Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!
Ich hörte nicht zu, sondern starrte aus dem Fenster. Draußen lief Pansy mit einem sehr genervten Gesichtsausdruck gefolgt von Crabbe und Goyle. Aus irgendeinem Grund schien Draco keine Zeit für seine Kumpanen zu haben, stattdessen folgten sie Pansy, die wohl einfach nur etwas shoppen wollte. Aber sonst ließ Draco doch keinen Ausflug nach Hogsmeade aus!? Unterdessen redete Roger weiter, ich nickte wenn er etwas fragte und heuchelte Aufmerksamkeit. Dann meinte er plötzlich: „Wenn es dir nichts ausmacht bezahle ich, dann können wir noch ein wenig spazieren gehen!“ Eh ich mich versah ging ich dicht neben Roger am Ufer des Sees entlang. Es stürmte, regnete und hagelte, keiner sonst war draußen. Vermutlich saßen die meisten Schüler am warmen Feuer im Gemeinschaftsraum. Als Trost bliebt nur der Regenschirm, der wirklich keinen Tropfen durchkommen ließ.
„Kaida, es ist wirklich schön, dass du mitgekommen bist. Ich hatte Angst, dass du mich versetzt…“, Roger sah zu Boden, „Weißt du Kaida, ich mag dich wirklich sehr gern!“ Er nahm meine Hand.
„Roger… ich mag dich auch. Aber… ich glaube du siehst etwas in mir, das ich nicht bin“, ich hatte mich selten so unwohl gefühlt, das lag nicht nur am Wetter, „Ich möchte jetzt zum Schloss zurück. Bitte sei nicht böse. Ich kann solche Gespräche nicht führen!“
Damit drehte ich mich um und ging. Roger blieb enttäuscht stehen, dann kam er hinter mir her.
„Kaida, warte. So war das nicht gemeint! Warte!“, rief er mir hinterher. Doch ich wollte nicht warten. Ich begann zu laufen. Was war nur mit mir los? Im Schloss wollte ich nicht in den Gemeinschaftsraum. Ich lief durch die Korridore, lief Treppen hoch und andere wieder runter. Ich wollte einen Raum für mich finden, zum verstecken und allein sein. Und dann war da diese Tür in diesem einsamen Korridor. Sie sah einladend aus, also öffnete ich sie.
Dahinter lag ein kleiner, runder Raum. Es gab hohe Fenster mit grünen Samtvorhängen, an den Wänden standen Diwanbetten mit großen Kissen. In der Mitte des Raumes stand eine große Metallschale, in der sich kaum dass ich einige Schritte entgangen war ein gemütliches Feuer entzündete. Neben den Diwanbetten standen kleine Tischlein mit Weintrauben, Mangos, Keksen und anderen Naschereien.
Dieser Raum war genau das, was ich mir gewünscht hatte. Es war angenehm warm, trotzdem kuschelte ich mich auf einem der Diwans mit einer Fliesdecke zwischen die Kissen. Meine Freunde gingen mir in letzter Zeit nur auf die Nerven, ich machte mir Gedanken um Malfoys Familie und ich fühlte mich schlecht. Das hatte ich noch nie! Immer wenn ich Probleme hatte, war Cahal für mich da. Ich wollte ihm einen Brief schreiben, doch natürlich hatte ich kein Briefpapier.Ich sah mich in dem wundersamen Raum um.
Ich wusste nicht, dass es so was in Hogwarts gab! Das scheint kein allgemein zugänglicher Raum zu sein. Neben der Tür bemerkte ich eine Kommode. In die Decke gewickelt ging ich herüber und öffnete die oberste Schublade. „Briefpapier!“, entzückt nahm ich das Pergament aus der Schublade. Daneben fand ich noch violette Tinte und einen Schwanenfederkiel zum schreiben. Also machte ich es mir gemütlich und fing an zu schreiben…
Lieber Cahal!
Wie geht’s dir? Was machen die Eulen? Mir geht’s es nicht so gut. Zur Zeit ist alles merkwürdig. Zum ersten mal fühle ich mich fehl am Platz in Ravenclaw. Heute war ich mit einem Jungen aus, Roger Davies, und das obwohl ich nichts von ihm will. Er ist wirklich nett und ich mag ihn. Aber eben nicht so! Und meine Freunde machen mir Vorwürfe deswegen. Zumindest werden sie es, wenn ich wieder zum Turm gehe.Und jetzt denkst du wahrscheinlich gleich, dass ich in Slytherin wahre Freunde gefunden hätte. Aber glaub mir, da sieht es auch nicht besser aus. Draco scheint es sehr schlecht zu gehen. Er lag letztens wegen Erschöpfung und Übermüdung auf der Krankenstation und scheint enorme Probleme zu haben. Er geht sogar so weit, sich in die Arme von Pansy Parkinson zu flüchten! Er hat sich letztens in einem Korridor mit einem kleinen Mädchen getroffen und ist dann spurlos verschwunden.Ich mag Draco nicht mal! Aber irgendwie mache ich mir schon Sorgen, dass es Probleme in seiner Familie gibt. Hier kümmert sich niemand um ihn, seine „Freunde“ hecheln ihm nur hinterher, weil sein Vater Lucius Malfoy ist. Ich fühle mich so alleingelassen. Und durcheinander.Cahal, was würde ich darum geben, noch mal den Sprechenden Hut aufzusetzen um zu wissen wohin ich wirklich gehöre.Grüß zu Hause lieb!
Bis bald, dein Schwesterchen
Als ich fertig war, las ich den Brief noch einmal durch. Plötzlich klopfte es. Ich sah mich um, und entdeckte, dass auf der Fensterbank meine Eule Greystar saß und mit dem Schnabel ans Fenster klopfte. Ich öffnete das Fenster, Band ihr den Brief an den Fuß und schickte sie zu meinem Bruder. Ich fühlte mich erleichtert und kuschelte mich in die Decke und legte mich auf das Diwanbett. Das Feuer wurde schwächer, ich döste ein.
Dieser Raum gab mir alles was ich gesucht hatte. Einen Platz nur für mich allein. Dachte ich, bis ich eine Stimme vom Flur hörte.
„Verdammt, wo sind diese beiden Trottel, wenn man sie mal braucht? Ich hab doch gesagt wir treffen uns hier.“, die Stimme klang ziemlich wütend.. Wer war das nur? Dann hörte ich Schritte, die vor der Tür zu meinem Raum stoppten.
„Wieso ist diese Tür schon da?“, sagte die Stimme, nun deutlich lauter. Da schien jemand Selbstgespräche zu führen. Jemand der in diesen Raum wollte?!Langsam öffnete sich die Tür, und ein hellblonder Haarschopf erschien im Türspalt.
„Kaida??? Was machst du denn hier?“, fragte Draco. „Das gleich könnte ich dich auch fragen! Aber komm rein, sonst sieht dich noch wer!“, antwortete ich und lehnte mich wieder zurück. Ich hatte kein Bedürfnis danach, auch noch von einem Lehrer überrascht zu werden. Draco kam herein.
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am Sonntag, den 7. Oktober 2007 um 18:11 Uhr veröffentlicht
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