Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!!

„Ich hab mich zum ersten mal seit ich in Hogwarts bin sicher gefühlt“, gestand er, „Du bist der Grund warum ich an Pansy zweifle. Dir vertraue ich. Ich würde dir alles erzählen…“

„Nein Draco! Cahal hat mich gewarnt. Deine Familie steckt in irgendwas drin. Ich will nichts darüber hören!“, entsetzt stand ich auf. Er ebenfalls. Er legte seine Hände auf meine Schultern und drückte mich sanft wieder auf das Polster.

„Kaida, hör mich zu. Ich werde dich in nichts reinziehen. Ich habe ungeheuer viel im Kopf, aber ich habe Hilfe.“ „Wer?“, flüsterte ich. Draco schüttelte den Kopf.

Dann fuhr er fort: „Niemand redet so mit mir wie du, wenn wir allein sind. Du hast es selbst gesagt, Blaise, Crabbe und Goyle sind nicht da. Niemand sonst, der was falsches denken könnte. Obwohl du nie viel von mir gehalten hast, gibst du mir eine Chance.“

Er hielt inne. Sah mich an. Ich fühlte mich nicht gut. Mir wurde flau im Magen, ich sollte nicht hier sein. Er holte Luft und sprach weiter:

„Seit diesem Tag auf der Krankenstation denke ich immer wieder an dich. Als ich dich dann am letzten Samstag hier gefunden habe, wusste ich erst nicht was ich sagen oder tun sollte. Aber dann war das reden so einfach.“

Ich schwieg. Was sollte ich dazu sagen? Ich hatte keinen Gedanken an ihn verschwendet. Aber er hatte recht, irgendwas war geschehen. Ich habe Draco früher mal verabscheut, wie er mit anderen umgegangen ist war mir zuwider.

„Ja, mir geht’s auch so. Aber wir haben uns halt vorher ineinander getäuscht. Und wir haben uns verändert. Ich weiß aber absolut nicht, wie ich damit um gehen soll…“, ich lehnte mich an ein großes Kissen.

Er tat es mir gleich, dabei berührte er meine Schulter. Ein merkwürdiges Gefühl… Ich spürte den Drang wieder seine Hand nehmen. Aber ich zwang mich, es nicht zu tun. Dafür merkte ich, wie Draco seine Hand auf mein Bein legte. Was zur Hölle sollte das hier werden? Sollte ich etwa… ??? Nein, es war ausgeschlossen mehr als Mitleid und vielleicht ein bisschen Freundschaft zu empfinden. Gruselig.

„Können wir uns nächstes Wochenende wiedersehen?“, frage er vorsichtig. „Wie? Hier? Ähm… warum nicht. Aber wir sehen uns doch jeden Tag“, antwortete ich verdutzt. „Es wäre nicht gut, wenn man uns zusammen sehen würde. Es würde Pansy verletzen und was würden deine Freunde denken? Und ich möchte mit dir reden können, mit dir allein“, sagte Draco vorsichtig.

Das überraschte mich.

„Ja, natürlich. Ich werde Freitag und vermutlich auch Samstag hier sein. Weißt du, ich brauche manchmal eine Pause von den anderen“, antwortete ich ihm.

Seine Hand lag immer noch auf meinem Bein. Ich sah ihn an. Er sah nicht mehr aus wie der arrogante, gemeine und selbstverliebte Draco Malfoy. Er hatte traurige graue Augen und schönes hellblondes Haar, das vom Feuerschein gold und silbern glänzte. Er war hübsch.

Ich drehte mich weg, sah wieder ins Feuer. Ich spürte, wie er sich zu mir neigte. Sein Gesicht war direkt neben meinem. „Danke Kaida“, flüsterte er in mein Ohr. Dann küsste er mich auf die Wange. Es war nur ein flüchtiger, sanfter Kuss auf die Wange, aber es kam mir vor als sei ich noch nie so geküsst worden. Nicht von Cedric, von dem ich in meinem dritten Jahr in Hogwarts den ersten Kuss bekam. Auch nicht von Terry oder Thomas Dean oder Lee Gordon. Keiner von denen hatte mich so liebevoll geküsst. Das war unfassbar! Ich konnte nicht atmen.

„Ich muss gehen“, war das einzige, was ich herausbrachte während ich aufsprang, meine Tasche packte und zur Tür stürmte.

„Warte! Was habe ich falsch gemacht? Geht nicht weg“, hörte ich Draco rufen. Ich konnte und wollte nicht warten. Zornige Tränen rannen über mein Gesicht. Was fiel diesem Kerl ein? Für wen hält er sich, dass er mich einfach küsst?

In der letzten Woche, nach dieser verrückten Samstag Nacht war alles wieder so schön normal geworden. Wie konnte sich das so schnell ändern? Wie konnte dieser versnobte Slytherin es wagen meine Welt so aus der Bahn zu werfen?

Verwirrt, verletzt (warum eigentlich?) und enttäuscht stapfte ich zum Gemeinschaftsraum. Ich hörte Peeves poltern, aber es war mir egal. Ein kauziger Zauberer auf einem Gemälde sagte etwas zu mir, aber ich hörte nicht hin. Ich stieg die Treppen hinauf zum Turm, beantwortete die Frage des Türklopfers und schlich durch den Gemeinschaftsraum zu meinem Schlafsaal. Ich warf meinen Umhang auf einen Sessel, pellte mich aus meinen Klamotten und kuschelte mich unter die Decke. Zum Glück konnte ich am nächsten Tag ausschlafen.

„Kaida, wo warst du?“, flüsterte Lisa aus ihrem Bett.„Tee trinken, in der Küche. Will schlafen“, murmelte ich und zog die Vorhänge zu. Am nächsten Morgen war ich die letzte, die aufwachte. Als ich die blauen Samtvorhänge von meinem Himmelbett zurückzog waren die anderen Betten schon leer. Doch auf meinem Nachttisch lag ein Zettel.

Hey Kaida, sind frühstücken und treffen uns dann mit Terry und Jungs aus Hufflepuff. Die haben noch n Freund, der scheint dich echt zu mögen! Lisa & Mandy

Schon wieder allein. Ich zog mich an und hüpfte die Treppe zum Gemeinschaftsraum runter. Unten saß Padma am Kamin. „Hey Padma, kommst du mit Frühstücken?“, fragte ich. „Ja, gerne. Die anderen waren schon weg, da hab ich hier auf dich gewartet“, Padma lächelte und stand auf.

Als wir zusammen in der Großen Halle ankamen waren viele schon fertig und warteten auf die Eulen. Ich suchte mir einen Platz hinten an der Wand, ich wollte nicht das Draco mich sah. Er kam kurz nach mir mit Pansy, sie strahlte, doch er sah nicht glücklich aus, blickte sich suchend um. Zum Glück kamen in diesem Moment die Eulen. Einige brachten Päckchen, andere Zeitungen. Eine hatte sogar einen Heuler dabei! Sie landete auf dem Hufflepuff-Tisch und ein Junge rannte sofort damit raus.

Und Greystar war auch wieder da!

Er hatte keinen Brief dabei, aber er setzte sich auf meine Schulter und zog an meinem Haar. Etwas später kam eine winzige Eule und flatterte vor Padma und mir auf den Tisch. Der Brief den sie am Bein trug war nahezu genau so winzig.

„Von wem ist der denn?“, fragte Padma und lehnte sich neugierig herüber. „Keine Ahnung. Ich weiß auch nicht, wessen Eule das ist“, ich starrte die Eule an. „Ron Weasley hat auch so eine kleine. Aber Pig ist nicht schwarz“, grübelte Padma, „Mach mal auf!“

Vorsichtig band ich die Pergamentrolle los und rollte sie aus. Die Eule machte sich sofort davon.

Kaida, ich warte auf dich. Heute Abend, morgen… die ganze Woche. Draco

 

Mein Herz machte einen Sprung. Es war eine Mischung aus Überraschung, Freude und Schmerz, denn grade kam er mit Pansy an der Handy vom Slytherin-Tisch. Sie hatte eine Picknickdecke unterm Arm und Draco trug eine Papiertüte, vermutlich mit Toast und Obst. Er sah mich nicht. Was für ein Spiel spielt der eigentlich?



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