Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!!

 

„Kaida? Sag schon, von wem ist der Brief?“, Padma stupste mich an.

„Wie? Ach so… Ach nur eine Notiz von Hermine Granger wegen einer Hausaufgabe. Es ist doch Weasleys Eule“, nuschelte ich gedankenverloren. Ich erknüllte das Pergament und setzte es mit einer flüchtigen Bewegung meines Zauberstabs in Brand. Padma staunte.

„Was ist das für ein Zauberstab?? Ist ja unglaublich. Bist du schon so gut mit den stummen Zaubern?“, sie deutete auf den Stab.

„Das ist Holz von einem japanischen Kirschbaum, der auf unserem Familiensitz steht. Der Kern ist ein Dreifachkern. Herzfaser, Nervenfaser und Faser des Feuerorgans eines Drachen verflochten. Du weißt ja, mein Großvater stammt aus Japan. Er macht wundervolle Zauberstäbe. Für´s Verbrennen, Erhitzen oder für Licht brauche ich also keinen Spruch oder so was…“, erklärte ich ihr.

Dann stand ich ohne etwas zu sagen auf und ging in die Bibliothek. Smalltalk war mir einfach zuwider, ich sah keinen Grund länger hier am Tisch zu sitzen. Ich nahm irgendein Buch aus irgendeinem Regal, setzte mich in eine Ecke und schlug es auf. Es war irgendein Buch über die Geschichte von St. Mungos. Ich konnte mich aber nicht konzentrieren. Nach einer ganzen Weile lustlosen Herumblätterns stand ich auf, stellte das Buch weg und nahm ein anderes. Den ganzen Vormittag saß ich so da, blätterte in Büchern ohne sie zu lesen und schaute zwischenzeitlich aus dem Fenster. Als es Zeit zum Mittagessen war, ging ich herunter in die Große Halle. Wie schon am Morgen suchte ich mir einen Platz möglichst weit weg von der Tür, doch ich hatte keinen Hunger. Lisa und Mandy waren noch nicht da, Padma saß bei Roger und dem Quidditch-Team. Ich wollte mit niemandem reden. Lustlos stocherte ich in meinem Kartoffelpüree herum und kaute auf ein paar Bissen Rotkohl.

Ich hörte Crabbes dümmliches Lachen und blickte zur Tür, Goyle stand neben ihm und grunzte. Draco hatte irgendeinen Erstklässler aus Gryffindor geärgert und die Sly´s amüsierten sich herzlich. Ich verdrehte die Augen. Wie niveaulos. Pansy stand dort und kicherte künstlich. Der Erstklässler huschte verängstigt zu seinem Tisch, Professor McGonagall schickte die Slytherins ebenfalls weg, nicht ohne ihnen fünf Punkte pro Person abzuziehen.

Mittlerweile war ich überzeugt davon, dass die Gespräche mit Draco Träume waren, die ich nur in dem Raum im siebten Stock träumte. Ich beschloss, nicht mehr hinzugehen. Denn außerhalb dieses Raumes war Draco das Ekel, das er immer war.Aus irgendeinem Grund stieg eine wahnsinnige Wut in mir hoch. Wie konnte ich mich überhaupt mit diesem Mistkerl abgeben? Er hat doch oft genug bewiesen, dass er ein Idiot ist! Ärgerlich über mich selbst stand ich auf und ging. Am Slytherin-Tisch machte sich Draco mal wieder über die Weasleys lustig.

„… angeblich sind die so arm, das sie ihre Kinder als Hauselfen verkaufen müssen!“, prahlte er. Alle fingen schallend an zu lachen.

„Draco, lieber eine arme Familie die ihre Kinder wirklich liebt als reiche Snobs als Eltern, die ihr Kind nur für ihr eigenes Ansehen leiden lassen!“, brach es aus mir heraus.

Wollte ich das wirklich sagen? Mit erhobenem Kopf stolzierte ich an ihnen vorbei. Niemand sagte ein Wort. Ich sah das Entsetzen in seinen Augen, er konnte es nicht verstecken. Es kümmerte mich nicht. Zudem hatte er sich schnell wieder unter Kontrolle. Als ich weit genug vom Eingang zur Halle weg war, lief ich los. Die Tränen rannen mir übers Gesicht. Ich wollte zum Klo der Maulenden Myrte, doch ich lief Snape genau in die Arme.

„Na, wenn dass nicht Kaida Edoki ist“, mit einem selbstgefälligen Lächeln blickte er auf mich herab. Ich sah ihn nur an, weinend. Sein Lächeln erstarb.

„Kommen sie mit“, sagte er kurz und zog mich mit sich. Er öffnete die Tür zu einem leeren Klassenzimmer und stieß mich hinein. Dann verschloss er die Tür und sah mich an.

„Professor Slughorn teilte mir mit, dass sie ihre wunderbaren Leistungen in Zaubertränke noch gesteigert hätten. Gibt es also einen Grund so aufgelöst durch die Korridore zu laufen?“, fragte er mich. Seine Stimme hatte jegliche Härte verloren. Ich wusste, dass Snape meine Brüder früher unheimlich mochte.

„Ich.. es ist nur… ich weiß es nicht!“, brach ich heraus.

„Ich weiß, dass sie sich heimlich mit Malfoy getroffen haben. Ich hätte ihnen saftige Strafarbeiten aufgebrummt, wenn er nicht gewesen wäre. Der Junge ist am Ende, sie tun ihm gut. Dachte ich zumindest“, offenbarte Snape mir. Ich war geschockt.

„Er… benutzt a-andere M-menschen nur… Ich… ke-kenne ihn so lange und… wusste das. Er ist ein Ekel!“, schluchzte ich.

„Er macht viel durch. Also seien sie entweder nett oder gehen sie ihm aus dem Weg. Er mag sie mehr, als sie denken“, sagte Snape, „Und ich weiß wie schwer die Freundschaft zwischen einem Slytherin und einem anderen Schüler sein kann.“

Damit ließ Snape mit stehen. Ich stolperte verwirrt die Treppen zum Gemeinschaftsraum hoch. Setzte mich an einen Tisch und machte meine Hausaufgaben. Ich schrieb die Aufsätze herunter wie eine Maschine.

Als es Abend wurde und sich der Gemeinschaftsraum füllte sich. Lisa saß kuschelnd mit Terry auf einem Sofa am Fenster und Mandy schrieb bei mir am Tisch an einem Aufsatz. Später spielten wir eine Runde Schach.Es war schon dunkel draußen als ich auf die Uhr sah. Es war halb neun. In einer halben Stunde mussten alle Schüler in ihren Gemeinschaftsräumen sein. Ob Draco wohl wirklich in dem Raum warten würde? Ich verdrängte den Gedanken und spielte weiter mit Mandy. Wir redeten nicht viel, doch plötzlich sagte sie:

„Draco hat war heute mit Pansy picknicken. Wir saßen draußen in der Nähe. Ich glaub er hat sie abgeschossen! Sie haben ernst geredet und plötzlich fing sie an zu flennen!“

 

„Was? Echt jetzt?“, ich war so erstaunt, dass ich nicht wusste was ich sagen sollte.

„Jaaa. Sie haben dann schweigend weitergegessen. Terry ist dann mal näher ran geschlichen und hat gehört wie sie meinte, sie sei immer für ihn da, und man könne ja befreundet bleiben. Oh man, dieses Mädchen ist so unmöglich!“, kicherte Mandy und verdrehte die Augen.

 

 

„Ich verstehe nicht, was die aneinander gefunden haben“, sagte ich, und ertappte mich bei dem Gedanken, ich wüsste genau was Pansy an ihm findet.

 

„Ja, stimmt. Aber eigentlich passt das ja. Ach, eh ich’s vergesse, dieser Hufflepuff-Junge scheint dich wirklich toll zu finden! Er war heut morgen total enttäuscht, dass du nicht da warst“, platzte sie heraus.

Eigentlich war das nichts neues… irgendwo fand sich immer ein Junge, der auf mich stand. Der Vater meines Vaters ist Japaner und Oma´s Oma war eine Veela. Meine Mutter ist halb Deutsche und halb Irin. Das alles gibt eine Mischung, die sich sehen lassen kann, wie mir immer wieder gesagt wird. Doch bisher habe ich nie wirklich jemanden gefunden, der zu mir passt.

„Du Mandy, ich bin müde. Ich glaub ich gehe schlafen“, wieder stand ich auf und ließ einfach eine Freundin sitzen.

 

Im Schlafsaal war ich die erste. Es war ja noch früh. Als ich mich umziehen wollte erschrak ich mich, auf der Fensterbank saß ein großer Uhu. Ich dachte es wäre meine Eule, also öffnete ich das Fenster. Doch es war nicht Greystar. Der fremde Uhu hatte eine Pergamentrolle im Schnabel, welche er mir fast vor die Füße spuckte. Der Brief hatte nicht mal den Boden berührt, als er schon wieder wegflog.Verwundert nahm ich die Rolle und las.

Was sollte das? Glaubst du ernsthaft ich lasse mich von deinen Sprüchen beleidigen? Wenn du dich traust, dann triff mich heut Abend und erklär es mir. Ich dachte du wärst anders..

Draco

Ich schnaubte verächtlich. Was fällt dem eigentlich ein? Wie verhält er sich denn anderen gegenüber? Was denkt der von mir? Dass ich springe wenn er ruft? Wieder verbrannte ich den Brief.

Ich beschloss, Draco zu ignorieren. Ich knöpfte meinen Flanellschlafanzug zu und kuschelte mich in meine Decke. Nicht mal schlafen gehen kann man ohne gestört zu werden.

 



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