Disclaimer: Die Handlungsorte und Charaktere (außer Kaida, Cahal, Rango, Branwen, Jodokus und den andere Edokis) sind alle das geistige Eigentum von JK Rowling. Ich habe sie mir nur für meine Geschichte ausgeliehen! Dies ist eine FanFiction, ich hab´s also nur aus Spaß geschrieben, und um die großartigen Geschichten von JK Rowling zu würdigen. This is just a Tribute!
Es war schon Nachmittag, als ich wieder aufwachte.
„Kind, da hast du dir ganz schön was eingefangen. Du hattest hohes Fieber und ich wusste mir nicht zu helfen. Nichts wollte helfen… Aber Professor Sprout hat die besten Kräuter zur Verfügung gestellt und Professor Snape konnte einen Trank daraus brauen. Weiß Merlin was er da hinein geworfen hat, aber das Fieber fing an zu sinken. Was hast du denn gemacht?“, Madame Pomfrey gucke mich sorgenvoll an, „Am besten du bleibst noch bis Morgen früh hier, falls es noch mal schlimmer wird. Brauchst du noch irgendwas?“
„Nein, Danke… Ich bin nur müde. Ich habe schlecht geschlafen..“ „Das ist nicht zu übersehen. Belastet dich irgendetwas? Es scheint, als wollte dein Körper mit dem Fieber schlechte Gedanken verbrennen..“, überlegte Madame Pomfrey.
„Ich mache mir ein bisschen Sorgen, weil ich in Zaubertränke in letzter Zeit nicht so gut mitgekommen bin“, log ich.
„Hey Kaida, ist du wieder fit?“, zum Glück störten Mandy und Lisa das Gespräch. Ich mag es nicht, so ausgefragt zu werden. „Ich fühle mich noch ziemlich schlapp, aber es geht schon wieder…“
„Du hast nichts großartiges verpasst… Hermine Granger hat wie immer alle Übertrumpft und in Kräuterkunde wurde Crabbe von irgendwas gebissen…“, meinte Lisa und setzte sich auf die Bettkante. Wortlos legte sie ein kleines Päckchen auf meinen Nachttisch und zwinkerte mir zu.
„Du hättest Pansy heut sehen müssen. Sie hat versucht sich aufzudonnern und an Malfoy anzuschmeißen. Aber er hat sich total abblitzen lassen. Sie ist heulend abgezogen!“, erzählte Mandy mit einem schadenfrohen Grinsen, „Sah wirklich verboten aus!“
„Jaa, unglaublich. Ach, wir sollen übrigens ganz liebe Grüße von Terry und Roger überbringen, und die Vertrauensschüler kommen gleich noch mal vorbei“, mit diesen Worten stand Lisa auf, „Wir müssen los, Snape hat unglaublich viele Hausaufgaben gegeben! Und du brauchst auch noch etwas Ruhe.“
Genau so plötzlich, wie sie gekommen sind, waren meine Freundinnen wieder verschwunden. Also machte ich mich daran, das Päckchen von Lisa zu öffnen. Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. Wie lieb! Es enthielt Bertie Botts Bohnen in jeder Geschmacksrichtung, einen Schokofrosch und eine Karte mit der Aufschrift:
Damit du schnell wieder bei uns sein kannst! Lisa, Terry und Mandy
Draußen wurde es schon langsam wieder Dunkel. Ich versuchte meine Zeit damit totzuschlagen in der aktuellen Ausgabe des Klitterers zu blättern, die ich auf der Fensterbank gefunden hatte.
Dann klopfte es an der Tür. Padma Pansil und Anthony Goldstein, die Vertrauensschüler guckten Vorsichtig durch den Türspalt.
„Kaida, bist du wach?“ fragte Padma. „Ja, es geht mir auch schon besser. Kommt rein!“
„Madame Pomfrey hat uns gebeten nach dir zu sehen. Es sind ziemlich viele Schüler erkältet und sie hat viel zu tun“, erklärte Anthony.
„Es ist alles okay, danke. Ich bin nur ziemlich müde und würde gerne schlafen“, ich hatte einfach keine Lust mit den beiden zu reden.
„Dann lassen wir dich besser schlafen. Spätestens morgen Abend erwarten wir dich zurück! Du weißt ja, Terry hat übermorgen Geburtstag!“, Anthony wuschelte mir durch die Haare und ging mit Padma. Sie waren noch nicht aus der Tür, als ich wieder einschlief. Und wieder wurde ich von Alpträumen geplagt.
Ich sah einen großen Raum, fast wie eine Kathedrale, voll mit Möbeln und anderen Gegenständen. Ich sah eine zerlumpte Gestalt, in einen schmuddeligen grau-schwarzen Umhang gehüllt, die in einer Gefängniszelle lag. Ich sah Menschen, die ängstlich durcheinander liefen. Ich spürte Verzweiflung und Angst. Dann wachte ich auf. Aus dem Nebenzimmer hörte ich Stimmen.
„Der Jungs ist vollkommen erschöpft, er ist beim Essen eingeschlafen! Natürlich bleibt er über Nacht hier!“ flüsterte Madame Pomfrey ärgerlich.
„Aber wenn er doch nicht will! Er hat zu tun, lassen Sie ihn unter meiner Verantwortung auf sein Zimmer!“, das war Snapes Stimme.
„Nein. Eine Nacht, Severus. Und er wird sich hier auch nicht rausschleichen können. Nach dem Trank schläft er nämlich durch. Tragen sie ihn bitte zum Bett am Fenster“ bestimmte die Krankenschwester.
Ich stellte mich schlafend, hörte wie sie die Vorhänge um mein Bett zog. Jemand wurde in das Bett gegenüber gebracht.Dann entfernten sich Snape und Madame Pomfrey und das Licht würde gelöscht. Neugierig schlüpfte ich aus dem Bett um zu sehen, wer dort wegen Übermüdung lag.
Meine nackten Füße patschten laut auf den Steinfließen, so still war es.
Aber als ich den Trennvorhang des anderen Bettes öffnete, verschlug es mir den Atem. Dort lag Draco Malfoy. Er hatte dunkle Ringe unter den Augen, sein Gesicht war aschfahl, die Haare zerzaust und strähnig. Er schlief Dank des Trankes, doch warf er sich unruhig hin und her. Auf einmal tat er mir unglaublich Leid. Irgendwas schreckliches musste ihn aufwühlen, er musste schlimme Probleme haben. Er sah furchtbar aus!
Ich setzt mich an sein Bett. Ich mochte diesen Jungen nicht, er war gemein zu mir und vielen anderen. Seine Freunde liefen ihm nur wegen seines Vaters hinterher, wirklich jemanden hatte er nicht, seit meine Brüder ihren Abschluss hatten. Und Pansy wollte sich nur in seinem Ruhm sonnen, diese falsche Schlange… Malfoy hatte besseres verdient, dachte ich. Und wunderte mich im gleichen Moment. Warum mache ich mir Gedanken um Draco Malfoy??
Verwirrt bemerkte ich, dass ich seine Hand gehalten hatte. Erschrocken und angewidert stand ich auf, ließ seine Hand los und ging schnell zu meinem Bett zurück. Ich zog den Trennvorhang zu, schlüpfte unter die Decke und drehte mich um. Ich schlief schnell ein, ohne noch einen Gedanken an Draco zu verschwenden. Es war ein langer, traumloser Schlaf.
Am nächsten Morgen wurde ich jedoch von einer hitzigen Diskussion zwischen Madame Pomfrey und Draco geweckt.
„Ich bleibe nicht hier! Ich bin total ausgeschlafen. Ich muss zum Unterricht!“, Draco war wütend über seinen Zwangsaufenthalt auf der Krankenstation.
„Mir ist herzlich egal, was sie denken, Mr. Malfoy! Sie sind in einem furchtbaren Zustand, und ich bin für ihre Gesundheit verantwortlich. Sie bleiben hier!“, Madame Pomfrey war ruhig, aber bestimmt. „Und kein Aber!“, fügte sie hinzu, als Draco Ansätze machte zu widersprechen.
Damit drehte sie sich um und ging. Kurz vor der Tür sagte sie noch: „Ihr Frühstück steht drüben auf dem Tisch. Die Tür schließe ich besser ab. Rufen sie, wenn etwas ist.“ Und die Tür fiel ins Schloss.
„Diese blöde Squib!“, brüllte Draco und schlug mit den Händen auf die Matratze.
Dann war es still, bis auf ein leises Schluchzen.
Na ganz toll! Mit einem total aufgelösten Malfoy in einem Raum, schoss es mir in den Kopf, der macht mich doch fertig….
Ich bleib noch eine ganze Weile liegen um anzuwarten. Als nichts geschah stand ich vorsichtig auf, um frühstücken zu gehen. Ich versuchte leise zu sein, doch am Tisch angekommen stieß ich mit meinem Fuß gegen ein Tischbein.
„Aauutsch…“, dann hielt ich mir den Mund zu.
„Wer ist da?“, fragte Draco erschrocken.
„Ich bin’s, Kaida“, antwortete ich schüchtern. Dieser blöde Tisch..
„Was machst du denn hier? Hast du gehört..“
„Ich habe nichts gehört, ich bin grade erst wach geworden. Ich wurde gestern Morgen mit hohem Fieber hergebracht…“, antwortete ich während ich mir ein Toastbrot nahm.
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