Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!

 

Mittlerweile war die Sonne untergegangen und es wurde immer rascher dunkel. Ich stand auf und machte mich auf den Weg zurück zum Schloss.

Hagrid machte sich auf den Weg in den Verbotenen Wald, an seiner Seite dieser große, sabbernde Hund. Vor mir gingen einige kichernde Zweitklässler. Vermutlich planten sie, was sie zum großen Festessen an Halloween anziehen sollten. Genau so waren wir auch damals. Aber es war ja noch so viel Zeit bis Halloween.

Im Schloss ging ich nicht sofort hoch in den Turm, sondern runter, in den Korridor in dem der Eingang zur Küche liegt. Ich huschte zu dem Stilleben, sah mich um und kitzelte die Birne. Sie wurde zu einem Türgriff, so dass ich die Tür zur Küche öffnen konnte. Die Hauselfen waren sehr beschäftigt, die Tische abzuräumen und zu spülen.

Doch eine besonders kleine, zierliche Elfe kam auf mich zu und fragte schüchtern: „Miss, kann Layla ihnen helfen? Möchten Sie etwas?“ Ich lächelte sie an.

„Ja, ich hätte gerne eine Kanne Hibiskustee und Schokoladenkuchen, ist das möglich, Layla?“

Die Elfe zupfte verlegen an ihrem Geschirrtuch, das sie umgebunden hatte.

„Layla ist neu, wissen Sie, Miss. Weiß nicht, wo alles ist. Aber versucht zu finden!“, antwortete sie und schon wuselte sie zwischen den anderen herum. Inzwischen sah ich mich um. Dobby war nirgends zu sehen.

Die Tatsache, dass grade dieser freiheitsliebende Elf bei den Malfoys gelebt hatte war unheimlich amüsant. Familien, die viel weniger Wert auf Reinblütigkeit und Untergebenheit legten hatten die ergebensten Hauselfen. Und die Malfoys hatten diesen Rebellen, der sie verraten hatte.

 

„Entschuldigung Miss, ist Zitronenkuchen auch gut?“, Layla stand mit einem Tablett neben mir und zupfte an meinem Umhang, um meine Aufmerksamkeit zu erlangen.

„Aber natürlich! Zitronenkuchen mag ich sowieso viel lieber. Vielen Dank“, ich wollte ihr das Tablett abnehmen.

„Nein, Layla bringt das Tablett. Wo möchten Sie essen, Miss?“, fragte sie mit großen Augen.

„Ähm… also“, ich suchte nach einer Antwort. Ich hatte Hermine versprochen niemandem zu sagen wo die Küche ist, wo sollte ich hin ohne mich zu verraten?

„Komm einfach mit, der Raum ist oben im siebten Stock!“, sagte ich schließlich und öffnete ihr die Tür.

Unsicher guckte sie sich um, dann trappelte Layla mir vorsichtig hinterher. Ich hatte mich entschlossen, oben in dem gemütlichen Raum mit den großen Sitzpolstern und Diwans zu essen. Da könnte ich meinem Bruder auch eine Antwort schreiben. Auf der Treppe kam mir Roger entgegen. In Begleitung von Cho Chang und dem Rest des Quidditch-Teams. Er sah mich kurz an, ging aber ohne ein Wort zu sagen an mir vorbei. Nur Cho begrüßte mich flüchtig. Die Hauselfe schien niemand zu beachten.

Vorsichtig sah ich mich um. Dann schlug ich den Weg zu dem Korridor im siebten Stockwerk ein.

Was hatte Draco damals geschrieben? Wenn du den Raum brauchst, wirst du ihn finden!? Oben im Korridor dachte ich ganz fest an den Raum. Doch da war keine Tür. Ich lief eine ganze Weile auf und ab. Hatte ich die Tür übersehen? Wie lange war ich beim letzten mal hier rumgelaufen?

Doch dann war sie plötzlich da. Die Tür, direkt neben einer Statue. Noch einmal sah ich mich um. Als ich sicher war, öffnete ich die Tür, rief Layla und huschte in den Raum. Er sah fast so aus wie mein letzten Mal. Nur waren da noch ein zusätzlicher Schrank und ein niedlicher Teewagen. Layla lächelte.

„Miss, nächstes mal bringt Layla die Sachen gleich in den Da und Fort Raum“, sagte sie leiste, dann stellte sie das Tablett auf dem Teewagen ab, „Soll ich noch etwas bringen, Miss?“ „Vielleicht meine Schultasche…“, überlegte ich. Als ich mich umsah war Layla schon weg.

Ich machte es mir auf einem der Polsterkissen gemütlich. Ich hörte ein Plopp und sah mich um. Vor dem Schrank stand meine Schultasche, daneben lagen noch einige Bücher. Layla war wirklich zuverlässig. Es war so gemütlich, dass ich keine Lust hatte, aufzustehen.

Accio Schultasche“, murmelte ich und winkte kurz mit meinem Zauberstab, schon landeten meine Sachen neben mir. Aber ich würde später lernen. Ich mampfte genüsslich den Zitronenkuchen, kuschelte mich unter eine Decke und starrte ins Feuer. Doch wie beim letzten Mal hörte ich Schritte auf dem Korridor. Und wieder öffnete sich die Tür.

„Draco? Was willst du denn schon wieder hier?“, ich guckte ihn verdutzt an. Wusste er etwa, wenn jemand hier ist?

„Hi. Blaise Zabini hat gesagt, dass du mit einem Hauselfen im Schlepptau die Treppen hochgelaufen bist. Ich dachte mir, dass du hier hin wolltest“, sagte er leise und grinste.

„Und warum bist du dann hier? Du hast mir selbst gesagt, dass ich in diesen Raum zurück kann. Ich bin hier, weil ich eine Pause brauche“, ich war genervt und wunderte mich ihn hier zu sehen. Er kam zu mir und ließ sich auf ein Polster neben meinem fallen.

„Kaida.. ich hab es vermisst mit dir zu reden. Ich hab viel an letztes Wochenende gedacht. Immer wenn ich bei Pansy bin, dann wird mir klar, dass ich nur mit ihr zusammen bin, weil sie mich so anhimmelt. Ich habe mich diese Woche etwas… zurückgezogen“, gestand Draco. Er spielte mit dem silbernen Siegelring an seiner rechten Hand rum. „Ja, ich hab davon gehört. Eben… Pansy hat geweint. Ich glaub es ist ihr egal, warum du bei ihr bist. Hauptsache du bist bei ihr“, erzählte ich, „Außerdem ist sie vermutlich das einzige Mädchen hier, das dich so anbetet.“

In Dracos Augen spiegelte sich das Feuer.

„Aber sie mag mich nicht meinetwegen. Sie mag mich wegen Dad, wegen Malfoy Manor, wegen dem Vermögen…“, seufzte er und lehnte sich zurück. Mir ist vorher nie aufgefallen, was für schönes Haar er hat…

„Ich glaube nicht, dass es ein Mädchen nur wegen solch oberflächlicher Sachen mit dir aushält“, kaum hatte ich es gesagt, tat es mir schon wieder leid. Aber ich hielt es ja auch mit ihm aus. Zumindest, wenn wir wie jetzt alleine waren. Genau das schien er auch gedacht zu haben.

„Na ja, Kaida. Warum hälst du es dann mit mir aus? Dich interessiert mein Vater nicht und euer Haus steht unserem in nichts nach. Deine Mutter ist eine bekannte Heilerin und dein Vater Handelt mit den besten asiatischen Haustieren und magischen Pflanzen…“, Draco grübelte, was er noch aufzählen könnte.

„Ja, ich weiß was meine Eltern tun. Ich weiß nicht, was los ist, wenn du hier bist. Es ist… anders. Crabbe und Goyle sind nicht da. Und die anderen…“ „Du hast meine Hand gehalten, letzte Woche im Krankenflügel“, er sah mir direkt in die Augen. Dann stand er auf und setzte sich direkt neben mich. „Kaida, warum?“ Mir wurde heiß. Ich wusste darauf keine Antwort. „Also…du hast geschrieen. Und ich… ich weiß nicht… ich wollte helfen. Das hat mir Angst gemacht“, stammelte ich. Ich rückte ein Stück von ihm weg, ich hielt nicht viel von seiner plötzliche Vertrauensseligkeit.

 



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