Probleme mit Malfoy… schrecklich… Heute Kräuterkunde mit Slytherin“, murmelte ich. Hermine wurde wütend.

„Dieser Mistkerl, kann der nicht ein mal die Leute in Ruhe lassen! Er hätte ein Frettchen bleiben sollen! Ach, ich kann dich verstehen, aber vor dem darfst du dir nichts gefallen lassen!“, schimpfte sie laut.

„Ich kann nicht. Nicht heute…“, sagte ich verzweifelt. Ich wollte diese Stunde wirklich um alles auf der Welt verpassen. Hermine sah sich kurz um.

„Hier, ein Kollapskeks. Von den Weasley-Zwillingen. Iss die lila Hälfte. Ich bringe dich in den Krankenflügel und gebe dir da die andere. Dann verpasst du Kräuterkunde sicher“, flüsterte sie hastig und steckte mit einen Keks zu. Als ich sie fragen ansah, zischte sie nur ein schnell jetzt.

Ich biss in den Keks und kaute. Augenblicklich wurde es schwarz um mich.

Als ich wieder zu mir kam, lag ich im gleichen Bett wie schon vor knapp 3 Wochen. Ich sah Hermine, die mir zuzwinkerte und Madam Pomfrey dann ganz unschuldig erklärte, ich sei auf der Treppe einfach umgefallen. Es sei wohl mein Kreislauf. Dann warf Madam Pomfrey sie raus.

„Ach Liebes, schon wieder du! Bist dieses Jahr ein bisschen schwach auf der Brust, was? Allem Anschein nach könnte es eine Nebenwirkung von Verwandlung sein. Die Hautfarbe zu verändern ist nicht gesund, weißt du“, sagte sie dann und guckte mich sorgenvoll an, „aber ich denke heute Abend kannst du wieder gehen. Hermine wird dich bei Professor Sprout entschuldigen. Schon dich aber die nächsten Tage!“

Sie ließ mich allein und ich war unheimlich erleichtert, heute nicht zu Kräuterkunde zu müssen. Der Nachmittag ging schnell rum, das Abendessen gab es für mich zwar im Krankenflügel, aber dann durfte ich wieder zu meinen Freunden gehen.

Alle waren schon ein wenig aufreget wegen Halloween, Festessen gab es ja nicht oft, und die Große Halle war immer anders geschmückt. Halloween war einfach ein Farbtupfer im tristen Schulalltag. Die zwei Tage bis zum Vorabend vergingen schnell, denn niemand redete mehr von etwas anderem. Den Vorabend nutzten wir Mädchen, um die Kürbisse zu verschicken.

Ich kam aus der Bibliothek und wollte die anderen Mädchen suchen. Wir hatten ja noch einiges zu tun… Im Gemeinschaftsraum saßen die Jungs tuschelnd um einen Tisch. Meine Freundinnen waren nirgends zu sehen.

„Habt ihr Lisa, Padma und Mandy gesehen?“, fragte ich Terry und Anthony. Roger, der etwas abseits saß, sah mich erwartungsvoll an. Terry grinste. „Ich glaube die sind mit Sally-Anne oben im Schlafraum. Lisa meinte irgendwas von Kürbis und Halloween“, sagte er geheimnisvoll. Da steckten die vier also! Ohne noch was zu sagen lief ich hoch in den Schlafsaal. Die Mädchen saßen im Kreis auf dem Boden, in der Mitte die Kürbisse.

„Tschuldigung, war verhindert!“, murmelte ich und setzte mich dazu.

„Hermine hat bescheid gesagt, dass du keine Lust auf Kräuterkunde hattest. Wir kennen die Geschichte also“, Lisa grinste mich an.

„Wir waren grad dabei einen Spruch oder ein Gedicht für dieses Jahr zu schreiben“, warf Padma ein, „aber uns fehlt deine Kreativität!“

Mandy reichte Feder, Tinte und Pergament an mich weiter. Es standen einige Anfänge drauf, die aber alle durchgestrichen waren. Ich tauchte den Federkiel in die Tinte und fing an zu schreiben.

Die Schwestern des Raben

Haben erneut mit Bedacht

Ihre jährlichen Gaben

Verschenkt heute Nacht

Du bist gewählt

Einen Kürbis zu kriegen

Wenn er dir gefällt

Eine Eule soll fliegen

Ich reichte das Pergament herum.

„Wirklich toll! Jetzt müssen wir für jeden noch eine Strophe dichten, die genau auf ihn passt“, meinte Mandy zu mir.

„Meinst du mir „wir“ jede Frau für ihren Mann oder meinst du eher ich für euch?“, fragte ich neckisch.

„Du für uns! Aber wir helfen dir“, Lisa knuffte mich in die Seite.

„Gut, dann fangen wir mit dir an, Lisa. Der Kürbis ist für Terry, richtig?“, ich setzte die Feder aufs Pergament. Lisa guckte verträumt.

„Schreib was mit Rose und Liebe“, flüsterte sie ganz verliebt.

Eine Rose für Dich

Aus tiefstem Herzen

In ihr brennt ein Licht

Von tausend Kerzen

Ich gab Lisa das Pergament, sie lächelte und nickte. Dann schrieb sie das Gedicht mit Rosendufttinte auf ein Blatt Briefpapier und steckte es in ihren Kürbis.



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