Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!!
Das mit dem Ignorieren klappte super. Einmal vor Kräuterkunde kam Draco auf mich zu, aber ich flüchtete schnell zu Terry und Lisa. Er wagte nicht, mich anzusprechen wenn meine Freunde bei mir waren. Also versuchte ich die ganze Woche mich außerhalb des Gemeinschaftsraums nur in Begleitung meiner Freunde sehen zu lassen.
Es kam kein Brief mehr, auch kein dummer Spruch oder sonst was. Ich sah ihn nicht an, damit er nichts falsches dachte. Nur wenn Draco nicht hinsah, wenn ich hinter ihm saß, dann sah ich ihn an. Ich betrachtete seine Haare, seinen schlanken aber muskulösen Nacken, seine Schultern… Und jedes mal, wenn ich mich dabei ertappte schlug ich mir die Gedanken aus dem Kopf.
Ich lenkte mich damit ab, das nächste Woche Halloween war. Ich plante mit den Mädels, was wir zum Festessen anziehen sollten, wie wir die Haare tragen könnten und welchem Jungen man einen Kürbis schenken würde. Wir hatten nämlich die Tradition, unserem aktuellen Schwarm oder Freund an Halloween einen kleinen ausgehöhlten Kürbis zu schenken.
Im Unterricht war ich nicht so aufmerksam wie sonst, doch die Lehrer kannten mich und es störte niemanden. Doch die Woche verlief so problemlos und das Wochenende war so entspannt, dass ich unaufmerksam wurde.
Am Sonntag Abend hatte ich noch Lust auf einen schönen grünen Tee, also schlich ich mich unter einem Vorwand aus dem Gemeinschaftsraum um den Hauselfen in der Küche einen Besuch abzustatten. Zudem, warum sollte mir Draco ausgerechnet jetzt über den Weg laufen? Ich war doch gut gelaunt. In ein paar Tagen war Halloween!
Während ich die Treppen hinunterhüpfte summte ich ein Lied, dass mir meine Großmutter immer vorgesungen hatte, wenn wir in Japan waren.
In der Küche war wie immer viel los, doch ein Teil er Elfen schien unterwegs zu sein. Ich sah weder Dobby noch Winky, doch ich erkannte Layla, die einen großen Kupferkessel trocknete.
?Layla, wie geht?s dir??, rief ich herüber. Erschrocken ließ sie den Kessel fallen, doch sie kam sofort herüber.
?Guten Abend Miss! Die Elfen haben niemanden mehr erwartet heute. Was wünschen Sie, Miss??, fragte Layla schüchtern.
?Ich hätte gerne eine Kanne Tee, die ich mit auf mein Zimmer nehmen kann, bitte?, sagte ich höflich.
?Gerne! Layla beeilt sich. Zum Da und Fort -Raum??, die Elfe sah mich erwartungsvoll an.
?Nein, in meinen Schlafraum im Ravenclaw-Turm, wenn das möglich ist?, erklärte ich ihr.
?Layla bringt gleich hoch! Zitronenkuchen auch, ja??, und schon war sie im Gewusel verschwunden. Mit einem Lächeln um Gesicht verließ ich die Küche.
Auf dem Korridor traf ich einige Hufflepuffs, die wohl zu ihrem Gemeinschaftsraum wollten. Ich beeilte mich, die Treppen hochzusteigen.
Doch um nicht sofort zum Turm zu müssen, nahm ich einen kleinen Umweg. Ich hatte noch 15 Minuten um zum Gemeinschaftsraum zu kommen. In einem ziemlich abgelegenen leeren Korridor kam er mir entgegen.
Draco Malfoy. Allein. Er schien überrascht mich zu sehen.Ich wollte umdrehen, doch Draco legte die letzten Meter zwischen und im Laufschritt zurück.?Kaida, bitte warte. Geh nicht?, flehte er regelrecht. Ich war wütend und spürte wie die Wut in mir hochstieg. Mir wurde schlecht. Was war mit mir los??Was willst du denn? Solltest du nicht bei Pansy sein??, sagte ich herablassend. Ich wollte mir nicht eingestehen, dass ich verletzt war.
?Pansy ist nur noch eine gute Freundin. Aber dich vermisse ich. Ich weiß es waren nur zwei Abende… aber mir fehlt es, mit dir zu reden… und die Nähe zu dir?, er klang verzweifelt.
?Ich muss gehen Draco, es ist kurz vor neun?, meinte ich kalt und wollte an ihm vorbeigehen. Doch dann sah ich den Ärger in seinen Augen.
?Mensch, Kaida!?, Draco ging auf mich zu, packte mich an den Schultern und drückte mich gegen die Wand. Ich schloss die Augen, doch ich spürte seinen Atem. Sein Gesicht war direkt vor meinem.
?Sieh mich an Kaida! Was hab ich falsch gemacht!?, flüsterte er. Ich öffnete die Augen und sah direkt in seine. Er strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Da war keine Spur mehr von Wut. Meine Knie wurden weich und mir wurde schlecht. Die Zeit schien still zu stehen.?Ich bin keine Slytherin. Und du bist Draco Malfoy?, hauchte ich. Was wollte er von mir? Was wollte ich von ihm??Ist das nicht egal??, jetzt war er mir ganz nah.
Seine Stirn lag an meiner Stirn. Ich spürte seine Wärme, wir standen so dicht, dass ich fühlte wie schnell sein Herz schlug. Oder war es mein Herz? Ich wollte laut schreien, doch brachte kein Wort heraus. Zaghaft und ganz vorsichtig legte ich meine Hände auf seine Brust. Ich konnte weder vor noch zurück.
?Draco…?, meine Stimme war nur noch ein heiseres Flüstern, ?Bitte, lass mich gehen!? Ich wusste nicht was ich tat, ich wusste nicht was ich wollte. Es hatte mir weh getan ihn mit Pansy zu sehen. Aber ich hatte sonst nie an ihn Gedacht.
Oder hatte ich es verdrängt?? Warum hatte ich seine Hand gehalten? Warum war ich weggelaufen als er mich nur auf die Wange geküsst hat?Meine Gedanken rasten.?Ist es wirklich das, was du willst Kaida??, fragte er, seine Stimme klang verbittert
Er zog mich von der kalten Wand weg und schloss mich in die Arme. Ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten.
?Ich.. es geht nicht.. ich will nicht!?, mit diesen Worten stieß ich ihn von mir weg und lief. Ich lief schon wieder weg. Schon wieder waren wir uns nah und ich lief weg. Doch dieses mal kam er hinterher. Ich hörte seine Schritte auf dem Boden. Ich hoffte bald die Treppe zum Gemeinschaftsraum zu erreichen. Ich wusste, dass hier irgendwo eine selten genutzte Treppe war, die ebenfalls mit einem Rätsel gesichert war. Doch Draco kam immer näher. Er war direkt hinter mir. Warum konnte er mich nicht einfach in Ruhe lassen? Er griff nach meiner Hand, ich wollte sie wegziehen, doch ich war nicht schnell genug. Er riss mich herum, packte grob meine andere Hand und drückte mich hart gegen die Wand. Die Tränen rannen über mein Gesicht. Was hatte er vor? Ich wollte nicht, aber ich musste ihm in die Augen sehen. Er hielt meine Handgelenke so fest, dass es weh tat.
?Kaida, verdammt!?, sein Gesicht war vor Wut und Schmerz verzerrt, ?Was ist das hier? Warum bist du erst wie eine gute Freundin und läufst dann aber vor mir weg? Warum krieg ich dich nicht aus meinem Kopf?? Auch Draco standen Tränen in den Augen, ?Es ist doch schon ohne dich alles schlimm genug!”
Ich dachte er würde mich schlagen oder weiter festhalten.
Doch Draco ließ mich los. Er ging einige Schritte zurück und sah mich an. Er sah aus, als wüsste er selbst nicht, was er tat. Der Ausdruck in seinem Gesicht war unglaublich traurig. Dann ging er in die Knie. Es war vollkommen still.
Ich stand noch immer an der Wand, unfähig mich zu bewegen. Draco saß auf dem Steinboden, ließ den Kopf hängen, seine Schultern bebten. ?Dann geh, Kaida!?
Ich wusste nicht was ich tun sollte. Etwas in mir wollte ihm die Hand reichen, ihm aufhelfen und ihn küssen. Ein anderer Teil wollte einfach nur schreien und weglaufen.
?Draco, ich weiß wie du dich fühlst?, es fiel mir schwer das auszusprechen. Hoffnungsvoll blickte er auf. ?Aber ich brauche Zeit. Das ist so.. irreal!?, mit diesen Worten ging ich. Ich hörte, dass er Anstalten machte aufzustehen, doch ich drehte mich nicht um.
Das konnte doch alles nicht wahr sein!
Ich wählte einen abzweigenden Korridor, den er nicht einsehen konnte. Erleichtert sah ich den schmuddeligen Wandteppich, der vor dem Treppenaufgang hing.
?Das Küken will ins Nest?, flüsterte ich aufgeregt. Mein Herz schlug schell. Was, wenn er mir nach kam? Der Teppich rollte hoch, dahinter kam eine Tür mit unserem Hauswappen zum Vorschein.
Ein Bauer war gerade auf seinem Feld, als ein Pferd auf ihn zukam. Sekunden später war er spurlos verschwunden. Wie ist das möglich? Flüsterte eine Stimme.
Bauer? Pferd? Ich überlegte fieberhaft. Ich konnte keine klaren Gedanken fassen. Doch dann viel mir ein, was ich so häufig mit Mandy spielte!?Schach?, antwortete ich, ?Der Bauer steht auf einem Schachfeld und das Pferd schlägt ihn!? Ich war erleichtert, als die Tür sich öffnete und die Treppe in den Gemeinschaftsraum frei gab. Ich stolperte hoch, schob das Gemälde, das vor dem Eingang hin zur Seite und ging zu meinem Platz am Kamin.
Lisa saß kuschelnd mit Terry auf dem Sofa, Mandy kam grade aus dem Schlafraum.
?Kaida, an deinem Bett stehen Kuchen und Tee! Hast du wieder die Hauselfen bestochen?, rief sie mir grinsend zu. Natürlich! Ich hatte Layla und den Kuchen ganz vergessen!

Deiner auch?
^^ Unsere Geocaching-Statistik
Hüstel… jaja, was ist hier wohl meine Lieblingsszene???
ich glaub du wirst den zweiten teil der geschichte ziemlich mögen…. wenn er irgendwann mal fertig ist…
(kennt jemand zufällig ne günstige druckerei?)