Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!
„Darf ich mich setzen?“, fragte er und deutete auf den Platz neben mir.„Ja klar… also was machst du hier?“, ich rückte von ihm weg. Draco setzte sich. „Ich… habe einen bestimmten Raum gesucht, den ich letztens gefunden habe. Da gab es einige interessante ausgemusterte Bücher.“ Ich wusste, dass er log. Aber ich sah darüber hinweg. „Hattest du einen schönen Tag mit dem Mops, ähm, ich meine mit Pansy?“, versuchte ich das Thema zu wechseln. „Ich musste Nachsitzen, bei McGonagall. Aber hör mal, Pansy ist ein wirklich nettes Mädchen. Sicher, sie nervt manchmal. Aber sie mag mich…“, er starrte ins Feuer, „Und wie läuft es mit Roger?“
„Oh… gar nicht. Er ist nicht ganz mein Typ.“ „Ach so.“Dann schwiegen wir uns an. „Was machen wir hier?“, fragte Draco nach einer Weile, „Wir mögen uns doch gar nicht.“ Ich sah ihn fragend an. Was sollte ich dazu sagen? „Na ja, ich glaube es hat sich was verändert. Und du bist ein Freund meines Bruders“, antwortete ich. „Hm… kann sein“, er starrte weiter ins Feuer.
„Was ist los mit dir? Du bist nicht so… wie sonst“, ich sah Draco an. Er drehte den Kopf und sah mir in die Augen. Seine Augen waren gerötet, wie schon die letzten Tage, fast schien es mir, als unterdrückte er ein paar Tränen.„Du machst dir wirklich Gedanken, oder?“ „Ja, schon. Du hast im Schlaf geredet, also auf der Krankenstation…“, ich wusste nicht, wie ich es erklären sollte.
„Ich habe einfach viel im Kopf. Und du weißt ja, mein Vater…“, auch er fand keine Worte. „Wenn du reden willst, dann höre ich dir zu. Aber nur wenn du das niemandem sagst“, habe ich das wirklich zu DEM Draco Malfoy gesagt???„Ich fühle mich einfach allein. Vincent und Greg sind auch keine Hilfe. Nur Pansy ist wirklich für mich da. Aber… sie will mehr als ich geben kann“, erklärte Draco, „Ich glaube sie hängt wirklich an mir. Es tut gut jemanden zu haben, der da ist.
Zuneigung hat noch nie geschadet. Aber in gewisser weise nutze ich das nur aus. Pansy ist nicht ganz mein Typ.“ Er lächelte gequält. Doch seine roten Augen sagten alles, es war als hätte er sich das Wort „Verzweifelt“ mit Zaubertinte auf die Stirn geschrieben, seine Schultern begannen zu zittern. Ich konnte nicht anders, als zu ihm zu rücken und meinen Arm um seine Schultern zu legen.
„Kaida, ich…“, Draco suchte nach Worten. Dann brach er in Tränen aus, wie ein kleiner Junge. Ich konnte nicht fassen, dass das wirklich DER Draco war. Der Draco Malfoy, der versucht allen Nicht-Slytherins das Leben schwer zu machen und keine Gelegenheit auslässt andere zu beleidigen. Ich nahm ihn in den Arm, sein Kopf lag an meinem Hals und seine Tränen benetzten meine Haut. Die Situation war so unwirklich. Ich fühlte mich unwohl, das war mit so peinlich. Lange saßen wir so zusammen auf dem Diwanbett. Ich streichelte über seinen Rücken.
Warum öffnete er sich grade mir? Ich kannte ihn doch kaum!„Kaida, was mache ich hier?“, flüsterte er schluchzend, „Ich sollte mich bei meinen Slytherin Freunden trösten lassen, oder bei meiner Freundin!“Ich ließ Draco los und schob ihn von mir weg. „Was meinst du damit? Bin ich etwa nicht gut genug?“, ich war wütend. „Nein… nur, du weißt doch. Man sagt, dass man in Slytherin noch wahre Freunde findet.
Doch dort gibt es niemanden, dem ich mich so zeigen wurde.“Draco tat mir so Leid. „Ist schon gut… Ich weiß nur nicht, wie ich damit umgehen soll“, gestand ich. „Sag es bitte niemandem“, bat er mich. „Natürlich nicht. Es ist nur.. merkwürdig. Denn – wie soll ich sagen – mir geht es zur Zeit ähnlich“, ich sah aus dem Fenster. Es war schon dunkel geworden. „Aber du hast doch Lisa und Mandy? Ich dachte so unter Mädchen teilt man seine Gedanken und Gefühle“, meinte Draco. Seine Augen waren noch immer gerötet und feucht.
„Nein, so ist es nicht. Aber es geht grade nicht um mich“, ich rückte wieder näher zu ihm hin. Er legte den Arm um mich und zog mich zu sich, erst wollte ich mich loswinden, doch dann ließ ich es zu. „Was machen wir hier? Warum bin es ausgerechnet ich, der du so vertraust?“, ich sprach aus, was wir beide dachten. „Ich weiß es nicht. Aber ich fühle mich sicher hier. Das war schon im Krankenzimmer so“, er zupfte an der Stickerei eines der Kissen. „Ich möchte heute Nacht nicht zu den Ravenclaws.“ „Ich bleibe auch hier, ich hab keine Lust auf Blaise oder Pansy… aber wir sollten gleich schlafen. Es ist gleich zwölf“, mit diesen Worten stand Draco auf und machte es sich auf dem nächsten Diwan gemütlich.
Wie? Es war schon so spät? „Vielleicht liegt es daran, dass wir die zwei einzigen Drachen hier sind“, überlegte Draco belustigt, „Kaida bedeutet doch auch Drache.“„Ja, aber vielleicht ist es auch, weil ich niemandem so lange kenne wie dich“, ich sah zu ihm herüber. Dabei dachte ich daran, wie wir als Kinder zusammen spielen sollten und nur stritten. „Du kennst mich nicht. Du hast mich nur schon so lange nicht gemocht, wie niemand anderes an dieser Schule“, antwortete Draco, zog die Decke bis an sein Kinn und drehte sich weg.
Nach einer Weile schlief er ein, denn sein Atem wurde ruhiger und er hörte auf zu seufzen. Es war bis auf ein gelegentliches Knacken im Feuer vollkommen ruhig. Irgendwann fand auch ich den Weg ins Land der Träume. Als ich wach wurde und mich umsah war Draco weg.
Einfach gegangen. Seine Decke lag gefaltet auf dem Diwan, und auf ihr eine Rolle Pergament. Verschlafen setzte ich mich auf. Ich rollte das Pergament auf, es war eine Notiz von Draco. Ich hatte also nicht geträumt. Der letzte Abend war so unwirklich… Neugierig begann ich zu lesen.
Liebe Kaida
Danke, dass du da warst und dass du deinen Raum mit mir geteilt hast. Immer wenn du ihn brauchst, wirst du ihn finden. Der letzte Abend war ungewohnt für mich.. Vielleicht vertraue ich dir, weil du Rangos Schwester bist und er ein enger Freund von mir war.Aber ich bitte dich, es bei diesem Abend zu belassen. Blaise, Vincent und Gregor müssen nicht alles wissen. Auch Pansy nicht, ich will sie nicht verlieren. Unsere „Freundschaft“ könnte missverstanden werden. Auch für dich ist es wohl besser, wenn niemand davon weiß. Das Wissen, nicht allein zu sein, muss genügen. Ich will dich nicht in Dinge hineinziehen, die dich nicht betreffen. Vielleicht, wenn die Zeiten sich ändern, können wir irgendwann normale Freunde sein. Aber es ist nicht an der Zeit.
Draco
Das kann doch nicht wahr sein! Was sollte das? Bin ich plötzlich wieder nicht gut genug? … Aber eigentlich hatte er recht. Meine Freunde würden es nicht verstehen. Niemand würde es verstehen! Und nur weil wir einen Abend lang miteinander klar kamen, muss das nicht heißen, dass wir plötzlich Freunde waren.Ich ging zurück zu meinen Freunden, den Ravenclaws. Im Gemeinschaftsraum war es wundervoll warm, das Kaminfeuer machte das schlechte Wetter vergessen. Doch kaum setzt ich mich in einen der Sessel, kam Mandy zu mir gestürzt. Erschrocken sah ich sie an. „Was ist den passiert?“
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am Mittwoch, den 10. Oktober 2007 um 19:40 Uhr veröffentlicht
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